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Wann lohnt sich der Umstieg auf Vista?

Vielen Administratoren ist der Gedanke an einen Umstieg der Firmen-PCs von Windows XP auf Vista ein Graus. Doch oft muss er einfach sein. Wenn gut geplant und vorsichtig umgestellt wird, kann er problemlos vonstatten gehen.

Von Peter Lagocki

Größere Unternehmen planen den Umstieg von Rechnern und Betriebssystemgenerationen meist schon Jahre im Voraus. Unternehmensanwendungen werden auf Kompatiblitätsprobleme geprüft, die Anwender kurz vor oder nach der Umstellung auf die neuen Plattformen geschult. Diese Verfahrensweise kommt bei kleinen und mittelständischen Betrieben nur selten zum Einsatz.

Der Umstieg auf ein neues Betriebssystem geht häufig mit der Neuanschaffung oder dem Austausch von PCs und Laptops in der Firma einher. Je neuer ein Betriebssystem ist, desto größer ist die Chance, noch Hardware mit dem vertrauten Betriebssystem erwerben zu können. Auch jetzt bieten noch viele namhafte PC-Hersteller ihre Rechnersysteme mit Windows XP an – für viele Unternehmen immer noch erste Wahl, weil man dadurch den Umstieg verzögern und den Umgang mit dem neuen, unbekannten Betriebssystem hinausschieben kann.

Aber wann lohnt sich der Umstieg auf Vista, und was sollte man beachten, wenn er durchgeführt wird? Verhindern kann man den Umstieg kaum – und nur die wenigsten werden sich genug Rechner mit Windows XP auf Reserve anschaffen, um Vista einfach bis zur nächsten Betriebssystemgeneration von Microsoft übergehen zu können.

1. Hardware-Kompatibilität

Vorhandene Rechner auf Vista upzudaten macht nur in den seltensten Fällen Sinn. Die Anforderungen von Vista übersteigen XP-kompatible Plattformen meist deutlich und dieser Umstieg in Form eines Updates bietet keine wirklichen Vorteile. Das Gegenteil ist eher der Fall. Man tauscht ein funktionierendes System gegen ein neues System ein, welches unter Garantie nicht so schnell arbeitet wie das vorherige. Außerdem steht man vor dem Problem, für den PC die passenden Treiber für Vista zu bekommen. Besser ist es, hier gleich neue Hardware anzuschaffen, die für Vista zertifiziert ist – im optimalen Fall ist Vista schon mit den passenden Treibern vorinstalliert.

Aber Hardwarekompatibilität heißt bei Vista nicht nur die passenden Treiber zu dem PC vorzuweisen – was ebenfalls zu berücksichtigen ist, ist die Peripherie in der Büroumgebung. Man sollte vorher sicherstellen, dass die Netzwerkdrucker, Scanner, Kameras, Telefone und andere ins Netz und an den PC angeschlossenen Geräte kompatibel zu Vista und die passenden Treiber vorhanden sind.

Vergewissern Sie sich, dass entsprechende Gerätesoftware zur Verfügung steht, und im optimalen Fall auch an einem PC getestet worden ist. Gerade hier lauern Fallstricke, wenn es beispielsweise darum geht, einen Treiber für einen fünf Jahre alten Plotter ausfindig zu machen, und man zuerst den Hersteller kontaktieren muss, während der Mitarbeiter nicht arbeiten kann. Haben Sie eine Inventarliste Ihrer EDV-Hardware zur Hand, dann prüfen Sie anhand dieser Liste, ob und wo es die passenden Treiber gibt – ansonsten müssen Sie hier andere Lösungen finden.

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