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Umfangreichster Antiviren-Test

Von Karlhorst Klotz (kk), Heide Witte (he), Thomas Rotter (tro)

Im gründlichsten bislang in Deutschland durchgeführten Vergleichstest von Antivirenprogrammen offenbarten sich bedenkliche Mängel. Zwar konnten die meisten Programme Viren sehr gut bis gut erkennen, doch hatten viele Scanner Schwierigkeiten mit verpackten Dateien. Schon an Dateien im den verbreiteten Archivformaten ARJ, LHA, RAR und ZIP lieferten nur 6 von 16 getesteten Programmen eine makellose Leistung ab. Noch schlimmer sieht es auch, wenn Viren in Laufzeit-komprimierter Form unterwegs sind: Alle bis auf zwei Antivirenprogrammen sind blind für die gängigen Windows-Laufzeitkomprimierer.

Zu den besten Programmen im Test gehören FP-Win (PerComp-Verlag) und AVP (Datsec). FP-Win lag in der Scanleistung knapp vor AVP, das jedoch in der Reinigung und dem Umgang mit Archiven vorn lag. Die weltweiten Marktführer Norton Antivirus von Symantec und VirusScan von McAfee kamen wegen ihrer Schwächen im Umgang mit komprimierten Dateien im vorderen Mittelfeld zu liegen. Norton Antivirus lag noch vor VirusScan, fiel jedoch unangenehm durch seinen großen Verbrauch an Festplattenspeicher auf (45,8 MB), während VirusScan zu den langsamsten Scannern gehörte.

Außer Konkurrenz wurde F/Win32 getestet, das auf Makroviren spezialisiert ist und diese Aufgabe bravourös löst. Es empfiehlt sich als Ergänzung zu anderen Scannern, die in diesem Bereich Schwächen haben.

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