20.07.2011, 10:05

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Datenspeicherung

Vergleich: NAS gegen Cloud - was ist besser?

Soll man die Daten auf einem Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS) speichern oder in die Cloud verschieben? Wir zeigen die Vor- und Nachteile.
Neben einer zentralen Speicherung von Daten auf einem Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS) wird die komplette Auslagerung in die Cloud immer beliebter. Jörg Andreas (Sales Engineer Central Europe bei Buffalo Technology) wägt Vor- und Nachteile beider Methoden ab.
Laut des aktuellen Reports zum "Worldwide Consumer Network Storage Market" des Marktforschungsunternehmens In-Stat wird sich der Markt für NAS-Systeme in den kommenden Jahren stetig vergrößern. Die Analysten sagen im Zeitraum von 2010 bis 2015 eine jährliche Wachstumsrate von 36,4 Prozent voraus. Dabei wird der Anteil von NAS mit einer Kapazität von 2 TB von heute 32,1 Prozent auf 74,9 Prozent im Jahr 2015 deutlich zunehmen, der Anteil von NAS mit kleinerem Speicher wird sich bei zirka 24 Prozent einpendeln. Der größte Markt bleibt in den kommenden fünf Jahren Europa, gefolgt von Nord-Amerika und Asien.
Der Grund für den steigenden Bedarf an NAS-Systemen ist die zunehmende Nutzung von kompakten und tragbaren Endgeräten, wie Smartphones, Tablet-PCs, Netbooks oder Notebooks. Somit müssen die Daten an einem zentralen Ort gespeichert werden, um von überall darauf zugreifen zu können. Zudem spielt die Sicherheit der hinterlegten Daten eine große Rolle, weswegen der Bedarf an Speicherlösungen mit RAID-Verbund ebenfalls zunimmt.
Seit ungefähr zehn Jahren besteht eine weitere Möglichkeit, große Datenmengen zu speichern - in der sogenannten Cloud. Doch diese umfasst weit mehr als nur die bloße Bereitstellung von Speicher. Beliebte Public-Cloud-Anwendungen sind laut einer aktuellen Untersuchung des international tätigen Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) momentan E-Mail- und Kalenderfunktionalitäten, aber auch Storage-, Backoffice- oder Content-Management spielen eine große Rolle.
Alexandra Polzin und Falk Menzel
Die Hardware befindet sich dabei nicht mehr im Unternehmen selbst oder wird von diesem betrieben, sondern ist ausgelagert. Der Zugriff auf die Angebote erfolgt in der Regel über das Internet. Die Services können dabei flexibel an Bedarf eines Unternehmens angepasst werden.
In Spitzenzeiten werden einfach Kapazitäten dazu gebucht, sobald diese nicht mehr benötigt werden, werden sie wieder abbestellt. Im Sprachgebrauch hat sich für diese Art Wolke der Begriff "Public Cloud" durchgesetzt. Hier ist jedoch der Speicherort der Daten nicht mehr vollständig nachvollziehbar, da die Grundlage der Cloud Virtualisierungstechniken sind. Das wird aber gerade bei sensiblen Daten problematisch, da die Unternehmen verpflichtet sind, diese besonders gut zu schützen. Hier stößt die Public Cloud doch an ihre Grenzen, da vorab geklärt werden muss, welche Daten wo gespeichert werden dürfen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen.
Daneben besteht nach wie vor das Risiko eines Hardware-Ausfalls. Und sollte der GAU eintreten, sind die Folgen gravierend: Webseiten, Angebote im Netz oder hinterlegte Daten verschwinden und sind meist nur mit großer Mühe wiederherstellbar. Ferner begibt sich der Cloud-Nutzer vollständig in die Hand des Cloud-Anbieters und muss darauf vertrauen können, dass alles dafür getan wird, um die Daten sicher zu lagern. Beziehen die Unternehmen dann nur noch Leistungen aus der Cloud, machen sie sich komplett abhängig. Die Anbieter können sich dann bei der Preisgestaltung ihrer Angebote folglich einige Freiheiten erlauben. Soviel Potenzial die Public Cloud auch besitzt, so sollte jedes Unternehmen darauf achten, seine Daten ausfallsicher - sprich: redundant - zu lagern. Das kann mit Hilfe einer NAS, eines Servers oder eben auch der Private Cloud geschehen.
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