Alle Ihre Maßnahmen, die IP-Adresse Ihres PCs zu verschleiern, nutzen wenig, wenn Sie an anderer Stelle Ihre Identität großzügig preisgeben. Denn die IP-Adresse ist nur eine Möglichkeit, das Internetverhalten zu erforschen. Noch besser verfolgen können Betreiber von Internetseiten ihre Besucher, wenn sich diese explizit ausweisen müssen, etwa durch eine individuelle Anmeldung.
So verlockend es auch sein mag, einen Dienst wie beispielsweise iGoogle, also die individuelle Google-Startseite, zu verwenden, so verräterisch ist es. Denn auf diesem Weg erkennt Google Sie bei jedem Besuch irgendeiner Google-Seite wieder. Dann lassen sich umfangreiche Datensammlungen und Nutzungsprofile erstellen, die vor allem der Industrie helfen, ihre Produkte noch besser zu bewerben und zu vermarkten.
Undichte Stellen sind auch manche Erweiterungen für den Internet-Browser. Suchmaschinen wie Google oder Ask.com installieren hier Werkzeugleisten, die auch Toolbars genannt werden. Sie senden Nutzerdaten an den Hersteller. Diese Informationen lassen sich zwar meist nicht mit einer bestimmten Person in Verbindung bringen, hinnehmen muss der Computernutzer das dennoch nicht. Falls in Ihrem Internet-Browser bereits Werkzeugleisten installiert sind, können Sie diese über die Systemsteuerung oder den Browser entfernen.
Unerwünschte Datensammlungen können auch von den so genannten Cookies ausgehen. Zwar ist es durchaus praktisch, wenn Amazon & Co. auf Basis der Nutzerkennung dem Kunden direkt Produkte vorschlagen, die ihn interessieren könnten. Doch diese Annehmlichkeit könnte das Unternehmen auch entgegen den Interessen des Kunden nutzen. Wer anonym bleiben will, muss dem Internet-Browser das Speichern von Cookies verbieten.
Beim Internet Explorer 8 gehen Sie dazu auf „Extras, Internetoptionen“ und wählen dort die Registerkarte „Datenschutz.“ Klicken Sie auf „Erweitert“, und setzen Sie das Häkchen bei „Automatische Cookiebehandlung aufheben“. Wählen Sie dann für beide Cookie-Gruppen „Blocken“, und bestätigen Sie zweimal mit „OK“.
Beachten Sie aber, dass einzelne Internetseiten das Akzeptieren von Cookies voraussetzen. In diesem Fall sollten Sie den Wert „Bestätigen“ bei den „Cookies von Erstanbietern“ wählen. Dann werden Sie jeweils gefragt, ob Sie ein Cookie zulassen wollen.
Beim Firefox finden Sie die nötigen Optionen unter „Extras, Einstellungen fi Datenschutz“. Klicken Sie hier auf „Firefox wird eine Chronik nach benutzerdefinierten Regeln anlegen“, und nehmen Sie die gewünschten Einstellungen bei „Cookies akzeptieren“ vor. Hier ist es ebenfalls sinnvoll, Cookies ganz zu unterbinden oder den Internet-Browser jedes Mal nachfragen zu lassen, falls Sie auf die Cookies bestimmter Internetseiten angewiesen sind. Alternativ können Sie Cookies zulassen, aber festlegen, dass diese beim Schließen des Browsers stets wieder gelöscht werden.
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13.01.11
Der Link auf Seite 8 führt nicht zu einer Webseite, wo man seine Flash-Cookies loswerden kann, sondern zu einer Seite, die einen jungsteinzeitlichen CD-Brenner von HP beschreibt.
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