Verdienst

Honorare für Freiberufler gehen zurück

Montag den 18.05.2009 um 10:01 Uhr

von Alexandra Mesmer

Freiberufler rechnen mit weniger Geld
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Selbstständige IT-Profis bleiben von der Krise nicht verschont. Sie rechnen mit stagnierenden oder sogar sinkenden Honoraren
Der IT-Projektmarkt verlangt von Freiberufler n gute Nerven, denn die Lage ist unsicher. Freelancer müssen sich öfter als früher für ein neues Projekt bewerben und längere Wartezeiten zwischen zwei Projekten in Kauf nehmen. Zudem werden die Projektlaufzeiten immer kürzer. Die Honorare stagnieren wohl auch, zumindest rechnen die meisten Freiberufler damit (42 Prozent) oder befürchten sogar Einbußen (38 Prozent). Das ist das Ergebgnis einer Umfrage des Projektportals Gulp , an der 300 IT-Freiberufler und 36 Projektanbieter im März 2009 teilgenommen haben.

Nur noch jeder fünfte Freiberufler erwartet steigende Stundensätze. Mehr als die Hälfte der Projektanbieter geht davon aus, dass die Stundensätze schrumpfen. Im Jahr 2008 waren dagegen noch 58 Prozent der Projektvermittler davon ausgegangen, dass die Honorare immer weiter steigen. Die Mehrheit der Projektvermittler ist sogar der Ansicht, dass die selbständigen IT-Experten zu hohe Honorarforderungen stellen. Das sieht mehr als jeder zweite Freiberufler natürlich anders: Die Meisten sind der Meinung, dass ihre Preisvorstellungen genau richtig sind.

Gegensätzlich äußern sich Freiberufler und Projektanbieter auch zum Thema Marge . Gut zwei Drittel der IT-Experten ärgert sich darüber, dass sie die Höhe des Stundensatzes überhaupt nicht erfahren, die der Vermittler dem Endkunden tatsächlich in Rechnung stellt. Somit bleibt man auch über die Höhe der Margen für die Vermittlungsagentur im Unklaren. 58 Prozent der befragten Projektanbieter erklärten allerdings, dass sie die Margen offen legen würden, wenn der Freiberufler danach frage.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Computerwoche.de .

Montag den 18.05.2009 um 10:01 Uhr

von Alexandra Mesmer

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