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Windows Server 2008

29.02.2008 | 09:12 Uhr |

Microsofts neues Serverbetriebssystem ist seit dem 28.02 verfügbar. Bedeutsame Neuerungen weisen die Bereiche Administration, Sicherheit, Active Directory, Terminal Services, Clustering und Internet Information Services (IIS 7) auf. Auch in struktureller Hinsicht gibt es Veränderungen. Die bereits bei Windows Server 2003 R2 in Zügen vorhandenen Server-Rollen, sind bei dessen Nachfolger von weitaus größerer Bedeutung.

Neu ist auch Server Core, eine Ausgabe von Windows Server 2008, die im Wesentlichen ohne graphische Benutzeroberfläche auskommt. Die Aministration findet hier hauptsächlich auf der Kommandozeile statt. Darüber hinaus bietet Windows 2008 eine Reihe von Verbesserungen im Detail, wie etwa einen deutlich erweiterte Ereignisanzeige, die neue Zuverlässigkeits- und Leistungsanzeige, oder Neuerungen im Bereich der Gruppenrichtlinien. Hier ist auch PowerShell zu nennen, Microsofts neue Kommandozeile und Scriptsprache, die erstmals standardmäßig mit einem Microsoft-Betriebssystem ausgeliefert wird. Einige dieser Neuerungen wurden bereits mit Windows Vista eingeführt, können aber erst im Zusammenspiel mit der neuen Serverversion von Windows ihre Möglichkeiten voll ausspielen.

Server-Rollen und Features

Bereits bei Windows Server 2003 R2 hat Microsoft die sogenannten Server-Rollen eingeführt. Dabei handelt es sich um Server-Anwendungen, die einzeln nachinstalliert werden können. Bei früheren Versionen wurden Applikationen wie die Internet Information Services (IIS) oder die Dateifreigabedienste bei einer Neuinstallation von Windows Server standardmäßig eingerichtet. Bei Windows Server 2008 ist das Konzept der Server-Rollen von zentraler Bedeutung. Ein neu installierter Windows Server kann im Grunde noch keinerlei Funktion erfüllen. Der Administrator muss dem Server zunächst explizit die benötigten Rollen zuweisen.

Dadurch wird die Sicherheit erhöht, weil immer nur die Anwendungen, die auch tatsächlich benötigt werden, auf dem Server installiert sind. Außerdem lassen sich so Ressourcen schonen , weil weniger Festplattenplatz und Arbeitsspeicher benötigt werden. Windows Server 2008 RC0 hat insgesamt 17 verschiedene Rollen zu bieten. Dazu gehören zum Beispiel die Druckdienste, Terminaldienste oder die Active Directory-Domänendienste.

Außer den Server-Rollen kennt Windows Server 2008 noch die sogenannten Features . Während die Server-Rollen Basisdienste bereitstellen, erweitern die Features eine Server-Installation um zusätzliche Funktionen. In vielen Fällen sind Server-Rollen abhängig von Features oder ergänzen diese optional durch weitere Merkmale. So setzen zum Beispiel die Windows Sharepoint Services unter anderem die Features Windows-Prozessaktvierungsdienst und .NET-Framework voraus. Die Unterscheidung zwischen Server-Rollen und Funktionen erscheint allerdings zuweilen willkürlich. So ist etwa der DNS-Dienst eine Serverrolle, während Windows Internet Naming Service (WINS) nur der Status einer Funktion zugestanden wird.

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