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Video-Streaming - die wichtigsten Begriffe erklärt

17.09.2014 | 13:18 Uhr |

Video-Streaming via Internet ist hierzulande mittlerweile ein heißes Thema. Mit der Digitalisierung halten laufend neue Begrifflichkeiten wie Video-on-Demand (VoD), Mobile TV, Hybrid broadcast broadband TV, Binge Watching, 4K etc. Einzug. In Zusammenarbeit mit der Online-Videothek maxdome haben wir eine ABC des Digitalen TVs erstellt.

Nachdem Video on Demand in Deutschland lange Zeit lediglich vor sich hindümpelte, kommt 2014 der Markt richtig in Bewegung. Einerseits stehen mit neuen Techniken wie VDSL-Vectoring , den Breitband-Kabel-TV-Netzen, Glasfasernetzen bis zum Kunden und mobilen Übertragungsverfahren wie LTE die entsprechenden Bandbreiten für ein ruckelfreies Videovergnügen zur Verfügung, auf der anderen Seite ist der Markt der Anbieter in Bewegung gekommen, nachdem große US-Anbieter nun auch nach Deutschland drängen.

Doch um was geht es eigentlich bei Video on Demand? Letztlich steht VoD steht für das englische "Video-on-Demand". Das heißt "Video auf Abruf" und ermöglicht dem Zuschauer, seine Lieblingsserien und -filme mit wenigen Klicks online anzuschauen und zu downloaden - wann, wo und so oft er will. Damit wird der Gang zur Videothek oder ins Geschäft, um sich eine DVD oder BluRay zu kaufen, überflüssig. Je nach Anbieter zahlt der Nutzer seinen Film einzeln oder kann ein Monatsabo abschließen. Als Abspielgeräte dienen Smart-TV, Streaming-Boxen, PC oder verschiedene mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Allen Geräten gemeinsam ist, dass sie die Inhalte über das Internet transportieren.

Die wichtigsten Begriffe rund um VoD erklären wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

AdVoD (A) - DVB (D)

A

AdVoD (auch als A-VoD bezeichnet)

Advertiser-supported-Video-on-Demand ist ein rein werbefinanziertes Geschäftsmodell. Aufgrund von Werbeerlösen können Inhalte kostenlos angeboten werden. Die Werbebotschaften werden während des Programms durch sogenannte Pre-, Mid- und Post-Rolls vergleichbar mit TV-Werbeblöcken platziert.

App

Application Software (App) ist ein Anwendungsprogramm für bestimmte mobile Endgeräte und Internet-Plattformen. Neben Apps für Smartphones und Computer erobern immer mehr Apps für TV-Geräte (Smart-TV) den Markt.

B

Binge Watching

Unter Binge Watching versteht man das marathonartige Anschauen mehrerer Folgen oder Staffeln einer Serie am Stück. Dieser Trend wird durch Video-on-Demand-Angebote begünstigt und ist vor allem unter Serienfans stark verbreitet.

Breitbandanschluss

Im internationalen Vergleich ist die Breitbandversorgung in Deutschland eher schlecht.
Vergrößern Im internationalen Vergleich ist die Breitbandversorgung in Deutschland eher schlecht.
© Statista

Als Breitbandanschluss wird der Zugang zum Internet mit einer relativ hohen Datenübertragungsrate bezeichnet. Ein Dienst in Deutschland wird als breitbandig bezeichnet, sobald eine Datenübertragungsrate von über 256 kBit/s besteht. Eine schnelle Übertragung großer Datenmengen via Breitband (etwa DSL) ist dabei die Voraussetzung für die Nutzung von TV-Geräten der neuen Generation (Internetfähigkeit) und für den neuen TV-Standard HbbTV.

D

Datenrate [Mbit/s]

Die Datenrate entscheidet maßgeblich über die Bildqualität digitaler Fernsehprogramme und wird in Megabit pro Sekunde angegeben. Datenraten von 5 bis 6 Mbit/s entsprechen dabei einer Bildqualität, wie sie analoge Fernsehprogramme liefern.

Digitales Fernsehen

Fernsehprogramme werden hier auf der Basis von digitalen komprimierten Datenströmen übertragen (siehe auch: DVB). Im Vergleich zum analogen TV kann das digitale Fernsehen auf derselben Frequenz mehrere Programme verbreiten. Daraus folgt eine ungleich größere Programmvielfalt sowie eine bessere Bild- und Tonqualität. Digitales Fernsehen gibt es in Deutschland seit Sommer 1996. Seitdem wurde das analoge Fernsehen via Antenne sukzessiv auf den Digitalstandard umgestellt. Im April 2012 wurde die analoge Verbreitung über Satellit komplett eingestellt.

DSL

Über die Digital Subscriber Line können Haushalte und Firmen Daten mit hoher Übertragungsrate senden und empfangen. DSL nutzt die bereits verlegten zwei bis vier Kupferadern des Telefonnetzes, im Telefonie-Jargon die "Teilnehmeranschlussleitung".

DTB

Download-to-Burn bedeutet die Möglichkeit zur legalen Datenspeicherung auf einem externen Datenträger. Natürlich müssen hierbei entsprechende Nutzungs- und Urheberrechte berücksichtigt werden.

DTO

Download-to-Own steht für eine Technik, die es ermöglicht, einen Film digital zu erwerben und die heruntergeladene Datei auf dem Medium, auf dem sie empfangen wurde, so oft abzuspielen, wie man möchte.

DTR

Download-to-Rent ist die zeitlich eingeschränkte Datenspeicherung eines Inhaltes. Dabei kann ein Film auf ein Medium heruntergeladen werden und nach Start binnen 24 bis 48 Stunden - je nach VoD-Verleiher - angesehen werden.

DRM

Digital Rights Management (DRM) bezeichnet technische Maßnahmen zur digitalen Rechteverwaltung, die für die Einhaltung von Urheberrechten sorgen sollen. Rechteinhaber können über solche Systeme festlegen, wie Nutzer die Audio- und Videodateien verwenden können.

DVB

Digital Video Broadcasting (DVB) ist ein technischer Standard zur digitalen Übertragung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen und von fernsehgebundenen Zusatzdiensten. Der DVB-Standard wurde für die digitale Verbreitung über Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T) konzipiert. Außerdem überträgt er Bild und Ton in einer höheren Qualität, als dies auf analogem Wege möglich ist.

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