Ubuntu 11.10 Server

Verbesserte Cloud-Unterstützung

Donnerstag den 22.12.2011 um 10:00 Uhr

von Thomas Joos

Verbesserte Installation von Anwendungen mit dem Software
Center 5.0.
Vergrößern Verbesserte Installation von Anwendungen mit dem Software Center 5.0.
Eine bessere Cloud-Unterstützung wird sowohl auf dem Client als auch dem Server geboten. Hierauf hat Canonical mit der neuen Distribution großen Wert gelegt. Damit wird eine der Schwächen der bisherigen Ubuntu-Distributionen angegangen, bei denen Clouds etwas zu kurz kamen aufgrund der Fokussierung von Ubuntu auf den Desktop-Markt. Um die Lücke zu schließen, die sich durch die fehlenden, entsprechenden Marktanteile ergeben hat, werden den Administratoren Orchestrierungs-Tools angeboten, mit denen sich hinsichtlich des Cloud-Computings mehr Möglichkeiten bieten und die Funktionen leichter zu bedienen sind. Außerdem knüpft Ubuntu nun an bereits vorhandene Lösungen im Cloud-Bereich an, worauf später noch einzugehen sein wird.

Zu nennen ist die unter dem Codenamen Ensemble entwickelte Funktion Juju. Hiermit lassen sich in den Unternehmen Cloud-Dienste und Dienste für die Datensicherung leichter einbinden. Das afrikanische Wort Juju bedeutet „magisch“, die entsprechende Technologie in Ubuntu rückt die Cloud-Dienste in den Vordergrund, während das Betriebssystem des Servers eher im Hintergrund agiert. Die unterschiedlichen Serverdienste können von den Administratoren nun auch in einer Cloud-Umgebung den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Dieses soll unabhängig vom Anbieter geschehen und besser gelöst werden als mit anderen Tools, die ebenfalls für diese Aufgabe zur Verfügung stehen.


Ebenfalls vorhanden in der neuen Distribution von Ubuntu ist Orchestra. Diese Tool-Sammlung kommt vor allem bei der Verwaltung und Überwachung der Dienste in Rechenzentren zum Einsatz. Besonders zu nennen ist hierbei Cobbler, mit dem sich Linux-Server auch per Netzwerk installieren lassen und das zudem auch auf PXE-Basis.

Ein Cloud-Client der Plattform Cloud Foundry ist in Ubuntu 11.10 bereits integriert. Unterstützt wird die Plattform beispielsweise auch von VMware. Die Cloud Foundry ist eine PaaS-Umgebung (Platform as a Service). Ebenfalls integriert wurde OpenStack, wobei es sich um unterschiedliche Cloud-Tools handelt, die in der neuen Distribution Eucalyptus ablöst. Mit diesem von verschiedenen Entwicklern vorangetriebenen Projekt sollen Cloud-Technologien auch auf Standard-Hardware installiert werden können. In Hinblick hierauf wurde auch die LXC-Integration ausgebaut, womit eine leistungsfähigere Virtualisierung von Linux erreicht werden kann. In einem Serverpool können damit die Lasten auf kleinere Container verteilt werden, wodurch die Serverauslastung insgesamt erheblich verbessert wird. Ebenfalls möglich ist eine Integration der Virtualisierungs-Anwendung Xen. Die genannten Technologien sind mit Cloud Foundry kompatibel.


Mittels Cloud Foundry können Java-, Scala-, Ruby on Rails-, Sinatra- und Node.js-Anwendungen in der Cloud veröffentlicht werden. Auf Basis von VMware vSphere werden Private- und Public-Clouds unterstützt. Als Konkurrenten dieser Technologie dürften insbesondere Windows Azure und SQL Azure gelten. Unterstützt werden für die Bereitstellung der Cloud Datenbanken wie MySQL. Auf Open-Source-Systemen ist Cloud Foundry kostenlos einsetzbar.

Donnerstag den 22.12.2011 um 10:00 Uhr

von Thomas Joos

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