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Vectoring-Ausbau - So kommt DSL mit 100 MBit/s auch zu Ihnen

15.04.2015 | 11:09 Uhr |

Wie kommt der Breitband-Ausbau in Deutschland in Bezug auf schnelle (V)DSL-Anschlüsse mit Vectoring-Turbo voran? Das erfahren Sie hier.

Die Vectoring-Technik sorgt dafür, dass sich via VDSL 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload übertragen lassen - und zukünftig auch noch mehr. Hintergrundinfos zum Thema erhalten Sie in den Beiträgen "Vectoring - So funktioniert (V)DSL mit 100 MBit/s" und "So viel kostet DSL mit 100 MBit/s" . In diesem Artikel hier klären wir, wie der Ausbau in Deutschland voran kommt.

Telekom erschließt die meisten Gebiete mit VDSL-Vectoring

Die Telekom hat angekündigt bis Ende 2016 die Anzahl der verfügbaren VDSL-Anschlüsse von 12 Millionen (Stand Mitte 2014) auf 24 Millionen zu erhöhen. 2018 soll es dann bei circa 30 der 37 Millionen Telefonanschlüsse in Deutschland soweit sein. Während die neu erschlossenen Gebiete dann auch gleich Vectoring unterstützen, müssen sich die Regionen, in denen VDSL schon seit längerer Zeit verfügbar ist, noch voraussichtlich bis Mitte/Ende 2016 gedulden.

Denn die Telekom muss dort zuvor sicherstellen, dass die bestehenden VDSL-Kunden dort nur Vectoring-fähige oder Vectoring-freundliche Modems beziehungsweise Router im Einsatz haben. Dies kann sie Kunden mit Verträgen, die vor Herbst 2014 geschlossen wurden, allerdings nicht vorschreiben, da in diesen keine entsprechende Klausel enthalten ist.

Daher schreibt die Telekom bis Herbst 2016 alle betreffenden Kunden an und versucht sie zu einem Wechsel auf neue Verträge zu bewegen. Kunden, die auf das Schreiben nicht reagieren, erhalten eine telefonische oder persönliche Beratung an der Haustür durch die Telekom-Kundenbetreuung. Als letzte Konsequenz droht das Unternehmen mit einer Kündigung des Alt-Vertrags zum Ende der Mindestlaufzeit. Dieses Vorgehen mag manchem Kunden sauer aufstoßen - es ist aus technologischer Sicht aber notwendig und rechtlich gesehen völlig legal.

Blick in einen VDSL-Kabelverzweiger
Vergrößern Blick in einen VDSL-Kabelverzweiger
© Deutsche Telekom

Wie der VDSL- und Vectoring-Ausbau der Telekom voranschreitet, können Sie unter www.telekom.de/netzausbau beobachten, indem Sie in der rechten Navigation auf „Festnetz“ klicken und die gewünschte Anschlussart(en) auswählen. Wie die Verfügbarkeit an einem konkreten Telefonanschluss ausschaut, erfahren Sie über www.telekom.de/verfuegbarkeit .

Andere Netzbetreiber nutzen Telekom-Netz oder sind regional tätig

Von den anderen großen Festnetz-Anbietern wie Vodafone und Telefonica (O2) hört man in Bezug auf den Ausbau des eigenen VDSL-Netzes und den Ausbau mit Vectoring eher wenig. Stattdessen nutzen sie den Bitstromzugang der Telekom, um Anschlüsse mit 100 MBit/s anbieten zu können – und tun es damit Resellern wie 1&1 gleich. Bei den regionalen Anbietern ist vor allem EWE TEL zu nennen, der rund um Osnabrück, Bremen und Oldenburg bis hin zur Nordseeküste ein VDSL-Netz aufgebaut hat (und weiterhin ausbaut), und dieses nach und nach mit Vectoring aufrüstet.

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