14.04.2010, 11:51

Hans-Christian Dirscherl

Online-Office

Vertrieb, Google Gears, App Engine und Microsofts Reaktion

Bisher wird Google Apps wie bereits erwähnt in erster Linie über die Website vertrieben. Bei Großunternehmen bietet Google Projekt-bezogene Unterstützung in Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung des Kunden an. Wobei IT-Abteilungen und Administratoren wie bereits gesagt vermutlich oft nicht sonderlich begeistert sein dürften über Google Apps, schließlich macht es deren Arbeit bis zu einem gewissen Grad überflüssig.
Neben diesem Online-Vertrieb will Google künftig aber auch den klassischen Vertriebszweig über Partnerunternehmen ausbauen.
Falls Sie sich jetzt übrigens fragen sollten, ob und - falls ja - welche Rolle die Laufzeitumgebung (Google) Gears in Zusammenhang mit Google Apps spielt: Es wird nur benötigt, wenn man offline mit Teilanwendungen von Google Apps arbeiten und seine Inhalte nach dem Aufbau einer Internetverbindung automatisch synchronisieren möchte.
So lange Sie eine Internetverbindung besitzen, ist Google Gears (das mittlerweile nicht mehr das Google im Namen trägt und Open Source ist) überflüssig. Das Javascript-basierte Gears (englisch: Getriebe) sorgt dafür, dass die webbasierten Google-Anwendungen wie zum Beispiel Google Docs im Browser so flott wie eine Desktop-Anwendung funktionieren, auch wenn Sie offline sind - und Google Docs eigentlich den Dienst verweigern müsste. Gears gibt es für Windows XP/Vista, Windows Mobile 5+, MacOS X 10.4+ und Linux. Es eignet sich für die Browser Internet Explorer, Firefox, Safari und Chrome. Wir stellen Ihnen Google Gears hier ausführlich vor.Google entwickelt Gears allerdings nicht mehr weiter sondern setzt stattdessen voll auf die Features von HTML5.
Tipp: Verwechseln Sie Google Apps nicht mit der Google App Engine. Bei Letzterem können Entwickler ihre eigenen Anwendungen bei Google hosten. Google Apps und Google App Engine sind keineswegs die einzigen Angebote, die der Suchmaschinen-Gigant für Unternehmen bereit hält. Auf der Google Enterprise Startseite finden Sie noch weitere Angebote für Profis. Beispielsweise die Google Website-Suche für Unternehmen, die Google Search Appliances und die geografischen Informationssystemen, zu denen Google Earth Pro/Enterprise zählen.
Und wie reagiert Microsoft? Noch verkauft der Software-Gigant üppig Office-Lizenzen, Microsoft Office ist noch in den meisten Unternehmen der Standard. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, entwickeln die Redmonder jedoch intensiv ihre eigenen webbasierten Angebote weiter: Zeitgleich mit Office 2010 wird in diesem Sommer die finale Version von Office Web Apps erscheinen, das direkte Konkurrenzprodukt zu Google Apps.
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