Die wohl bekannteste Technologie im Bereich Fernsteuerung ist die VNC-Technik. VNC steht für Virtual Network Computing und wurde bereits in den 90er-Jahren von Olivetti und Oracle entwickelt, um Rechner in Unternehmen einfacher fernwarten zu können. Auf dem entfernt stehenden Rechner läuft die VNC-Server-Software. Dessen Bildschirminhalt wird auf einen lokalen PC übertragen, auf dem die VNC-Viewer-Software arbeitet. Im Gegenzug kommen von diesem Maus- und Tastaturimpulse, die den Rechner mit der Server-Software fernsteuern. Alternativ gibt es bei vielen auf VNC basierenden Anwendungen auch einen Lesemodus, in dem der Anwender zwar sieht, was sich auf dem anderen System tut, aber nicht selbständig eingreifen kann.
Open Source: Da VNC eine Open-Source-Technologie ist, gibt es zwischenzeitlich mehr als ein Dutzend Anwendungen, die darauf basieren, unter anderem auch für Linux, Mac-OS X und Palm-OS. Die wichtigsten Windows-Anwendungen sind das von den Entwicklern von VNC weiterentwickelte Real VNC (ebenfalls Open Source, aber nur in der eingeschränkten Free Edition kostenlos), Ultra VNC und Team Viewer
Wer ein Maximum an Funktionalität sucht, ist mit Ultra VNC am besten bedient. Anwender, die vor allem auf eine intuitive Bedienung Wert legen, sollten sich Team Viewer genauer ansehen. In beiden Programmen können Sie die Verbindung nicht nur mit einem Passwort versehen, sondern zusätzlich den gesamten Datenverkehr verschlüsseln. Innerhalb des eigenen hinreichend abgesicherten Netzwerks mag das nicht so wichtig sein – bei einer Internet-Verbindung ist es dagegen unabdingbar.
VNC-Software gibt es übrigens nicht nur für Windows-Rechner. Sie können etwa über Linux auf entfernt stehende Rechner zugreifen. (rdesktop). Es geht aber auch mit Hilfe von Mac-OS X, Palm-PDAs und anderen Mobilgeräten.
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