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Unbekanntes Android – wo überall Android drinsteckt

22.01.2013 | 11:11 Uhr |

Sobald man über das Thema Android spricht, denkt jeder an Smartphones und Tablets. Das sind zwar die wichtigsten Einsatzbereiche für Android. Trotzdem kann Android noch viel mehr. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wo sonst überall noch Android drin steckt und welche Vorteile Sie davon haben.

Infotainment im Auto

Auch im Auto geht es um Unterhaltung und Information. Und was kann dazu besser geeignet sein als das Android-Betriebssystem? Und so hat Parrot, französischer Spezialist für Bluetooth-Zubehör und bekannt durch seine AR-Drohne , ein Autoradio mit Android entwickelt. Die Benutzeroberfläche ist für die Bedienung mit Tasten und Drehrad stark angepasst. Denn einen Touchscreen besitzt das Asteroid nicht. Um ins Internet zu kommen, müssen Sie sich einen 3G/UMTS-Stick selbst besorgen und anschließen. Auch ein Zugang zum Google Play Store ist nicht möglich. Nur die Parrot-eigenen Anwendungen können installiert und genutzt werden.

Parrot Asteroid
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© Parrot

In Zukunft wird die Asteroid-Serie noch ausgebaut. Bereits angekündigt ist eine Doppel-DIN Multimedia-Zentrale namens Asteroid-Smart mit großem Touchscreen. Auch hier wird Android zum Einsatz kommen. Aber wieder wird es keinen Google Play Store-Zugriff geben, sondern einen Parrot-eigenen Asteroid-Market.

Digitalkamera

Sowohl die auf Kameras spezialisierte Firma Nikon als auch der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung haben seit 2012 je eine Kompaktkamera mit Android im Angebot.

Nikon S800c
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© Nikon

Nikons S800c bietet 16 Megapixel auf einem 1/2,3 Zoll großen Sensor. Dazu einen zehnfachen optischen Zoom mit 25 bis 250 mm Brennweitenbereich. Leider nutzt Nikon noch das sehr alte Android 2.3 (Gingerbread), was die Grundfunktion der Kamera zwar nicht einschränkt, aber zahlreiche aktuelle Apps ausschließt. Online geht die Nikon über eingebautes WLAN.

GALAXY Kamera
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© Samsung

In der Galaxy Camera von Samsung arbeitet Android 4.1.1 (Jelly Bean) auf dem Quad-Core-Prozessor aus dem aktuellen Galaxy S3-Smartphone. Hinter dem 21-fachen optischen Zoomobjektiv mit Bildstabilisator sitzt ebenfalls ein 1/2,3 Zoll-Sensor mit 16 Megapixel. Die Bildqualität ist besser als bei Smartphones, reicht aber nicht an die guten Kompaktkameras heran.

GALAXY Kamera Android
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© Samsung

Wichtiger sind bei den Android-Kameras die Funktionen und Apps zum Bearbeiten der Fotos und Videos auf dem großen Touchscreen sowie die Online-Funktionen zum sofortigen Hochladen der Fotos und Videos zu Facebook, YouTube und Co. Dafür bieten beide Kameras Zugriff auf den Google Play Store .

Samsung hat zusätzlich zu WLAN auch einen 3G Mobilfunk-Chip (UMTS) verbaut. SIM-Karte und Datentarif vorausgesetzt können die Fotos so von unterwegs ganz leicht über soziale Netzwerke geteilt werden, oder die Bilder gelangen noch unterwegs zu Dropbox und Co. Telefongespräche sind standardmäßig nicht vorgesehen. Mit VoIP-Lösungen wie beispielsweise Skype funktioniert es aber trotzdem, wie in diesem Praxis-HowTo beschrieben ist.

Archos GamePad
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© Archos

Spielekonsole

Unterwegs ein wenig spielen geht sicherlich auch mit dem Android-Smartphone. Aber mit richtigen Steuerelementen kommt mehr Spielspaß auf als nur über das Touchscreen-Display. Für den mobilen Spielspaß abseits des Smartphones bietet Archos das GamePad an. Nach eigenen Angaben die erste auf Android basierende mobile Spielekonsole. Alle Spiele aus dem Google Play Store lassen sich über das eingebaute Mapping-Tool von Touchbedienung auf die physischen Controller des Gamepads umstellen.

OUYA Controller
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© OUYA

Und auch in die Spielekonsole im heimischen Wohnzimmer wird demnächst Android einziehen. Das von der Croud-Sourcing-Plattform Kickstarter anschub-finanzierte Ouya-Projekt kommt bald auf den Markt. Die ersten Konsolen für Entwickler wurden bereits verschickt.

OUYA Spielekonsole
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© OUYA

Die etwa Zauberwürfel große Box enthält einen Tegra3-Quad-Code-Prozessor von Nvidia, 1 GB RAM, 8 GB Flash, WLAN und USB und wird etwa 100 Euro kosten. Der Controller wird per Bluetooth gekoppelt und das Bild wird in Full-HD per HDMI und an den Fernseher ausgegeben.

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