Vernetztes Heim

Samsung im Heimnetzwerk

Freitag, 27.09.2013 | 11:09 von Peter-Uwe Lechner
Wir schreiben das Jahr 2013 ... Was man vor Jahren noch als Zukunftsvision von Spinnern abgetan hätte, ist längst Realität: das vernetzte Haus und das Zusammenspiel ganz verschiedener Elektrogeräte.
Vergrößern Wir schreiben das Jahr 2013 ... Was man vor Jahren noch als Zukunftsvision von Spinnern abgetan hätte, ist längst Realität: das vernetzte Haus und das Zusammenspiel ganz verschiedener Elektrogeräte.
© istockphoto.com/zhev
Im modernen Haushalt sollte alles miteinander vernetzt sein. Wie das aussehen kann, zeigt der Hersteller Samsung, der nahezu die komplette Bandbreite an Produkten abdeckt: Computer, Notebooks, Drucker, Tablets, Smartphones, Fernseher, Medienplayer, Waschmaschinen, Trockner, Staubsauger, Kühlschränke und noch vieles mehr.
Das Zusammenspiel von PC-Komponenten im Netzwerk ist bekannt. Eine immer größere Rolle fällt dem Fernseher zu: Er gibt etwa Fotos, Filme und MP3s vom Tablet, Smartphone oder aus dem Internet wieder. Noch relativ neu im Heimnetzwerk ist die „weiße Ware“, also Waschmaschinen, Trockner und Kühlschränke. Auch sie lassen sich zunehmend per Smartphone und Tablet steuern.

Der Samsung-Link-Client für den Windows-PC kann kostenlos
geladen werden. Die Installation ist schnell erledigt.
Vergrößern Der Samsung-Link-Client für den Windows-PC kann kostenlos geladen werden. Die Installation ist schnell erledigt.

PC, Smartphone und Tablet als Dreigestirn
Die Kies-Software von Samsung enthält auch die zur Verbindung von Smartphone und Tablet erforderlichen Gerätetreiber. Wird dann das Galaxy per USB-Kabel mit dem PC verbunden, lassen sich Fotos, Videos und MP3-Dateien austauschen. Mit Samsung Link (früher Allshare Play) bietet Samsung einen Datenaustauschdienst für die Cloud und das lokale Netzwerk. Auf den meisten Galaxy-Geräten ist die App Allshare Play (Samsung Link nach einem App-Update) installiert. Für die Installation auf dem PC besuchen Sie die Webseite link.samsung.com . Melden Sie sich auf dem Galaxy und dem PC mit Ihren Samsung-Kontodaten an. Nach der Einrichtung finden Sie die Inhalte der Standardordner „Eigene Bilder“, „Eigene Musik“, „Eigene Videos“ und „Eigene Dokumente“ in der Mediensammlung. Später können Sie bis zu zehn weitere Verzeichnisse hinzufügen. Per „Registrieren eines PCs“ integrieren Sie Ihren Computer ins Netzwerk. Per Klick auf „Registrierte Speicher“ können Sie Dropbox und Skydrive nutzen.


Im Anschluss an die Installation fügen Sie den PC nach
Aufforderung als neues Gerät dem Samsung-Link-Netzwerk
hinzu.
Vergrößern Im Anschluss an die Installation fügen Sie den PC nach Aufforderung als neues Gerät dem Samsung-Link-Netzwerk hinzu.

Wenn Sie die App zum ersten Mal starten, müssen Sie sich mit Ihren Samsung-Kontodaten anmelden. Sollten Sie noch nicht über ein Samsung-Konto verfügen, können Sie sich direkt registrieren. Danach verwenden Sie Samsung Link, um Dateien im WLAN auszutauschen. Am PC öffnen Sie die Seite und klicken in der Navigationsleiste auf das registrierte Galaxy-Smartphone oder -Tablet. Im rechten Fensterbereich wechseln Sie über die entsprechenden Reiter zu den Bereichen „Fotos“, „Musik“, „Video“ und „Dateien“.

Mit einem WLAN-Dongle kann das Smart-TV auch ins
Funknetzwerk eingebunden werden.
Vergrößern Mit einem WLAN-Dongle kann das Smart-TV auch ins Funknetzwerk eingebunden werden.
© Samsung

Moderner Smart-TV statt langweiligem Fernseher
Moderne TV-Geräte bringen eine Fülle von Internetangeboten mit. Die auch als Smart-TVs bezeichneten Geräte stellen eine Kombination von Fernseher, Videorekorder, Multimediaplayer und Internet-Terminal dar. Um von den Zusatzfunktionen zu profitieren, müssen Sie den Fernseher in Ihr Netzwerk einbinden. Samsung stattet einige aktuelle Smart-Modelle bereits mit einem WLAN-Modul aus. Sonst können Sie ein WLAN-Dongle für TVs nachrüsten, etwa das Samsung WIS12ABGNX/XEC für rund 40 Euro.

Die Einrichtung der Samsung Smart-TVs ist dank des Assistenten schnell erledigt. Bei den Inhalten kommt wieder Samsung-Link ins Spiel. Über die Streaming-Funktion lassen sich Videos von externen Speichermedien oder PCs auf dem Handy-Display wiedergeben oder an Samsung-Fernsehgeräte übertragen, die dem DLNA-Standard folgen. Um den Fernseher im Samsung-Link-Netzwerk einzubinden, wird er mit der Samsung-ID registriert, mit der auch Smartphone, Tablet und PC angemeldet sind.


In der App Samsung Link sehen Sie alle in Ihrem Netzwerk
registrierten Geräte.
Vergrößern In der App Samsung Link sehen Sie alle in Ihrem Netzwerk registrierten Geräte.

Video und Musik vom Handy auf dem Fernseher abspielen
Möchten Sie ein auf dem Smartphone oder Tablet gespeichertes Video auf dem Samsung Smart-TV wiedergeben, gehen Sie auf dem Smartphone zu „Einstellungen ➞ Drahtlos und Netzwerke ➞ Weitere Einstellungen“ und tippen auf „Geräte in näherer Umgebung“ und auf der nächsten Bildschirmseite auf „Liste der zugelassenen Geräte“. Die Umgebung wird gescannt, und der Samsung Smart-TV lässt sich als Abspielgerät hinzufügen.

Legen Sie fest, welche Geräte auf das Galaxy S3 zugreifen
dürfen und welche Player Sie einrichten möchten.
Vergrößern Legen Sie fest, welche Geräte auf das Galaxy S3 zugreifen dürfen und welche Player Sie einrichten möchten.

Öffnen Sie auf dem Smartphone den Videoplayer, und tippen Sie das entsprechende Video. Es wird auf dem Smartphone angezeigt. Tippen Sie auf das Symbol rechts oben, um alle Player Ihres Netzwerks anzuzeigen. Die erstmalige Verbindung müssen Sie am Fernseher mit „Zulassen“ bestätigen. Soll der Smart-TV die Steuerung bei der Medienwiedergabe übernehmen, so ist das auch möglich: Haben sich Galaxy-Smartphone oder -Tablet bereits einmal mit dem Samsung-Fernseher verbunden, taucht er in den Netzwerk-Einstellungen unter „Allshare-Einstellungen ➞ Inhaltsfreigabe“ auf. Über die „Source-Taste“ auf der Fernbedienung wählen Sie dann etwa das Galaxy S3 als Quelle aus und greifen auf Fotos, Videos und Musik zu.

Ein für die Bildschirmspiegelung geeigneter
Samsung-Fernseher wird erkannt, auf Fingertipp startet die
Verbindung.
Vergrößern Ein für die Bildschirmspiegelung geeigneter Samsung-Fernseher wird erkannt, auf Fingertipp startet die Verbindung.

Bildschirmspiegelung vom Galaxy auf Smart-TVs
Auf einigen Smart-TVs von Samsung ist eine Bildschirmspiegelung (Screen-Mirroring) vom Galaxy-Tablet oder -Smartphone möglich. Gehen Sie dazu zum Bildschirmmenü des TV und dann zu „Netzwerk ➞ Allshare-Einstellungen, ➞ Bildschirmspiegelung“. Alternativ drücken Sie die Taste „Source“ und wählen bei den Quellen die Option „Bildschirmspiegelung“ aus. Ist die Option aktiviert, lässt sich der Bildschirminhalt mobiler Geräte drahtlos auf dem Fernseher anzeigen. Dazu ziehen Sie auf dem Galaxy S3, Galaxy S4, Note 2 und Note 10 die Benachrichtigungsleiste nach unten und tippen auf „Allshare Cast“.

Falls der Samsung-Fernseher die Bildschirmspiegelung nicht
unterstützt, kann ein Dongle für den HDMI-Port helfen.
Vergrößern Falls der Samsung-Fernseher die Bildschirmspiegelung nicht unterstützt, kann ein Dongle für den HDMI-Port helfen.
© Samsung

Die Suche nach unterstützten Fernsehern in der Umgebung startet automatisch. Bringt der Fernseher die Screen-Mirroring-Funktion nicht mit, kann sie mit dem Samsung Allshare Cast WLAN-Hub EAD-T10EDEGSTD (ca. 60 Euro) nachgerüstet werden. Der Hub wird per HDMI-Kabel angeschlossen, die Daten werden per WLAN an den Hub übertragen.

Das Galaxy-Smartphone wird mit der passenden App zur
Fernbedienung für den Smart-TV.
Vergrößern Das Galaxy-Smartphone wird mit der passenden App zur Fernbedienung für den Smart-TV.

Das Galaxy-Smartphone als Fernbedienung für Smart-TVs
Nahezu alle Smart-TVs von Samsung lassen sich mittels Smartphones und Tablets steuern. Die dazu benötigten Apps laden Sie kostenlos aus dem Google Play Store. Von Samsung kommen Samsung Remote und Samsung Remote-Tab sowie Samsung Smart-View und Samsung SmartView-Tab. In die andere Richtung lässt sich das auf dem Smart-TV empfangene Fernsehsignal auf das Galaxy-Smartphone und -Tablet übertragen.

In der App stellt man die Art der Wäsche ein, anstatt das
am Touch-Display der Maschine zu erledigen.
Vergrößern In der App stellt man die Art der Wäsche ein, anstatt das am Touch-Display der Maschine zu erledigen.

Samsung-Waschmaschine und -Trockner steuern
Von Samsung sind auch Waschmaschinen und Wäschetrockner mit Smartphone-Anbindung zu haben. Vollständig unterstützt werden die Waschmaschine WF457 AR und der Trockner DV457GV. Beide Geräte besitzen ein 8-Zoll großes Touchdisplay und einen WLAN-Empfänger. Amazon USA verkauft das Set für rund 2800 US-Dollar. In Deutschland sind die Geräte (noch) nicht zu bekommen. Waschmaschine und Trockner lassen sich mit der Smart-Washer-App aus dem Google Play Store über das Smartphone fernsteuern. Sie können etwa die Art der Wäsche auswählen, Dauer, Temperatur und Drehzahl voreinstellen und den Waschvorgang starten beziehungsweise pausieren. Beim Trockner sind die Funktionen ähnlich. Waschmaschine und Trockner schicken auf Wunsch übrigens eine Benachrichtigung auf das Smartphone, wenn ihre Arbeit zu Ende ist.

Ebenso lassen sich die Temperatur, die Anzahl der
Spülvorgänge und die Drehzahl der Trommel einstellen.
Vergrößern Ebenso lassen sich die Temperatur, die Anzahl der Spülvorgänge und die Drehzahl der Trommel einstellen.

Zusätzlich besitzt die App eine Smart-Check-Funktion, mit der sich Probleme per Eigendiagnose lokalisieren und geeignete Maßnahmen treffen lassen. Sobald während des Betriebs ein Problem auftritt, wird ein Code auf dem LED-Display des Geräts eingeblendet. Der Anwender scannt diesen mit dem Smartphone und erhält eine Fehlerdiagnose sowie leicht nachvollziehbare Lösungsvorschläge. Einige in Deutschland verkaufte Waschmaschinen, darunter die WF80F5E (rund 520 Euro) und die WF70F5E (rund 420 Euro) werden von der App unterstützt. Weiterhin bieten die Waschmaschinen-Modelle WD175AR, WD165AR und WF60F4E die Smart-Check-Funktion. Als Trockner nennt Samsung die Modelle DV457GV, DV457EV, DV455GV und DV455EV.


Kühlschrank mit eingebautem Galaxy-Tablet
Bereits auf der alljährlich im Januar in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) hat Samsung vor zwei Jahren mit dem RF4289 einen Kühlschrank mit integrierten WLAN-Modul und einem 8-Zoll-Touchscreen vorgestellt. Das Gerät aus der Connected-Kitchen-Reihe bietet etwa Zugriff auf das Web, auf Twitter, Facebook und den Google-Kalender. Nutzer können sich außerdem das aktuelle Wetter oder die neuesten Schlagzeilen auf dem in der Kühlschranktür fest integrierten Bildschirm anzeigen lassen. Per Notizfunktion kann man Nachrichten für Familienmitglieder hinterlassen. Bei Amazon ist der Kühlschrank für rund 2600 US-Dollar (unverbindliche Preisempfehlung 3499 US-Dollar) zu haben. Nach Deutschland hat es der RF4289 noch nicht geschafft.

Einen Schritt weiter geht der auf der CES 2013 von Samsung präsentierte viertürige Riesenkühlschrank T9000 mit 772 Litern Fassungsvermögen. In die linke Tür ist ein 10.1-Zoll-Display eingelassen – quasi als Tablet im Kühlschrank. Im Gegensatz zur ersten internetfähigen Kühlschrankgeneration mit WLAN kann der T9000 wesentlich mehr und zeigt sich insgesamt intelligenter. Soll beispielsweise ein Fisch oder ein Stück Fleisch zubereitet werden, liefert der Kühlschrank passende Rezeptvorschläge und schickt per Evernote-Anbindung sogar eine Einkaufsliste auf das Smartphone. Wurden Lebensmittel mit einem Haltbarkeitsdatum eingelagert, wird man rechtzeitig informiert, bevor sie verderben. Der stattliche Viertürer hat aber noch weitere Extras zu bieten: So kann man einzelne Zonen in Gefrier- oder Kühlungszonen umdefinieren und beispielsweise die beiden unteren Bereiche als Gefrierzonen nutzen. Die rechte kann etwa auf reines Kühlen reduziert werden. Ob, wo, wann und zu welchem Preis der Samsung T9000 zu kaufen sein wird, steht noch nicht fest.

Freitag, 27.09.2013 | 11:09 von Peter-Uwe Lechner
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