Im kommerziellen Einsatz müssen die möglichen Downtime-Kosten den Kosten für hochverfügbare IT-Systeme gegenüber gestellt werden. Hocherfügbarkeit war in der Vergangenheit nur durch teuere Spezialsysteme, wie zum Beispiel Tandem Himalaya, oder durch proprietäre Lösungen realisierbar. Diese erforderten Investitionen im Millionenbereich und waren im Unterhalt entsprechend teuer. Ihr Einsatz blieb denn auch speziellen Aufgaben vorbehalten und war für kommerzielle Anforderungen meist nicht wirtschaftlich.
Seit Ende der 90er-Jahre sind aber auch verstärkt preiswertere Lösungen verfügbar. Sie verwenden verschiedene Technologien, bieten dementsprechend Verfügbarkeit auf unterschiedlichem Niveau und differieren natürlich auch hinsichtlicher der Kosten.
Standby-Systeme: Redunante Systeme übernehmen bei Ausfällen wechselseitig die Prozesse. Durch Umschalten und Übergabe der Prozesse sind Ausfallzeiten unvermeindlich, die Konsistenz von Daten und Transaktionen muss seperat sichergestellt werden. Erreichbare Verfügbarkeit: 99,5 bis 99,9 Prozent. Das enspricht einer ungeplanten Downtime von bis zu 8,7 Stunden pro Jahr.
Cluster-Systeme: Wichtige Komponenten der Systeme sind redunant ausgelegt. Bei Störungen sorgen spezielle Algorithmen Software-gesteuert für ein Umschalten, dadurch kommt es zu kurzen Ausfallzeiten beziehungsweise zum Verlust offener Transaktionen. Erreichbare Verfügbarkeit: 99,95 bis 99,99 Prozent. Das entspricht bis zu vier Stunden ungeplanter Downtime pro Jahr.
Fehlertolerante Systeme: Sämtliche Komponenten sind redunant ausgelegt. Alle Prozesse laufen parallel, im Störungsfall geht keine Zeit durch den Wechsel auf funktionierende Komponenten verloren. Erreichbare Verfügbarkeit: 99,999 bis 99,9999 Prozent beziehungsweise maximal 5 Minuten ungeplante Downtime im Jahr.
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