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Dank USB-Hub: Nie wieder Mangel an USB-Anschlüssen

07.09.2016 | 09:03 Uhr |

Mit einem USB-Hub verteilen Sie ein USB-Signal an mehrere Ports. Das ist etwa dann ideal, wenn Ihr Computer weniger USB-3.0-Ports besitzt, als Sie für entsprechende Geräte benötigen.

Ein Handelüblicher PC ist je nach Modell mit gerade mal vier bis acht USB-Schnittstellen ausgestattet, was anhand der Fülle an kompatiblen Geräten ganz schnell zu einem Engpass führen kann. Ein USB-Hub macht aus einem einzigen USB-Port bis zu zehn USB-Ports. Das Funktionsprinzip gleicht einer Mehrfachsteckdose.

Aktiv oder passiv: Eine Frage der angeschlossenen Geräte

Die meisten USB-Hubs haben drei, vier, fünf oder sieben Downstream-Ports, vereinzelt werden Modelle mit 10 oder 12 Ports angeboten. Neben dem unterstützten USB-Standard 2.0 beziehungsweise 3.0 ist die Stromversorgung ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Einfache passive Modelle (Bus-Powered) beziehen den Strom direkt vom USB-Anschluss des Hosts, also Desktop-PC oder Notebook. Aktive Hubs (Self-Powered) besitzen eine eigene Stromversorgung und werden über ein Steckernetzteil mit Strom versorgt. Manche Monitore haben auch einen USB-Hub eingebaut, der über die Stromversorgung des Monitors mitgespeist wird (siehe Kasten unten). Aktive Hubs haben den Vorteil, dass jedes an sie angeschlossene Gerät bis zu 500 Milliampere (USB 2.0) beziehungsweise 900 mAh (USB 3.0) Strom beziehen kann. Bei passiven Hubs dürfen der Hub und alle an ihn angeschlossenen Geräte gemeinsam maximal 500/900 mA beziehen. Für Eingabegeräte ist das mehr als genug, doch zum Laden großer Geräte wie Tablets reicht diese Energiemenge nicht aus. Hybride Self- und Bus-Powered-Hubs sind möglich – der Hub ist dann aktiv, wenn ein Netzteil an ihn angeschlossen ist, ansonsten passiv. Wenn Sie mehrere Geräte gleichzeitig mit Energie versorgen möchten, sollten Sie sich für einen aktiven Hub entscheiden.

Tipp: Manche aktiven Hubs besitzen speziell gekennzeichnete Lade-Ports, die eine weit über den Standard hinaus gehende Stromstärke von einem bis drei Ampere bereitstellen. An diese Schnittstellen können Sie auch besonders leistungshungrige Geräte wie Tablets und Smartphones zum Aufladen anstecken.

Siehe auch: Die besten USB-Tipps und -Tools

USB-Standards: Im Zweifelsfall immer Hubs mit USB 3.0

Im Handel angeboten werden Hubs mit 2.0- und 3.0-Unterstützung. Dank der Abwärtskompatibilität empfiehlt es sich jedoch, aus Gründen der Zukunftssicherheit zu einem USB-3.0- Hub zu greifen. Daran können Sie all Ihre USB-2.0-Geräte problemlos betreiben. Darüber hinaus kommen Sie in den Genuss der höheren Geschwindigkeit und des erhöhten Ladestroms beim Anschluss entsprechender Geräte wie USB-3.0-Festplatten oder Tablets. Aktive Hubs mit eigenem Netzteil beginnen bei rund 15 Euro. Im oberen Preissegment zwischen 25 und 60 Euro gibt es hochwertig verarbeitete, aktive USB-3.0-Hubs mit soliden Metallgehäusen und Kontrollleuchten.

Info: Der Monitor als USB-Hub

Neben den Anschlüssen wie Displayport, DVI, HDMI oder VGA haben viele Monitore auch USB-Schnittstellen. Sie sitzen meistens seitlich am Gehäuse und lassen sich für externe Festplatten, USB-Sticks oder Webcams verwenden. Sie erweitern die Auswahl an USB-Schnittstellen und vereinfachen deren Einsatz, da sie leicht erreichbar sind. Häufig sind die Anschlüsse ab Werk deaktiviert. Um sie nutzen zu können, schalten Sie diese über das Onscreen-Menü des Bildschirms frei. Die Funktion ist meist unter „Setup“ oder „Einrichtung“ zu finden. Unter „USB“ wechseln Sie etwa von „Off“ auf „On“. Nun sind die Anschlüsse aktiv geschaltet und Sie können die USB-Ports am Monitor für beliebige USB-Geräte verwenden. Windows erkennt angeschlossene Sticks oder externe Festplatten, als wären sie direkt in einen freien Port am PC eingesteckt.

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