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Verbindungstest: So finden Sie den schnellsten Download

Die Suche nach einem Programm im Internet liefert oft eine ganze Reihe von möglichen Download-Adressen. Um Zeit zu sparen, möchte Sie für die Datenübertragung den schnellsten Server wählen. Wie finde Sie die beste Verbindung heraus? Die PC-WELT zeigt es Ihnen.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Die Suche nach einem Programm im Internet liefert oft eine ganze Reihe von möglichen Download-Adressen. Um Zeit zu sparen, möchte Sie für die Datenübertragung den schnellsten Server wählen. Wie finde Sie die beste Verbindung heraus?

Lösung:

Alle Windows-Versionen enthalten zwei Kommandozeilen-Werkzeuge, die die Antwortzeiten von Servern im Netz messen können. Der Kommandozeilen-Befehl "Ping", etwa

ping www.pcwelt.de

sendet vier Datenpakete zu einem angegebenen Server, dieser sendet sofort nach Erhalt der Datenpakete eine Antwort.

Ping sendet hier Pakete zum Webserver der PC-WELT, listet die Laufzeiten dieser Pakete auf und berechnet den Mittelwert der Antwortzeiten. Diese Information gibt zwar nur einen Anhaltspunkt dafür, welche Bandbreite die Verbindung bietet, lässt aber Rückschlüsse auf die Übertragungsgeschwindigkeit zu, die Sie bei einem Download erwarten können. So müssen Sie etwa bei Downloads von Servern mit einer Antwortzeit von mehr als 250 ms in jedem Fall mehr Geduld aufbringen als bei einem Wert von 50 ms.

Ein weiteres Werkzeug liefert detaillierte Informationen über den Weg, den die Datenpakete nehmen. "Tracert" - kurz für Trace Route - listet die Stationen (Hops) auf, die zwischen Ihrem PC und dem Zielrechner liegen.

Geben Sie in einem DOS-Fenster dieses Kommando ein: tracert <Servername> Dieser Befehl gibt nacheinander alle Rechner (Hops) an, die Ihre Datenpakete passieren müssen. Jeder Zwischenschritt wird mit der jeweiligen Antwortzeit angegeben. Die Route der Datenpakete gibt Aufschluss darüber, wie gut der Server von Ihrem Standpunkt aus angebunden ist - je weniger Hops, desto besser.

Sollten Sie die Wahl zwischen mehreren Server-Standorten haben, dann wählen Sie den geografisch nächsten.

Der Einsatz dieser Windows-Bordmittel ist zwar aufschlussreich, aber in der Regel zu umständlich. Bei kleinen Downloads verbringen Sie wahrscheinlich mehr Zeit mit Messungen, als Sie dann durch den schnelleren Download sparen können.

Komfortabler erledigt dies die englischsprachige Freeware Dipstick 2.52 für alle Windows-Versionen. Anders als beim Ping-Befehl im DOS-Fenster können Sie die Internet-Adresse mit der Maus aus dem Browser auf das Eingabefenster von Dipstick ziehen. Auf diese Weise lassen sich mehrere Ziele gleichzeitig anpingen. Anhand einer Übersicht wählen Sie dann den schnellsten Server aus.

Download von Dipstick 2.52

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