149622

Virenschutz für Server

19.06.2007 | 13:30 Uhr |

Auch wenn Viren bislang kein Thema sind, müssen Linux-Server zumindest dagegen gesichert werden, Windows-Viren zu verbreiten. Schutz versprechen Dazuko und Amavis.

Von Achim Wagenknecht

Um Linux-Server vor Viren und Spam zu schützen, arbeiten mehrere Module Hand in Hand zusammen. Die wichtigsten sind Dazuko für den Dateizugriff und Amavis als Schnittstelle zur E-Mail-Filterung. An Amavis können auch Spamfilter andocken.

Dazuko kommt trotz des exotischen Namens aus Deutschland. Das Open-Source-Kernel-Modul wird federführend von Avira entwickelt. Dazuko klinkt sich in den Kernel ein und erlaubt es Drittprogrammen, Dateizugriffe abzufangen und Dateien beim Öffnen oder Schließen zu untersuchen. Damit ermöglicht es den On-Access-Scan, den der ständig aktive Virenwächter im Hintergrund durchführt. Genutzt wird Dazuko von folgenden Produkten:

* AntiVir für Unix Workstation und Server
* avast! Antivirus
* AVG Antivirus Linux Edition
* ClamAV
* F-Secure Linux Server Security
* NOD32 für Linux File Server

Wie gut die Erkennungsrate ist, hängt vom eingesetzten Antivirenprodukt ab. PC-WELT hat das Open-Source-Produkt ClamAV und AVG Antivirus getestet. Das Ergebnis: Die Open-Source-Entwickler haben noch eine Menge Arbeit vor sich, denn ClamAV erkennt deutlich weniger Schadprogramme als das kommerzielle Programm.

Dazuko schützt sowohl Arbeitsplatz-Rechner als auch Server. Da es den Dateizugriff überwacht, kommt Dazuko auf Dateiservern zum Einsatz. Aber auch manche Virenscanner für Mailserver greifen auf Dazuko zurück, etwa AVG Antivirus. Dazuko arbeitet mit Samba und Netatalk zusammen. Dateien auf NFS-Servern kann es nicht schützen. Mit der aktuellen Distribution Open Suse 10.2 werden mehrere vorkompilierte Dazuko-Module geliefert, die mit den jeweiligen Kernel-Varianten funktionieren. Unter anderen Distributionen muss das Modul mit den aktuellen Kernelquellen kompiliert werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
149622