Auch um andere Router hat sich eine lebhafte Open-Source-Szene entwickelt. Besonders Geräte, die auf Chips von Broadcom basieren, finden breite Unterstützung – etwa Modelle des Linksys WRT54G(S) beziehungsweise WRT54GL. Hier gibt es zahlreiche Open-Source-Alternativen, etwa Openwrt und dessen Variante Hyperwrt. Gute Linux-Kenntnisse sollte man allerdings auch für diese Open-Source-Firmware auf alle Fälle mitbringen. Teilweise funktioniert die Konfiguration nämlich über die Eingabekonsole und nicht über ein Web-Interface. Oft muss man die spartanische Basis-Firmware auch um Software-Pakete erweitern, damit die Open-Source-Firmware mehr Funktionen als die mitgelieferte bietet.
Diese Flexibilität macht aber gerade den Reiz einer Open-Source-Firmware wie Openwrt aus. Für sie gibt es unzählige Zusatzpakete, die den Router um eine Telefonanlagen-Software wie Asterisk erweitern, ihn mit VPN-Software wie Openvpn oder einem WLAN-Sniffer wie Kismet zur Netzwerkanalyse ausrüsten.
Openwrt ist als relativ ausgereifte Version „White Russian“ erhältlich oder in der aktuellen Variante „Kamikaze“. Kamikaze soll mehr und aktuellere Router unterstützen, da es auf den Linux-Kernel 2.6 setzt. Außerdem erlaubt es eine einfachere Konfiguration über Config-Files, während man bei White Russian teilweise noch direkt in den Flash-Speicher schreiben muss.
Für White Russian sollten Sie sich im Verzeichnis „newest/default“ die passende Bin-Datei für Ihren Linksys-Router herunterladen, ansonsten nehmen Sie die TRX-Datei. Sehen in der Liste nach, welche Router Openwrt unterstützt. Beachten Sie, dass Openwrt und seine Varianten auf den genannten Linksys-Routern nur mit einer Firmware-Version bis 4.0 funktionieren – bei späteren Versionen änderte Linksys Hard- und Firmware. Zusätzliche Pakete für Openwrt lassen sich nach dem Start über den Paketmanager Ipkg nachinstallieren. Openwrt lässt sich über dieses Web-Interface konfigurieren: Dort finden Sie auch fertige Pakete von Openwrt mit dem verbesserten Konfigurations-Menü.
Für die Linksys-Router WRT54G(S) und WRT54GL gibt es außerdem die Firmware Hyperwrt beziehungsweise deren aktuellen Nachfolger Hyperwrt Thibor: Sie erweitert die Original-Firmware um einige interessante Optionen wie das Einstellen der Antennenleistung – auch für beide Antennen einzeln, verbessertes Port Forwarding, WDS-Funktion und Quality-of-Service-Einstellungen.
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