Enterprise Search

Unternehmenssuche als Software

Montag, 31.08.2009 | 10:11 von Jacqueline Pohl
Eine ganze Reihe bekannter Software-Hersteller hat Suchlösungen für Unternehmen im Programm. Das Unternehmen FAST Search bietet zum Beispiel eine ganze Reihe an Suchtechnologien für bestimmte Einsatzzwecke an und wurde vor einiger Zeit von Microsoft geschluckt. Auf die Unternehmenssuche ist die FAST Enterprise Search Platform (ESP) spezialisiert, die 400 Dokumenttypen erkennt und sowohl unstrukturierte als auch strukturierte Daten durchsucht. Damit können Datenbanken-Inhalte, Dateien und E-Mails gleichermaßen erfasst werden. Die Suchtechniken können die Besonderheiten von 81 Sprachen berücksichtigen und sogar ähnliche Inhalte zur ursprünglichen Suchanfrage anbieten. Mit Add-ons lassen sich weitere Features nachrüsten, zum Beispiel eine mobile Ausgabe der Suche.

IBM mit Integrationshilfen

IBM schickt seine IBM Omnifind Enterprise Search ins Rennen. Die Software ist leicht skalierbar auf mehrere Millionen Dokumente und soll tausende User mit den passenden Informationen versorgen können. Mit vorgefertigten Integrations-Tools lässt sich die Suche sehr schnell auf neue Anwendungen wie Portale, Content-Management-Systeme und Foren ausweiten. Zu den Programmen mit Integrationshilfen zählen neben hauseigenen Produkten wie Domino/Lotus Notes auch Microsofts Exchange Server, Sharepoint und relationale Datenbanken. Die Suchtechnologie wird unter anderem pro Prozessor berechnet, die Preise starten bei 700 Euro. Die Lizenz muss jedes Jahr erneuert werden.

Übrigens existiert mit IBM Omnifind Personal Email Search auch eine kostenlose, semantische Suchlösung für E-Mails, die explizit auch für Unternehmensanwender freigegeben ist. Die Software arbeitet mit Lotus Notes und Outlook-Clients zusammen. Und daran ist auch schon die Einschränkung zu erkennen: Die IBM-E-Mail-Suche ist eine reine Desktop-Lösung, die nicht unternehmesweit sucht.

Mächtige Suchtechnologie von Oracle

Der Name der Oracle Secure Enterprise Search 10g ist etwas irreführend – die Suche von Oracle ist ein eigenständiges Produkt, das auch nicht an die Datenbank mit gleicher Endung gekoppelt ist. Vielmehr kann die Oracle-Software E-Mails, Dateien auf File-Servern, Datenbanken und Informationen durchsuchen, die in Anwendungen stecken. Oracle sortiert die Suchergebnisse nach Relevanz, auch wenn die Informationen sowohl aus öffentlichen als auch aus persönlichen Quellen stammen.

Für den Administrator stehen umfangreiche Statistiken bereit, die Aufschlüsse über Suchmuster und Nutzerverhalten erlauben, um die Unternehmenssuche genau auf die Bedürfnisse der Anwender abzustimmen. Oracle bietet die Software unter anderem für Windows, Linux und Solaris an und verlangt Lizenzkosten in Höhe von 30.000 Dollar pro CPU oder 60 Dollar pro benanntem Anwender.

SAP durchsucht Portale und Netzwerke

Auch SAP bietet eine Unternehmenssuche unter dem Namen SAP NetWeaver Enterprise Search an. Wie der Name bereits andeutet, basiert die Suche auf der NetWeaver-Plattform. Der Hauptvorteil liegt in der perfekten Integration in SAP-Produkte, die Daten zuverlässig in allen möglichen SAP-Business-Anwendungen aufspürt. Allerdings kann die Software auch andere Quellen wie File-Server oder Intranet-Webserver durchsuchen. Damit jeder Anwender nur die Informationen findet, die er auch sehen darf, konfiguriert der Verwalter ein rollenbasiertes Rechtesystem und unterschiedliche Daten-Kategorien über die Verwaltungsoberfläche der Suchmaschine. Hier kann auch das Aussehen der Suchmaschine angepasst werden. Die SAP-Suche ist über mobile Geräte zugänglich und per Widget auch auf dem Desktop leicht zu bedienen.

Einige Grundfunktionen der SAP NetWeaver Enterprise Search sind in der NetWeaver-Lizenz schon enthalten. Um die Software jedoch voll zu nutzen oder sie auch stand-alone ohne NetWeaver-Installation zu betreiben, ist eine zusätzliche Lizenz erforderlich, deren Preis nur auf Anfrage zu erfahren ist.

Aich Microsoft bietet eine Such-Lösung für Unternehmen an, mit der Übernahme des Suchspezialisten Fast Search & Transfer hat man sich in Redmond inzwischen eine entsprechende Technik einverleibt. Mit der Search-Server-Produktgruppe steht kleinen und mittleren Unternehmen nun eine Lösung von Microsoft zur Verfügung. Die Express-Variante ist, ähnlich wie die Express-Varianten der Entwicklungsumgebung Visual Studio oder des Datenbank-Servers SQL Server, kostenlos verfügbar .

Montag, 31.08.2009 | 10:11 von Jacqueline Pohl
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
35658