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Video: Panne beim Auto-Test tut beim Zuschauen weh

27.05.2015 | 11:25 Uhr |

Das Video zeigt: Wenn man eine Auto-Sicherheitsfunktion testet, sollte man sichergehen, dass das Auto diese Funktion auch besitzt.

Auf Youtube wurde ein Video hochgeladen, das mittlerweile über 2,2 Millionen Mal angesehen wurde. Hintergrund: In der Dominikanischen Republik wollten mehrere Personen die Fußgänger-Erkennungsfunktion des Volvo XC60 demonstrieren. Der Versuch schlug fehl, wie im Video auch zu sehen ist. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt.

Nun hat sich Volvo zu dem Video geäußert. Der Erklärung für den Unfall: Das von den Personen verwendete Fahrzeug verfügte gar nicht über die Fußgänger-Erkennungsfunktion. Diese Funktion, so teilt Volvo über einen Sprecher mit, müsse bei dem Fahrzeug als Option extra erworben werden. Das hatten die Tester offenbar nicht bedacht.

Laut Volvo besitze das Fahrzeug zwar die "City Safety"-Funktion, die Auffahrunfälle bei Stop-and-Go-Fahrten in Innenstädten vermeiden soll, indem das Fahrzeug beim langsamen Fahren automatisch bremst, wenn vor ihm ein Auto stoppt. Diese Funktion sei aber nicht mit der Fußgänger-Erkennungsfunktion zu verwechseln, bei der ein Radar und eine Kamera zum Einsatz kommen, um Fußgänger und Radfahrer frühzeitig zu erkennen und dann das Fahrzeug abbremsen zu lassen. Laut Volvo hätte aber auch in diesem Fall ein Unfall nicht vermieden werden können, weil im Video erkennbar sei, dass der Fahrer des Fahrzeugs stark beschleunigt auf die Fußgänger zufährt. Durch die aktive Beschleunigung wäre die Fußgängererkennung außer Kraft gesetzt worden. So oder so empfiehlt Volvo, derartige Tests niemals mit Menschen durchzuführen.

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