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Microsoft will Vista-Fehler nicht wiederholen

19.12.2008 | 10:01 Uhr |

Im kommenden Windows Server 2008 Release 2 sind einige interessante Features für die Verwaltung von Windows-7-Clients vorgesehen. Vista-Anwender bleiben allerdings auf der Strecke - aus gutem Grund.

Neben der überarbeiteten Taskleiste zählt die so genannte Jumplist zählt für den Endbenutzer zu den auffälligsten Neuerungen von Windows 7.
Vergrößern Neben der überarbeiteten Taskleiste zählt die so genannte Jumplist zählt für den Endbenutzer zu den auffälligsten Neuerungen von Windows 7.
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Der schleppende Umstieg der Unternehmen auf Windows Vista ist Microsoft wohl eine Lehre gewesen. Bei Windows 7 soll alles anders werden. Die Fehler, die der Akzeptanz des Vista-Betriebssystems unter Business-Anwendern im Wege standen, will der Software-Konzern diesmal vermeiden. Zum Beispiel sollen keine bahnbrechenden Funktionen versprochen werden, die letztlich aus Zeitgründen doch nicht umgesetzt werden können. Microsoft präsentiert Windows 7 deshalb als ausgereifte Weiterentwicklung von Vista. Das neue Betriebssystem soll schon drei Jahre nach seinem Vorgänger erscheinen.

Auch Kompatibilitätsprobleme hemmen die Einführung von Windows Vista in vielen IT-Organisationen. Tiefgreifende Änderungen an der Software-Architektur sind dafür verantwortlich, dass Vista die Zusammenarbeit mit vorhandener Hard- und Software verweigert oder die Einrichtung zur Geduldsprobe macht. Microsoft hält dagegen, dass die Umstellungen notwendig waren und auch entscheidend zur Sicherheit des Betriebssystems beigetragen hätten.

Windows 7: Einfache Migration für Vista-Anwender

Eine Erkenntnis, die sich aus der schwierigen Umstellung von Windows XP zu Vista bei Microsoft durchgesetzt hat, ist der künftige Verzicht auf große Umbauten im Fundament der Plattform. Der Konzern verspricht Unternehmen, die bereits zu Vista gewechselt sind, ein problemloses Upgrade auf Windows 7. Und nun der Dämpfer für alle Vista-Verweigerer: Wer auf Windows 7 warten wollte, um die Umstiegsschwierigkeiten mit Vista auszusitzen, hat diese Herausforderung letztlich nur vertagt, denn der Aufwand beim Wechsel von XP zu Windows 7 wird der gleiche sein wie von XP zu Vista.

Ende des kommenden Jahres soll Windows 7 planmäßig auf den Markt kommen. Zu diesem Zeitpunkt wird das immer noch weit verbreitete Windows XP mehr als acht Jahre auf dem Buckel haben. Spätestens wenn der Mainstream Support wegfällt und sich der technische Rückstand des Betriebssystems mehr und mehr bemerkbar macht, werden viele Unternehmen das Upgrade nicht mehr verweigern können.

Nicht nur neue Funktionen und Usability-Verbesserungen sollen Unternehmen die Entscheidung zum Umstieg auf Windows 7 erleichtern - auch sanfter Druck wird angelegt. So verzichtet Microsoft darauf, wesentliche Verbesserungen des für 2010 geplanten Windows Server 2008 R2 auch in Verbindung mit Vista-Clients nutzbar zu machen.

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