29.07.2010, 10:03

Hermann Apfelböck

USB-Stick verschlüsseln

In 5 Schritten zum sicheren USB-Stick

USB-Sticks sind schön klein – und gehen gerne mal verloren. Und dann hat ihn ein Fremder. So sorgen Sie vor, dass der nicht auch noch den Inhalt lesen kann.
Es ist fast ein Muss, den Inhalt von USB-Sticks zu verschlüsseln. Wenn Sie auf dem kleinen Speicher persönliche Informationen transportieren, sollten Sie die folgende Anleitung unbedingt berücksichtigen. Mithilfe des kostenlosen Verschlüsselungsprogramms Truecrypt sind Ihre Daten sicher verwahrt und trotzdem komfortabel zugänglich.
Schritt 1: Truecrypt auf dem USB-Stick installieren
Die aktuelle Version von Truecrypt gibts bei PC-WELT kostenlos. Das Installationsprogramm ist englischsprachig, die Software selbst können Sie später auf Deutsch umstellen (siehe unten).
Das Installationsprogramm kennt zwei Varianten: „Install“ und „Extract“. Mit „Install“ richten Sie die Software auf Ihrem Windows-PC ein. Doch wenn Sie mit dem USB-Stick unterwegs sind und Ihre verschlüsselten Daten auf einem fremden PC nutzen wollen, hilft Ihnen das nichts. Wählen Sie deshalb die Option „Extract“, und klicken Sie dann auf „Next“. Die nachfolgende Warnung quittieren Sie mit „Ja“.
Im folgenden Fenster geben Sie den Zielordner an. Am besten nennen Sie schon hier als Ziel das gewünschte externe Laufwerk, also Ihren USB-Stick. Extrahieren Sie Truecrypt in den Ordner „X:\TrueCrypt“ („X:“ als Beispiel für den Laufwerksbuchstaben Ihres Speichersticks). Damit ist das Programm auf dem Stick auf jedem Windows-PC lauffähig.
Truecrypt auf Deutsch nutzen: Truecrypt spricht Deutsch, wenn Sie das Archiv „Langpack-de“ in das Programmverzeichnis entpacken. Sobald die im Archiv enthaltene Datei „Language.de.xml“ in diesem Ordner liegt, wird die Menüführung beim nächsten Truecrypt-Start automatisch deutschsprachig.
Truecrypt zusätzlich auf einem PC installieren: Mit der „Install“-Option sollten Sie Truecrypt zusätzlich auf Ihrem Büro-PC und dem Computer zu Hause installieren. Warum? Weil die „Extract“-Methode einen kleinen Komfortnachteil mitbringt: Das Verschlüsselungsprogramm muss bei jedem Aufruf seinen Treiber laden, und dafür braucht es Administratorrechte. Unter Windows Vista und 7 schlägt deshalb jedes Mal die Warnmeldung der Benutzerkontensteuerung an, die Sie mit „Ja“ bestätigen müssen. Ist Truecrypt jedoch auf einem Computer installiert, wird der Treiber von Windows automatisch geladen, und die Warnmeldung entfällt. Achten Sie bei der zusätzlichen Installation auf Festplatte darauf, die genau gleiche Truecrypt-Version wie auf dem Stick zu verwenden.
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