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Router und Netzwerk

Vier WLAN-Tipps, mit denen Sie besser funken

30.06.2014 | 10:26 Uhr |

Um die Signalstärke und das Tempo von Routern zu tunen, bedarf es keiner schwülstigen Anleitungen. Mit diesen vier Praxis-Tipps verbessern Sie beides im Nu.

Wenn Sie mit der Reichweite und der Geschwindigkeit Ihres WLANs nicht zufrieden sind, dann können folgende Tipps weiterhelfen:

1. Besserer Router-Standort

Verändern Sie nach Möglichkeit den Standort Ihres Routers. Schon geringfügige Änderungen können viel bewirken. Denn Wasseroder Heizungsleitungen (auch unterputz verlaufende) dämpfen das Signal beträchtlich. Eine DECT-Schnurlosbasis Station in unmittelbarer Nähe kann ebenfalls störend wirken. Bewegen Sie diese gegebenenfalls etwas weiter weg und aktivieren Sie den DECTEco Modus, um deren Sendeleistung zu reduzieren. Den WLAN-Router sollten Sie zudem nicht auf den Boden stellen, sondern zumindest auf halbe Raumhöhe (etwa auf ein Regal) oder idealerweise noch höher. Wenn das optisch keine Option für Sie ist, probieren Sie es mit einer externen Antenne (siehe nächster Punkt).

2. Antennenoptimierung

Wenn Ihr Router herausstehende, drehbare Antennen hat, experimentieren Sie mit deren Ausrichtung. Lassen sie sich abschrauben oder gibt es eine separate Antennenbuchse, können Sie eine externe Antenne anbringen und diese optimal positionieren. Mehr Details zu typischen Preisen und der Möglichkeit sich eine Antenne selbst zu bauen, finden Sie in diesem Ratgeber .

Guide: Die wichtigsten Router-Einstellungen

3. 5 GHz nutzen

Aus historischen Gründen funken die meisten WLANs nur im 2,4GHz-Frequenzband, bei dem es für WLAN nur 13 Kanäle gibt. Dabei ist für WLAN auch ein Frequenzbereich im 5GHz-Bereich mit 18 Kanälen freigegeben, die sich zudem kaum gegenseitig überlappen. Hier herrschen ideale Voraussetzungen für stabile und schnelle Verbindungen.

Das Problem: Die meisten aktuellen Router beherrschen zwar beide Frequenzbereiche, allerdings nicht gleichzeitig. Standardmäßig ist dann 2,4 GHz eingeschaltet. Sie können zwar auf 5 GHz umstellen, schließen damit aber alle Endgeräte aus, die den höheren Frequenzbereich nicht unterstützen. PCs und Notebooks lassen sich jedoch recht günstig mithilfe eines WLAN-Sticks nachrüsten, der auch auf 5 GHz funkt. Für Geräte, die sich nicht aufrüsten lassen, können Sie einen günstigen WLAN-AccessPoint (also quasi einen WLAN-Router ohne Router-Funktion) im 2,4GHz-Bereich für 20 bis 30 Euro kaufen und ihn an eine Netzwerkbuchse Ihres Routers anschließen. Für Router, die kein 5GHz-Netz unterstützen, gibt es Access Points in diesem Frequenzbereich. Oder Sie kaufen sich einen Router, der beide Frequenzbereiche unterstützt.

4. Repeater nutzen

Ein WLAN-Repeater vergrößert die Reichweite, indem er ein zweites Funknetz mit gleichem Namen aufspannt und die Daten dann mit dem ersten WLAN austauscht. Er muss sich also im Funkbereich des ersten WLANs befinden. Die Technik bedingt, dass sich die Bandbreite im Bereich des Repeater-WLANs verringert. Wer sich für diese Technik interessiert, sollte einen Blick in unserem Ratgeber zum Thema werfen.

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