48048

Die günstigere Alternative zu Dienstreisen

22.07.2008 | 10:01 Uhr |

Während Benzin- und Kerosin-Preise steil nach oben klettern überlegt sich so manche Firma, ob wirklich jede Dienstreise angetreten werden muss. Videokonferenzsysteme sind inzwischen auch für Mittelständler erschwinglich.

Der Titel des Exportweltmeisters hat auch seine Schattenseiten: Man muss ständig im engen Kontakt mit ausländischen Kunden und Projektpartner sein, und das kann zu Zeiten explodierender Ölpreise richtig teuer werden – sofern man den Anspruch erhebt, immer persönlich vor Ort zu sein. Videokonferenzen können dabei helfen, Distanzen auf günstigere Weise zu überbrücken, hatten jedoch bisher im Mittelstand einen schweren Stand. Sie haben teilweise immer noch den Ruf, das teuere Spielzeug großer Firmen zu sein. Das könnte sich bald ändern.

Virtuelle Treffen können helfen

Außer den steigenden Spritpreisen und damit auch der Reisekosten sprechen für diese Art der Kommunikation auch eine Vielzahl betrieblicher und prozesstechnischer Gründe. Dazu gehört beispielsweise die Notwendigkeit, auf sich schnell verändernde Bedingungen in einzelnen Märkten ebenso schnell reagieren zu können, oder Produkte immer schneller entwickeln und in den Markt bringen zu müssen. Ein weiteres Argument liefern die Mitarbeiter selbst. Wie eine gemeinsame Studie über internationale Geschäftsreisen von Tandberg und dem Marktforschungsinstitut Ipsos Mori belegt, betrachtet fast jeder dritte befragte deutsche Geschäftsreisende die Reise als notwendiges Übel beziehungsweise als ersetzbar durch eine Videokonferenz.

Dass der persönliche Kontakt bei der Abwicklung sehr vieler Geschäftsprozesse kaum ersetzbar ist, bleibt nach wie vor unbestritten. Gerade in der Zusammenarbeit und der Kommunikation zwischen internationalen Kunden und Projekt-Teams sind Telefonate und Telefonkonferenzen kein vollwertiger Ersatz für den persönlichen Kontakt. Unterschiede in der Auffassung und Mentalität werden häufig nur durch die nonverbale Kommunikation deutlich, durch die Gestik und Mimik des Gegenüber.

Ein sehr gutes Gefühl für die Befindlichkeiten seiner Gesprächspartner vermitteln zur Zeit vor allem die derzeit auf dem Markt verfügbare Highend-Videokonferenzlösungen, etwa von den Anbietern Cisco, Tandberg oder Polycom. Diese Systeme, die HD-Video (High-Definition) und großdimensionierte Videomonitore mit natürlichem Raumklang kombinieren, sorgen trotz virtueller Bildschirmsitzung für ein quasi-persönliches Begegnungserlebnis, bei dem selbst feinste Nuancen in Sprache und Bild erkennbar sind. Doch es geht auch wesentlich günstiger.

0 Kommentare zu diesem Artikel
48048