13.09.2011, 09:48

Moritz Jäger

Workshop Notebook-Upgrade

Arbeitsspeicher aufrüsten bei Notebooks

Workshop: Mehr RAM-Power für mobile Geräte

RAM ist günstig und liefert oftmals einen beträchtlichen Leistungsschub. PC-Welt erklärt, wie Sie in fünf Schritten den Arbeitsspeicher Ihres Notebook oder Netbook aufrüsten.
Arbeitsspeicher ist noch immer die einfachste Möglichkeit, um einem älteren Rechner für aktuelle Aufgaben fit zu machen. Windows und die meisten installierten Programme werden merklich schneller, schließlich verhindert genügend Arbeitsspeicher, dass Daten auf die meist deutlich langsamere Auslagerungsdatei auf der Festplatte geschrieben werden müssen. Dazu kommt, dass RAM nicht gerade teuer ist. Selbst für Notebooks kann man vier GByte im Internet bereits für unter 40 Euro haben, ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis für Upgrade-Willige.

Schritt 1: Vorbereitung für Speicheraufrüstung

Zunächst geht es darum herauszufinden, ob das eigenen Notebook oder Netbook überhaupt die Möglichkeit einer RAM-Erweiterung bietet. Hier helfen das Handbuch, die Support-Seite des Herstellers oder einschlägige Foren. Als Faustregel kann man sagen: Befinden sich auf der Rückseite des Gerätes Abdeckungen, die mit wenigen Schrauben befestigt sind, hat man gute Chancen. Eine Ausnahme bilden die meisten Netbooks. Hier muss man oftmals die komplette Rückseite abschrauben, um an die Innereien zu kommen. Das Problem hierbei: Dabei bricht man zwangsläufig die Garantiesiegel der Hersteller.Wer also noch die Garantie in Anspruch nehmen kann und will, sollte mit seinem Hersteller oder Verkäufer möglichst schriftlich Rückfrage halten, ob ein RAM-Upgrade die Garantie aushebelt. Weitere Hilfestellung liefern Webseiten wie iFixit, die so genannte Teardowns ins Web stellen. Diese zeigen detailliert, wie verschiedene Gadgets Schritt für Schritt zerlegt werden. Hilfreich sind dabei auch die Hilfeseiten der jeweiligen Gerätebauer. Apple zeigt hier beispielsweise, wie man den RAM in den Macbooks der verschiedenen Generationen austauschen kann.
Besitzer eines Atom-basierten Systems müssen vor dem Kauf besonders aufpassen: Die Spezifikationen von Intel erlauben auf vielen dieser Systeme normalerweise nicht mehr als zwei GByte RAM. Doch nicht nur das eigentliche Gerät, auch das Betriebssystem begrenzt die maximale RAM-Menge. 32-Bit-Systeme stoßen theoretisch bei 4 GByte an ihre Grenze. In der Praxis ist es oft viel weniger, etwa wenn die Grafikkarte ebenfalls auf den RAM zugreift. Wer auf Nummer sicher gehen will, benötigt also ein 64-Bit-Betriebssystem.
Für den Kauf des Arbeitsspeichers muss man den notwendigen Formfaktor herausfinden. Notebooks und Netbooks setzen zum größten Teil auf so genannte SO-DIMM, also auf RAM-Riegel, die weniger Platz benötigen als ihre Desktop-Varianten. Aktuell gibt es drei Generationen, DDR, DDR2 und DDR3; nicht immer unterstützt jedes Notebook jede Generation. Hinweise auf die passenden Riegel-Typen finden sich im Handbuch oder auf der Homepage des jeweiligen Herstellers. Für Normalnutzer eher unwichtig sind die Timings der RAM-Riegel, die meist im Format X-X-X-X angegeben sind. Diese definieren die Zugriffszeiten des jeweiligen Riegels, die meisten BIOS-Systeme können diese Daten aber sowieso automatisch auslesen. Overclocker dagegen können damit per Hand Optimierungen vornehmen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel „Mehr Power fürs BIOS “.
Fehlt noch das richtige Werkzeug. Die meisten Geräte kann man mit einem passenden Phillips- oder Torx-Schraubenzieher öffnen. Diese findet man für wenig Geld im Bau- oder Elektromarkt, hier sollte man aber in jedem Fall die richtige Größe besitzen. Ansonsten kann es sein, dass man abrutscht und den Schraubkopf unbrauchbar macht. Wenn das Notebook schon einmal auf ist, kann man eventuellem Staub im Inneren außerdem gleich noch mit Druckluft zu Leibe rücken. Diesen gibt es in Dosen im Elektronikfachhandel.

Schritt 2: Software-Update

Ein wichtiger Schritt, bevor man den RAM einbaut, ist das BIOS-Update. Das Basic Input/Output-System steuert die Grundfunktionen des Rechners. Erkennt das BIOS den neuen Arbeitsspeicher nicht, so steht er auch unter Windows nicht zu Verfügung. Wie auch bei anderen Betriebssystemen liefern die Hersteller mehr oder weniger regelmäßig Updates. Diese beheben auch immer wieder Probleme bei der Verwendung von RAM, man sollte also die aktuellste Version installiert haben. Das Update findet sich normalerweise auf der Herstellerseite, unser „Ratgeber BIOS“ erklärt den Update-Vorgang im Detail.
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