26.09.2008, 08:26

Gerald Strömer

Grafik-Prozessoren

Unterschiede zwischen mobilen und Desktop-GPUs

Auf dem Papier gibt es zwischen den Mobil- und Desktop-Varianten der beiden großen GPU-Hersteller zwar kaum Unterschiede, aber in der Praxis zeigen sich deutliche Diskrepanzen - zum einen in der Leistung, aber auch im Markteinführungszeitpunkt der jeweiligen Karte und in der Marktpräsenz. So finden sich entschieden mehr Desktop-Grafikkarten mit Highend-GPUs, als es Notebooks mit den entsprechenden mobilen Pendants gibt. Nicht, weil es diese mobilen Entsprechungen nicht gäbe, sondern weil Hersteller sie meist nur in Sonderserien verbauen.
Denn leistungsstarke GPUs in Notebooks bedeuten erhöhte thermische Verlustleistung (und damit einhergehend größeren Kühlaufwand) sowie höheren Stromverbrauch (und damit einhergehend kürzere Akkulaufzeit). Daher werden wirklich leistungsfähige mobile Grafikchips meist nur in so genannten Gaming-Notebooks verbaut. Dazu kommt aber auch, dass sich Desktop-Grafikkarten sehr leicht nachrüsten lassen – bei Notebooks ist das ungleich schwieriger.
Außerdem kommen mobile Grafikchips in der Regel erst nach ihren Desktop-Pendants auf den Markt. Diese zeitliche Differenz kann von einem Monat bis zu einem halben Jahr und mehr gehen. Daher ist auch davon auszugehen, dass die beiden oben beschrieben Desktop-GPU-Familien ATI HD 4000 und Nvidia GTX 200 in ihren jeweiligen mobilen Versionen in Notebooks auftauchen werden.
ATI
Zur Untersuchung der Unterschiede schauen wir uns einmal die von der Benennung her einander entsprechenden Desktop- und Mobil-GPUs ATI Radeon HD 3870 und ATI Mobility Radeon HD 3870 an. Angekündigt wurden sie im November 2007 beziehungsweise März 2008. Beiden Chips liegt der Grafikprozessor RV670 zugrunde, der aus 666 Millionen Transistoren besteht und in 55-Nanometer-Prozesstechnologie hergestellt wird. Beide Karten werden über eine PCI-Express-2.0-x16-Schnittstelle ans System angebunden.
Die technischen Daten stimmen soweit überein, aber in punkto Taktfrequenz und Speicher gibt es deutliche Unterschiede: Während die Radeon HD 3870 einen Kern- und Speichertakt von 775 respektive 1125 MHz vorweisen kann, arbeitet die Mobility Radeon HD 3870 nur mit 660 und 850 MHz. Salopp gesagt laufen beide Chips auf acht Zylindern, aber die Desktop-Variante hat eine höhere Motordrehzahl.
Allerdings ist dies die Standardtaktung, von der der jeweilige Grafikkartenhersteller, der die GPU auf einer Grafikkarte verbaut, innerhalb gewisser Grenzen abweichen kann. In der Regel finden sich im Desktop-Bereich eher Ausschläge nach oben, während im Notebook-Bereich eher nach unten gedreht wird, um die Mobilität des Notebooks zu verbessern.
Nvidia
Bei den beiden Geforce-Modellen 9800 GTX (Desktop) und 9800M GTX (Notebook) sieht es ganz ähnlich aus. Beide bauen auf dem G92-Chip auf, der mit seinen 754 Millionen Transistoren in 65-Nanometer-Prozesstechnik gefertigt wird. Die Desktop-Variante wurde im April 2008 angekündigt, die mobile Version im Juli 2008.
Wie bei ATI sind die technischen Grunddaten gleich, aber die Taktung von Kern und Speicher unterscheidet sich. Während die 9800 GTX einen Chip-Takt von 675, einen Shader-Takt von 1688 und einen Speicher-Takt von 1100 MHz vorweisen kann, liegt die Mobil-Variante bei 500, 1250 und 800 MHz. Wie bei ATI sind das ebenfalls die Standardtaktungen, die vom jeweiligen Grafikkartenhersteller an eigene Bedürfnisse angepasst werden.
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