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Virenalarm: Das Böse schläft nie

06.08.2004 | 09:42 Uhr |

Jeden Monat gibt es mehr Warnungen vor Viren, Würmern und anderen digitalen Plagegeistern. Sicher wollen Sie nur darüber lesen, anstatt selbst Erfahrungen damit zu machen. Wir sagen, wie Sie Ihr System effektiv vor Infektionen schützen – mit Grips und den Windows-Bordmitteln.

Als die ersten Computerviren durch die Netze zogen, lag die Motivation der Autoren noch darin, ein Konzept zu beweisen oder blindwütig Daten zu zerstören. Heute wird infektiöser Code in Umlauf gebracht, um Systeme zu kompromittieren – sprich: um deren Kontrolle zu übernehmen. So haben weder Sasser noch Blaster zerstörerische Absichten, sondern transportieren eine gefährlichere Last: Hintertür-Programme, die befallene PCs über das Internet zu ferngesteuerten Zombies machen.

Schädlinge gibt es heute in zu vielen Varianten – ein bequemes Allround-Tool dagegen existiert nicht. Das Patentrezept heißt: Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Wir zeigen deshalb einen kompromisslosen Weg, Infektionen in den Griff zu bekommen und von vornherein zu verhindern.

Erkennen: Einsatz aktueller Software

Windows hat kein eigenes Immunsystem, um Viren, Würmer und andere ungeladene Gäste zu bekämpfen. Virenscanner können zwar bei der Identifikation helfen. Die wirksamste Kontrolle geht aber immer vom Anwender aus – von Ihnen.

1. Aktuellen Scanner einsetzen

Der erste Schritt beim Verdacht auf einen Viren- oder Wurmbefall ist ein Check mit einem Virenscanner, der mit aktuellen Signaturen versorgt ist. Überschätzen Sie die Fähigkeiten der Programme aber nicht. Nur bekannte Krankheitskeime kann ein Scanner zuverlässig erkennen.

Als Virenscanner leistet F-Prot für DOS (privat gratis) auch unter Windows gute Dienste. Da englischsprachige Programm läuft in der Eingabeaufforderung, die Menüsteuerung erfolgt über Cursortasten, die Auswahl eines Menüpunkts mit <Return>.

Etwas umständlich ist die Aktualisierung von F-Prot. Viel bequemer lässt sich das Update mit unserem Script pcwFupdate2 erledigen. Kopieren Sie die Dateien des selbst entpackenden Archivs in denselben Ordner wie F-Prot, und starten Sie pcwFupdate2.HTA per Doppelklick. Das Tool zeigt, wann die Signaturen das letzte Mal aktualisiert wurden. Sind sie älter als ein paar Tage, bauen Sie eine Internet-Verbindung auf und klicken auf „Update“. Schon ist F-Prot auf dem neuesten Stand.

Sie erhalten die Meldung, dass eine Datei infiziert ist. Was tun? Eine solche Meldung ist noch kein Beleg, dass tatsächlich ein Schadprogramm schon aktiv ist. Falls sich aber laut Scanner mehrere befallene Dateien auf der Festplatte tummeln, in Programmordnern oder im Windows-Ordner, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Ihr Rechner tatsächlich infiziert ist.

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