Grafikkarten-Treiber einrichten und Effekte nutzen
Übersicht und Konfiguration
Eins vorweg: Nicht alle Effekte funktionieren immer wie gewünscht, die Plug-ins sind teilweise noch etwas instabil. Im CompizConfig Einstellungsmanager, der sich unter Ubuntu und Open Suse weitgehend gleicht, schalten Sie einzelne Effekte durch das Setzen oder Entfernen eines Häkchens ein oder aus. Die Effekte sind in Gruppen zusammengefasst: Unter "Accessibility" finden Sie Effekte, die die Lesbarkeit des Desktops beeinflussen, "Desktop" bietet Plug-ins etwa zum Platzieren von Arbeitsflächen auf einem 3D-Würfel - das wohl bekannteste Plug-in. In der Rubrik "Effects" beeinflussen Sie, wie Fenster beim Verkleinern, Vergrößern oder Verschieben reagieren, etwa mit dem Effekt "Wackelige Fenster". "Animationen" bietet verschiedene Spielereien. Unter "Extras" können Sie etwa "Fenster-Vorschaubilder" verwenden, um den Inhalt geöffneter Fenster in der Taskleiste beim Darüberfahren mit der Maus in einem Vorschaubild anzuzeigen. "Image Loading" beeinflusst das Anzeigen bestimmter Dateitypen in Compiz, etwa wenn Sie ein eigenes Bild auf die Oberseite des Desktop-Würfels zaubern wollen. In der Rubrik "Utility" finden Sie systemnahe Plug-ins, etwa "Video Playback", um laufende Videos in Vorschaubildern besser darzustellen. Interessant ist auch die letzte Rubrik, "Window Management", bei der Sie das Verhalten der Fenster beeinflussen können. Einzelne Aktionen lassen sich meist auch per Tastendruck auslösen, etwa das Verschieben eines Fensters mit Alt + F7. Welche Tastenkombinationen die Effekte einzelner Plug-ins auslösen, erfahren Sie, indem Sie das Icon eines Effekts anklicken und dort die Registerkarte "Aktionen" öffnen.
Wer mit mehreren Arbeitsflächen arbeitet, findet bestimmt Gefallen am Desktop-Würfel. Aktivieren Sie per Mausklick die Plug-ins "Desktop-Würfel" und "Würfel drehen". Nun können Sie mit Strg + Alt und der linken Maustaste den Würfel auf dem Desktop drehen. Unter Ubuntu richten Sie gegebenenfalls noch zwei weitere Arbeitsflächen über die "Einstellungen" des Icons rechts unten in der Leiste ein. Wenn Sie ein Fenster über den linken oder rechten Rand des Desktops hinaus ziehen, landen Sie automatisch auf dem nächsten Desktop. Sie können auch weiterhin den Umschalter in der Taskleiste verwenden, auch dabei dreht sich der Würfel. Sofern ein Plug-in konfigurierbar ist, erreichen Sie dessen Optionen über das Icon des jeweiligen Effekts. So auch beim Desktop-Würfel: In mehreren Registerkarten verändern Sie etwa die Transparenz oder Drehgeschwindigkeit. Außerdem können Sie in der Registerkarte "Appearance" den Würfeldeckel ("Cube Caps") oder den Hintergrund ("Skydome") mit einem eigenen Bild versehen. Teilweise überlappen sich die Plug-ins auch. In der Rubrik "Utility, Cube Caps" können Sie ebenfalls eigene Bilder sowohl für den Deckel als auch für den Boden des Würfels bestimmen.
Für den 3D-Desktop gibt es auch einen eigenen Theme-Manager: Mit Emerald wählen Sie nicht nur aus vielen modernen Designs für den Desktop aus, Sie können auch jedes noch so kleine Detail anpassen. Unter Open Suse installieren Sie Emerald mit den Paketen "compiz-emerald" und "compiz-emerald-themes" aus dem Repository "openSUSE BuildService - X11.XGL". Über "Dienstprogramme, Desktop, Themeverwaltung für Emerald" können Sie dann einzelne Designs auswählen und bearbeiten. Unter Ubuntu installieren Sie die Pakete "emerald", "libemeraldengine0", "gnome-compiz-manager" sowie "subversion", mit dem Sie später Designs aus dem Internet laden. Öffnen Sie dann ein Terminal-Fenster, tippen Sie
svn ls https://svn.generation.no/emerald-themes
ein, und akzeptieren Sie mit P das Zertifikat. Über "System, Einstellungen, Emerald Theme Manager" öffnen Sie anschließend das Emerald-Konfigurationsprogramm. In der Registerkarte "Datenquellen" klicken Sie auf "Fetch non GPL'd Themes", um Designs aus dem eben eingerichteten SVN-Repository herunterzuladen. Etwaige Fehlermeldungen schließen Sie. Unter Suse werden Themes sofort aktiv, unter Ubuntu müssen Sie gegebenenfalls nach der Auswahl eines Themes "System, Einstellungen, GL Desktop" aufrufen, um ein ausgewähltes Design zu aktivieren. In der Regel ist das nur bei der ersten Verwendung von Emerald nötig.



