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Das Postamt auf dem eigenen Schreibtisch

08.01.2009 | 10:01 Uhr |

Wer etwa in der Schlange vor dem Postschalter ansteht, ärgert sich über die verlorene Zeit. Im folgenden Artikel lesen Sie, wie Sie lästiges Warten vor dem Schalter vermeiden und im besten Fall den Dienstleister einfach zu sich kommen lassen können.

Texte, Tabellen und Dokumente kann man bequem und schnell per Mail in alle Welt versenden. Doch nicht alles passt durch die Datenleitung. Die meisten Unternehmen müssen auch "reale" Dinge als Brief, Päckchen oder Paket verschicken. Doch der Weg zur nächsten Post oder Paketannahme ist unter Umständen sehr weit. Muss man häufig Pakete versenden oder Briefmarken kaufen, geht schon allein für den Weg sehr viel Zeit drauf.

Post- und Paketdiensleister bieten Online-Frankierdienste oder Software, mit der schnell die richtige Marke gedruckt ist. Wählt man die passende Hardware, entfällt auch gleich die lästige Fummelei am Drucker. Und wem der Weg zum Postamt zu weit oder zu zeitraubend ist, kann die Pakete zu Hause oder im Büro abholen lassen.

Die Post: Einfach

Postsachen zur örtlichen Postfiliale zu tragen – wenn es denn noch eine gibt – kann zur Geduldprobe werden. Da wäre es viel schneller und Nerven schonender, wenn man Briefe, Päckchen und sogar Pakete schon fertig frankiert nur noch hintragen müsste und sie an der langen Warteschlange vorbei über den Tresen reichen könnte. Zeit ist bekanntlich Geld.

Seit ein paar Jahren bietet die Post die Software Stampit an. Damit wird der Schreibtisch zur eigenen Postfiliale. Auf einem Rechner installiert, ist schnell die richtige Briefmarke, samt Adresse, ausgedruckt. Vorbei sind die Zeiten, in denen man am besten von jeder gängigen Briefmarke ein paar vorrätig haben musste. Lediglich eine so genannte Portokasse wird benötigt. Mit wenigen Klicks wird sie angelegt und bei Bedarf aufgefüllt. Der Betrag wird vom Konto abgebucht. Die fertig frankierten Postsachen kann man entweder zum nächsten Briefkasten tragen oder bei der Postfiliale abgeben.

Die kleine Stampit-Home-Version gibt es für die einmalige Lizenzgebühr von 9,50 Euro. Darin enthalten ist eine Schnittstelle zu Word und die Möglichkeit, eine elektronische Briefwaage anzuschließen. Außerdem können pro Woche Briefmarken im Wert von 50 Euro gedruckt werfen. Wer mehr versenden möchte, muss zur Business-Version greifen. Damit können die Etiketten mit einem Werbeaufdruck versehen und Einlieferungslisten gedruckt werden. Außerdem gibt es Schnittstellen zu verschiedener Branchensoftware.

Versenden kann man alle gängigen Briefsendungen – national und international. Päckchen können international und Pakete EU-weit verschickt werden. Übrigens: Wer Stampit nutzt, zahlt für jedes DHL Inlands- und EU-Paket einen Euro weniger Porto.

Passende Hardware

Möchte man nur hin und wieder ein paar Briefe versenden reicht es, die Etiketten mit einem normalen Laserdrucker zu drucken. Wer jedoch viele Sendungen fertig machen muss, sollte sich einen Label-Drucker zulegen. Geräte von Dymo oder Brother gibt es bereits ab 70 Euro. Nerviges Wechseln der Papierformate entfällt. Übrigens: Vertut man sich beim Drucken von Briefmarken einmal, ist das kein Problem. Mit einem Freiumschlag kann man falsch ausgedruckte Briefmarken in ein Service-Zentrum schicken. Der entsprechende Betrag wird dann der Portokasse gut geschrieben.

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