Profi-Tipps
Unveränderliche Dateien
Als Backup-Medien für wichtige Dateien sind USB-Sticks optimal – solange sie nicht gestohlen werden oder verlorengehen. USBSticks sollten daher immer verschlüsselt sein, etwa mit LUKS (http://luks.endorphin.org). Auf dem USB-Stick wird ein verschlüsselter Container erzeugt:
cryptsetup -c aes-cbc-essiv:sha256 -s256 luksFormat /dev/sda1.
Im Container kann dann ein Dateisystem angelegt werden. Eine Anleitung finden Sie unter http://home.ircnet.de/cru/luks/.
Sicherungskopien sollten auf zentralen Servern angelegt werden. Empfehlenswert ist es, einmal wöchentlich ein Komplett-Backup mit tar auf den zentralen Server zu spielen und dieses täglich mit rsync zu aktualisieren. Dabei bietet es sich an, das rsync-Kommando auf den Clients als Shutdown-Script anzulegen:
rsync -az /home/edgar
backupzentrale:/home/edgar
Dabei schaltet die Option „-a“ die rekursive Kopie zu Archivzwecken ein, und „z“ sorgt für Komprimierung.
Um mögliche Angriffsziele zu minimieren, sollte der Admin grundsätzlich alle nicht benötigten Dienste abschalten, etwa echo, charges, discard, daytime, time, talk, ntalk sowie die als extrem unsicher geltenden Kommandos rsh, rlogin und rcp. Für Letztere gibt es die sicheren Alternativen ssh und scp. Nachdem die nicht benötigten Dienste deaktiviert sind, sollte der Systemverwalter prüfen, ob der Dienst inetd überhaupt noch benötigt wird – Dienste können alternativ auch als Daemon gestartet werden. Wenn ja, gibt es empfehlenswerte Alternativenzu inetd, die vielfältiger konfiguriert werden können, beispielsweise xinetd oder rlinetd.
Eine wichtige Aufgabe des Systemadministrator ist die regelmäßige Überwachung aller Dateien im System. Angreifer können etwa durch das Verändern von Systemdateien oder von Programmdateien die Kontrolle über einen Rechner erhalten. Das Auffinden dieser Veränderungen ist nur möglich, wenn der Stand vor der Veränderung bekannt ist. Debian-basierte Linux-Distributionen überprüfen mit Hilfe des ausgeklügelten Paketsystems die installierten Dateien. Das Tool cruft untersucht das komplette Dateisystem nach Dateien, die im Grunde nicht vorhanden sein sollten, beziehungsweise nach Dateien, die sich nicht mehr im Dateisystem finden lassen.

