23.03.2012, 10:05

Moritz Jäger

Video- und Voice-Durchsatz optimieren

Wichtige Techniken für Heimvernetzung

Fehlersuche bei Multimedia-Routern

Moderne Netzwerke regeln mehr als nur den Internetzugriff - sie sorgen auch für das Streaming von Multimedia-Inhalten. Wenn die Wiedergabe allerdings ruckelt, liegt das oft an verschiedenen Ursachen. PC-Welt stellt 10 mögliche Lösungen vor.
Vernetzte Wohnungen sind längst Alltag. Bilder, Videos und Musik werden nicht mehr von Hand auf jedes Abspielgerät kopiert, die Multimediadateien liegen zentral auf einem Datenspeicher im Netzwerk und stehen für jedes angeschlossene Gerät zur Verfügung. Problematisch wird es, wenn das LAN über seine ursprüngliche Größe hinauswächst. Kommen die Netzwerke nicht mehr mit den Datenmengen mit, ist ein ungestörter Musik- und Filmgenuss kaum noch möglich.
Bevor man sich zur ausgiebigen Fehlersuche in den Router aufmacht, sind folgende drei Punkte wichtig:
  • Kabel statt WLAN: Ethernet schlägt immer noch alle anderen Übertragungsarten. Wo immer möglich, sollten Sie auf Kabelverbindungen setzen.
  • Funkkanäle optimieren: Die meisten Router funken standardmäßig auf Kanal 6. Idealerweise suchen Sie also einen Kanal, der weniger belegt ist. Dabei helfen Anwendungen wie inSSIDer für Windows oder der WiFi Analyzer für Android.
  • 5 GHz statt 2,4 GHz: Moderne WLAN-Geräte unterstützen 802.11n und damit oft das 5 GHz-Band. Nutzen Sie dies soweit als möglich, dort funken aktuell deutlich weniger Geräte als auf den herkömmlichen 2,4 GHz. 

Bandbreite per QoS zuweisen

Quality of Service, kurz QoS, ist ein Netzwerkstandard, der Datenströme im LAN und WLAN priorisiert. Anwendungen die Video und Audio nutzen, sollten dabei Vorfahrt vor anderen Diensten (etwa Downloads) erhalten. Allerdings endet die Kontrolle am Router, auf die gefühlte Schnelligkeit des Internetzugangs hat QoS nur einen eingeschränkt Einfluss.

Spezielle Erweiterungen nutzen: WME, WMM und WISH

Der Funkstandard 802.11e bringt neue Funktionen für den Einsatz im Multimediaumfeld mit. Wi-Fi Multimedia (WMM) oder Wireless Multimedia Extensions (WME) optimieren das Netzwerk für Streaming oder VoIP-Anwendungen. Allerdings müssen alle Komponenten im LAN diese Standards unterstützen, es kann also noch dauern, bis diese Funktionen breit ausgerollt sind. Eine Alternative ist Wireless Intelligent Stream Handling, kurz WISH. Die Funktion bringt spezielle Verbesserungen für das Windows Media Center oder die Xbox 360 mit, wer also hauptsächlich auf Microsoft-Produkte setzt, sollte WISH aktivieren, falls vorhanden.

Überprüfen Sie die DLNA-Funktionen

Die Digital Living Network Alliance umschreibt mit ihrem Kürzel DLNA eine Funktion, mit der Multimedia-Geräte kompatible Endpunkte im Netzwerk aufzuspüren können. Die Funktion ist nicht immer aktiv, wer etwa seine NAS nicht im Netzwerk findet, sollte mit der Fehlersuche zunächst bei den Diensten des Gerätes beginnen. Eine Alternative zu DLNA ist WiFi Direct. Dabei können die Geräte direkt per WLAN kommunizieren, ohne dass ein Router notwendig ist.

UPnP: Hilfreich, aber auch ein Sicherheitsproblem

Diverse Programme benötigen offene Ports, um mit dem Internet oder anderen Nutzern zu kommunizieren. Diese Ports kann man wahlweise per Hand öffnen, alternativ hilft hier die Technik Universal Plug and Play oder UPnP. Diese öffnet die notwendigen Ports automatisch. Nachteil: Die Technik stellt unter Umständen ein Sicherheitsrisiko dar. Jeder Endpunkt sollte daher über aktuelle Sicherheitssoftware verfügen.
NAS statt Netzwerkfestplatte
Zahlreiche Router bieten Anschlüsse, mit der jede USB-Festplatte zum Netzwerkspeicher wird. Die Umwandlung von Videodateien in Netzwerk-Streams belastet allerdings die CPU des Routers zusätzlich. Sollten hier Probleme auftreten, hilft die Anschaffung eines Network Attached Storages, kurz NAS. Diese Geräte sind als viele Router und bringen meist nützliche Zusatzfunktionen mit.

Konsolidieren Sie Ihre Downloads

Downloads, vor allem über Peer-to-Peer-Systeme verstopfen WLANs mit vielen Verbindungen. Die meisten aktuellen Netzwerkspeicher bieten Zusatzfunktionen oder Apps, über die man seine Daten aus dem Web direkt auf die NAS sichern kann. Gesteuert wird dies oft über Web-Oberflächen oder - allerdings eher selten - per Browser-Erweiterung.

Wenn sonst nichts hilft: Hardware aktualisieren

Die Entwicklung macht auch bei Netzwerk-Hardware nicht halt. Selbst wenn man sich nicht jedes Jahr einen neuen Router anschaffen muss, sobald man an Kapazitätsprobleme gelangt, sollte man über ein Upgrade nachdenken. Das bringt nicht nur mehr Leistung ins Netzwerk, sondern oft auch neue Funktionen.
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