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Versionskonflikte

17.09.2001 | 14:06 Uhr |

Nach diversen Installationen, Browser- Updates und De-Installationen kommen Sie nicht mehr ins Internet. Der Internet Explorer kann keine einzige Seite mehr anzeigen, selbst einfache Ping-Befehle auf der Kommandozeile scheitern. Eine komplette Neuinstallation möchten Sie jedoch vermeiden, da Ihr System tadellos funktioniert.

Anforderung

Einsteiger, Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Gering

Nach diversen Installationen, Browser-Updates und De-Installationen kommen Sie nicht mehr ins Internet. Der Internet Explorer kann keine einzige Seite mehr anzeigen, selbst einfache Ping-Befehle auf der Kommandozeile scheitern. Eine komplette Neuinstallation möchten Sie jedoch vermeiden, da Ihr System ansonsten tadellos funktioniert.

In den neueren Windows-Versionen ist das Datei- und Treibergewirr kaum mehr überschaubar. Wenn Sie hier einen Versionskonflikt beheben wollen, müssen Sie erst die zuständige Komponente ausfindig machen - und dann dürfen Sie sich nicht an die Empfehlungen von Microsoft halten.

In dem oben beschriebenen Fall ist die verantwortliche Komponente eindeutig der TCP/IP-Stack. Dieser setzt sich wiederum aus einer Reihe von Einzeltreibern zusammen. Ihn zu entfernen und neu einzurichten ist recht einfach: In den "Eigenschaften" des Netzwerks suchen Sie den Eintrag "TCP/IP" und löschen ihn über den Button "Entfernen" aus dem System. Möglicherweise taucht das Protokoll zweimal auf - bei der Netzwerkkarte und beim DFÜ-Adapter. In diesem Fall entfernen Sie es an beiden Stellen.

Nach dem notwendigen Neustart installieren Sie das Internet-Protokoll im selben Dialog über "Hinzufügen, Protokoll, Microsoft, TCP/IP". Falls sich die Installationsdateien nicht auf Festplatte befinden, müssen Sie die Windows-Installations- CD einlegen. Windows wird nun bei einigen Dateien feststellen, dass sich neuere Versionen dieser Dateien auf Festplatte befinden. Beantworten Sie jede Nachfrage, ob Sie die neuere Datei beibehalten wollen, konsequent mit "Nein". Dies ist die sicherste Methode, wieder einen homogenen Dateiensatz für die jeweilige Komponente zu erreichen.

Im Allgemeinen mag das von Microsoft empfohlene "Ja", um die jüngere Version zu erhalten, die bessere Alternative sein, da möglicherweise eine Software die neuere Variante voraussetzt. Um ein Versionschaos zu beheben, eignet sich dieser Weg jedoch nicht. Sollte eine Software mit einer älteren Variante nicht mehr laufen oder Probleme machen, können Sie ja diese noch mal einzeln installieren.

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