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PC effektiv aufrüsten

24.10.2008 | 10:35 Uhr |

Gezielt aufrüsten spart Geld: Mit unseren Tipps finden Sie die Schwachstellen in Ihrem PC und beheben diese Schritt für Schritt.

Ist Ihr PC zu langsam oder wollen Sie jetzt Funktionen nutzen, die Ihre Hardware noch nicht beherrscht? Dann müssen Sie zunächst herausfinden, welche Komponente auf die Bremse treten beziehungsweise veraltet sind. Aufschrauben müssen Sie Ihren PC dafür nicht: An die nötigen Infos kommen Sie bequem mit unseren Analyse-Tools, die alle zumindest in der Testversion kostenlos sind.

Bestandsaufnahme
Analyse-Tools zeigen detailliert, welche Funktionen Ihre Hardware bietet. Die integrierten Benchmarks helfen Ihnen, die Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Außerdem verraten die Software-Helfer die genaue Modellbezeichnung sowie die Schnittstelle der Komponente. Diese Infos benötigen Sie, um kompatible Hardware zu ermitteln, mit der Sie Ihren Rechner aufrüsten können.

CPU-Z: Prozessor analysieren
Entpacken und starten Sie das englischsprachige Gratis-Tool CPU-Z . Die entscheidenden Infos finden Sie unter „CPU“ in der Zeile „Name“ und „Package“: die CPU-Baureihe samt Hersteller und den -Steckplatz. Meldet CPU-Z unter „Package“ entweder „Socket 478“, „Socket 754“ oder „Socket A“, ist Ihr Rechner schon zu alt für ein sinnvolles Prozessor-Upgrade. Sie müssen dann entweder die Hauptplatine austauschen oder gleich einen neuen PC kaufen. Zeigt CPU-Z unter „Package“ hingegen „Socket 775 LGA“, „Socket AM2“ oder „Socket AM2+ (940)“ an, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Sie eine aktuelle CPU einbauen können, ohne die Hauptplatine austauschen zu müssen.
Hauptplatine: Wechseln Sie nun unter CPU-Z ins Menü „Mainboard“. Ganz oben listet das Tool unter „Manufacturer“ und „Model“ den Hersteller und die exakte Modellbezeichnung der Platine auf. Im Abschnitt „BIOS“ finden Sie die derzeit installierte „Version“. Mit diesen Angaben checken Sie jetzt auf der Website des Hauptplatinen-Herstellers, welche Prozessoren Ihre Bios-Version maximal unterstützt und ob sich nach einem Bios-Update eine noch schnellere CPU einsetzen lässt.

Bei AGP handelt es sich um eine veraltete Schnittstelle
Vergrößern Bei AGP handelt es sich um eine veraltete Schnittstelle
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GPU-Z: Grafikkarte analysieren
Starten Sie das kostenlose, englischsprachige Tool GPU-Z . Es verrät Ihnen unter „Graphics Card, Bus Interface“ die Grafikkarten-Schnittstelle. Steht dort „PCI-E x16 @ x16“ ist alles in Butter: Ihre Grafikkarte nutzt dann bereits alle 16 Datenleitungen der modernen PCI-Express-Schnittstelle, so dass Ihnen alle Aufrüstoptionen offen stehen. Meldet GPU-Z hingegen „AGP 8x @ 8x“, sind die Möglichkeiten stark eingeschränkt: Die Schnittstelle Accelerated Graphics Port (AGP) ist veraltet, und nur noch wenige Hersteller verkaufen AGP-Grafikkarten. Soll Ihr PC hoch aufgelöste Videos abspielen, ist dass nicht weiter schlimm. Sie können dann problemlos Ihre alte Grafikkarte durch ein AGP-Modell mit dem ATI-Grafikchip Radeon HD 2600 XT ersetzen. Kostenpunkt: ab 65 Euro. Wer mehr 3D-Leistung will, ist auf die bedingt spieletauglichen Karten mit dem ATI-Chip Radeon HD 3850 festgelegt. Eine solide 3D-Leistung bieten heute nur PCI-Express-Grafikkarten. Als PC-Spieler müssen Sie deshalb zwangsläufig Ihre Hauptplatine gegen ein Modell mit PCI-Express-Schnittstelle tauschen oder gleich einen neuen PC kaufen.

HD Tune Pro: Festplatte analysieren
Für Festplatten heißt das Tool der Wahl HD Tune Pro . Nach dem Programmstart wählen Sie, falls Ihr PC mehrere Festplatten besitzt, links oben das gewünschte Modell. Wechseln Sie dann ins „Info“-Menü. Rechts unten zeigt HD Tune bei „Standard“ die Schnittstelle an, die die ausgewählte Festplatte nutzt. Darunter finden Sie den theoretisch möglichen Übertragungsmodus („Supported“) sowie den derzeit verwendeten („Active“). Unterscheiden sich beide Angaben, können Sie hier gleich eine Bremse lösen. Dazu müssen Sie im Bios den unter „Supported“ aufgeführten Übertragungsmodus aktivieren. Meldet HD Tune Pro bei all Ihren Festplatten unter „Standard“ „ATA/ATAPI-6“ oder eine niedrigere Zahl am Ende, dann nutzen Ihre Laufwerke noch den veralteten parallelen Übertragungsmodus. Überprüfen Sie mit Sandra Light im Menü „Hardware-Informationen“ unter „Bussysteme und Geräte“, ob Ihr PC bereits das moderne SATA (Serial Advanced Technology Attachment) unterstützt und die Hauptplatine über entsprechende Schnittstellen verfügt. Ist das nicht der Fall, raten wir Ihnen, SATA per Steckkarte nachzurüsten, denn Platten mit paralleler Schnittstelle sind Auslaufmodelle und inzwischen spürbar langsamer als ihre seriellen Pendants. SATA-Controller-Karten bekommen Sie bereits ab 7 Euro. Greifen Sie dabei gleich zu einem SATA/300-Controller, der Datenraten von theoretisch bis zu 300 MB/s erlaubt.

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