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Business- gegen Endconsumer-Laptop

22.11.2010 | 13:51 Uhr |

Was spricht eigentlich für den Kauf eines teuren Business-Notebooks? Wir sind dieser Frage aus der Sicht eines Verkäufers nachgegangen.

Weg vom Preis und hin zu den Vorteilen eines Produktes ist eine alte Verkäuferweisheit. Für Business-Notebooks sind dies zum Beispiel Verarbeitung, Stabilität und Erweiterbarkeit. Gerade beim Verkauf von Business-Notebooks außerhalb eines Projektauftrags muss häufig Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Manchmal reicht es schon, einem Kunden je ein Consumer- und ein Business-Modell des gleichen Herstellers zum Vergleich vorzuführen, um bereits in der Verarbeitung einen sichtbaren Unterschied aufzuzeigen. Reicht das noch nicht, gibt es viele weitere Argumente im Inneren des Notebooks, die den Kunden überzeugen können. Die von Ingram Micro -Mobility-Manager Renke Krüger hier vorgeschlagenen Beispiele können bei solchen Gesprächen helfen.

Bereits bei der haptischen Präsentation kann der Fachhandel ziemlich schnell den Unterschied zwischen einem Consumer- und einem Business-Notebook herausstellen. Am einfachsten lässt sich dieses Erlebnis darstellen, wenn der Händler zwei entsprechende Notebook-Modelle nebeneinanderstellt. Billig-Notebooks mit Plastikgehäuse sind anfälliger für Kratzer. Robuster, kratzfester und als Nebeneffekt auch besser in der Wärmeableitung sind dagegen Modelle aus Aluminium oder Magnesium. Besonderes Augenmerk legen viele Hersteller auch auf die Gesamtstabilität des Rahmens. Oft lohnt sich zudem ein Blick auf die Scharniere und die Demonstration der Flexibilität des Displaydeckels, um den Kunden von der hochwertigen Verarbeitung zu überzeugen. Verfügt das Notebook über eine spritzwassergeschützte Tastatur, ist auch dieses "unsichtbare" Feature ein Verkaufsargument.

In der Regel bringen Business-Notebooks im Vergleich zu Consumer-Notebooks mit gleichen Ausmaßen weniger Gewicht auf die Waage. Jedoch kann es auch sein, dass ein optisches Laufwerk, vor allem bei besonders flachen Modellen, nur als externe USB-Lösung zur Verfügung steht. Die Hersteller legen in der Produktklasse der Business-Notebooks, im Interesse vieler Geschäftsanwender, Wert auf die Mobilität dieser Kunden.

Viele Business-Notebooks sind mit Low-Voltage-CPUs ausgestattet und arbeiten damit von Prozessorseite aus Strom sparend. Gleichzeitig ist das Zusammenspiel zwischen Prozessor und Grafikchip auf möglichst wenig Stromverbrauch ausgerichtet, worauf in Consumer-Notebooks weniger Wert gelegt wird.

Ein daraus resultierender Nebeneffekt ist eine geringere Wärmeentwicklung und damit weniger Lüftertätigkeit. Business-Notebooks sind außerdem überwiegend mit Displays ausgestattet, die mit LED-Hintergrundbeleuchtung arbeiten, was in der Regel eine höhere Helligkeit und zusätzliche Stromersparnis bringt. Einige Modelle passen ihre Bildschirmhelligkeit auf Wunsch auch automatisch an das Umgebungslicht an.

Nach wie vor legen viele Business-Kunden Wert auf ein mattes Display, was für die Hersteller im Einkauf einen höheren Preis bedeutet. Die Argumente für ein Non-Glare-Display lassen sich am besten in der Gegenüberstellung mit einem Glare-Type-Display vorführen. In einem solchen Praxisvergleich bedarf es eigentlich keiner Worte mehr. Die Entscheidung kann dann nur noch vom Wunsch nach satten Farben und hohem Kontrast beeinflusst werden.

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