12.04.2011, 12:12

Michael Schmelzle

USB 3.0: Voraussetzung und Nachrüsten

Um die volle Geschwindigkeit eines USB-3.0-Geräts nutzen zu können, muss Ihr Rechner einen USB-3.0-Host-Controller besitzen. Seit etwa anderthalb Jahren sind viele PC-Hauptplatinen mit einem solchen Controller ausgestattet. Notebooks mit USB-3.0-Controller sind erst seit ein paar Monaten erhältlich. In jedem Fall können Sie leicht überprüfen, ob Ihr Rechner schon USB 3.0 beherrscht - anhand der blauen USB-Buchsen.
Bei kabelgebundenen Geräten wie externen USB-3.0-Festplatten kommt eine weitere Bedingung hinzu: Das Laufwerk muss mit dem PC oder Notebook über ein USB-3.0-Kabel verbunden sein, das neben den vier USB-2.0-Leitungen zwei zusätzliche, extra abgeschirmte Adernpaare besitzt. Zudem schreibt die 3.0-Spezifikation zwingend vor, alle Kabelstränge nochmals gemeinsam abzuschirmen.  
Aus diesem Grund sind auch die neuen USB-Stecker anders aufgebaut und besitzen fünf zusätzliche Kontakte. Mechanisch unverändert blieben dabei nur Stecker vom Typ A, die als einzige auch in Buchsen der Vorgängerstandards USB 1.1 und USB 2.0 funktionieren. Typ-B-Stecker (linke Abbildung) und Micro-USB-Stecker (nachfolgende Abbildung) haben dagegen eine zweite Ausbuchtung und passen dadurch nicht mehr in die alten Buchsen.
Die Hersteller externer Festplatten tragen diesem Umstand aber Rechnung und liefern die Laufwerke immer mit einem passenden Kabel aus. Bei 2,5-Zoll-Modellen ist dies ein USB-3.0-Kabel, das Micro-USB auf Typ A umsetzt. In der 3,5-Zoll-Klasse führt das USB-3.0-Kabel den laufwerksseitigen Typ-B-Stecker ebenfalls als Typ A aus. So ist jederzeit gewährleistet, dass Sie die externe Festplatte auch an USB-2.0-Buchse betreiben können - dann jedoch auch nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit.

USB 3.0 nachrüsten: ab 14 Euro

Besitzt Ihr Rechner keine USB-3.0-Anschlussbuchse, können Sie mit einer Controller-Karte USB 3.0 problemlos nachrüsten. Das geht recht einfach und muss auch nicht die Welt kosten. Günstige Controller-Karten für den PC oder das Notebook bekommen Sie bereits ab 14 Euro.

Bei PCs beschränkt sich die Auswahl auf 1x-PCI-Express-Steckkarten. Nur Asus bietet für hauseigene Hauptplatinen 4x-Karten an. Achten Sie darauf, dass die Controller-Karte PCI Express 2.0 unterstützen und damit bis zu 500 MB/s transportiert. Natürlich gilt das auch umgekehrt für die PCI-Express-Steckplätze Ihrer Hauptplatine: Endsprechen diese nur dem 1.0a oder 1.1-Standard, liegt die Transferleistung einer 1x-Datenbahn ("Lane") bei maximal 250 MB/s. Das bremst besonders schnelle USB-3.0-Sticks wie den Super Talent RaidDrive bereits aus.
Hauptplatinen mit PCI-Express-2.0-Steckplätzen kamen Ende 2007 mit den Chipsatz-Serien AMD 700, Intel X38/X48 und Nvidia Nforce 700 auf den Markt. Allerdings hat Intel noch 2008 bei den weit verbreiteten Ibex-Peak-Chipsätzen H55, H57, P55 und Q57 die Transferleistung einer 1x-Datenbahn auf 250 MB/s beschränkt.

Wollen Sie bei Ihrem Notebook USB 3.0 nachrüsten, sind Sie auf eine ExpressCard/34 festgelegt. Diese können Sie auch in einem ExpressCard/54-Schacht betreiben. Auch wenn die aktuell erhältlichen Karten bereits den 2.0-Standard erfüllen und damit eine Transferleistung von bis zu 500 MB/s erreichen, können Sie meist nicht die volle Geschwindigkeit nutzen. Grund: Außer den aktuellen Intel-Chipsätzen HM65, HM67, QM67 und QS67 steuern alle Notebook-Chipsätze den ExpressCard-Anschluss nur mit maximal 250 MB/s an.

USB-3.0-Controllerkarte in Betrieb nehmen

Die Inbetriebnahme einer Controller-Karte ist einfach. Bauen Sie die Karte in den entsprechenden Steckplatz beziehungsweise Schacht des PCs oder Notebooks ein. PCI-Express-Steckkarten benötigen in der Regel noch eine zusätzliche 4polige Stromversorgung vom Netzteil, um temporäre Stromspitzen abzufedern, die beim Einschalten von externen Festplatten auftreten können. Starten Sie dann den Rechner, und installieren Sie den beiliegenden Treiber der Controller-Karte. Nach einem Neustart ist die Controller-Karte dann betriebsbereit.
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