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Ihr PC topfit für HD-Videos

04.04.2008 | 11:00 Uhr |

Film oder Fernsehen in HD-Qualität stellt hohe Ansprüche an den PC. Prozessor und Grafikkarte stehen beim Abspielen und Bearbeiten von HD-Material stark unter Stress. Was Sie brauchen, um Ihren PC HD-tauglich zu machen und was das kostet, erklären wir in diesem Ratgeber.

Die Wiedergabe – also das Decodieren – von hochaufgelösten Videos bringt selbst die schnellsten Zweikern-Prozessoren ins Schwitzen. Einfach einen leistungsstarken Quad Core nachzurüsten, löst das Problem allerdings nicht, da die Abspiel-Software beim Decodieren maximal zwei Rechenkerne nutzt. Damit Sie hoch aufgelöste Filme ruckelfrei am PC genießen können, muss die Grafikkarte – mit Hilfe integrierter Decoder-Chips – die Hauptlast bei der Wiedergabe übernehmen. Die gute Nachricht: Es gibt Grafikkarten, die die CPU dabei so stark entlasten, dass eine flüssige Wiedergabe dann auch mit günstigen Doppelkern-CPUs möglich ist.

HD-Filmmaterial kann in einem von drei Formaten komprimiert worden sein: Deshalb sollte der Decoder-Chip der Grafikkarte MPEG 2, MPEG 4 AVC (H.264) und VC-1 gleich gut beherrschen. Das ist derzeit nur für Karten mit AMD-Grafikchips ab der 2000er-Baureihe der Fall, die zu Recht den Zusatz HD im Namen tragen. Bei Nvidia hingegen besitzt selbst die aktuelle Grafikchipfamilie 8000 entweder gar keinen HD-Decoder-Chip, oder sie entlastet die CPU bei MPEG 2 und VC-1 nicht stark genug. Für das Einsatzgebiet High Definition ist also – zumindest derzeit – eine Grafikkarte mit ATI-Chip Pflicht.

Wollen Sie HD-Videos erstellen und bearbeiten, ist eine Quad-Core-CPU ratsam. So ist beispielsweise die H.264-Codierung von Corels Ulead Videostudio 11.5 Plus für Intels Vierkern-Baureihe Core 2 Quad optimiert. Zu den Mindestanforderungen bei der HD-Bearbeitung gehören zudem mindestens 2 GB Arbeitsspeicher und eine schnelle große Festplatte. Und für die Sicherung selbsterstellter HD-Videos empfiehlt sich – sofern es Ihr Budget zulässt – ein Blu-Ray-Brenner.

Prozessor: Für die ruckelfreie Wiedergabe von HD-Videos benötigen Sie in jedem Fall eine CPU mit zwei Rechenkernen. Abgesehen von der AMD-Familie Athlon 64 X2 – hier sollte der Prozessor mit mindestens 2,8 GHz arbeiten – spielt die Taktrate keine Rolle. Steckt in Ihrem Rechner eine Single-Core-CPU, müssen Sie prüfen, ob sich das Mainboard auch mit einem Doppelkern-Prozessor bestücken lässt.

Grafikkarte: Die Auswahl sollte abhängig von der Prozessor-Baureihe erfolgen. Die Grafikkarten-Schnittstelle spielt hier keine Rolle, da alle empfohlenen Modelle auch als AGP-Version erhältlich sind.
Arbeitet Ihr PC mit einer Quad-Core-CPU oder einem Doppelkerner der Intel-Baureihe Core 2 Duo, reicht bereits eine preisgünstige Karte mit dem AMD-Grafikchip ATI Radeon HD 2400 Pro (ab 50 Euro). Zu einem Modell mit dem ATI Radeon HD 2600 XT (ab 70 Euro) sollten Sie greifen, wenn in Ihrem PC ein Pentium Dual Core rechnet. Für PCs mit Intels Pentium D und AMDs Athlon 64 X2 empfehlen wir eine Karte mit dem AMD-Grafikchip ATI Radeon HD 3850 (ab 200 Euro).

Fazit: Bei PCs, die drei Jahre oder älter sind, müssen Sie meisten CPU und Hauptplatine aufrüsten. Das kostet rund 200 Euro. Bei jüngeren PCs fahren Sie mit einem Core 2 Duo plus 2400-Pro-Grafikkarte von AMD am günstigsten - das kostet Sie rund 170 Euro.

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