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US-Gericht erklärt Tauschbörsen Morpheus & Grokster für legal

28.04.2003 | 12:57 Uhr |

Ein US-Bezirksgericht in Kalifornien hat die beiden Peer-to-Peer-Tauschbörsen Morpheus (vom Unternehmen Streamcast) und Grokster für legal erklärt und eine Klage von der Platten- und Film-Industrie wegen Urheberrechtsverletzungen abgewiesen, die die Schließung der beiden Tauschprogramme gefordert hatten.

Ein US-Bezirksgericht in Kalifornien hat die beiden Peer-to-Peer-Tauschbörsen Morpheus (vom Unternehmen Streamcast ) und Grokster für legal erklärt und eine Klage von der Platten- und Film-Industrie wegen Urheberrechtsverletzungen abgewiesen, die die Schließung der beiden Tauschprogramme gefordert hatten.

"Grokster und Streamcast unterscheiden sich nicht wesentlich von Unternehmen die Videorekorder oder Kopiermaschinen verkaufen, wobei beide genutzt werden könnten, um Urheberrechte zu verletzen", so der Bezirksrichter Stephen Wilson in seiner Urteilsbegründung. Außerdem sei "unbestritten, dass es wesentliche und nicht (die Urheberrechte verletzende) Nutzungen der Software gibt".

Der Richter ist zudem der Meinung, dass beide Anbieter keinerlei Einfluss darauf hätten, wofür die Anwender letztendlich die Tauschbörsen nutzen würden. Im Gegensatz zu Napster würde keine zentraler Server genutzt und die Anwender würden dadurch dezentral agieren. Der Anbieter hätte somit keine Möglichkeit, illegale Handlungen zu unterbinden. Außerdem sei es nicht das Ziel des Anbieters den Usern eine Software zum illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützten Dateien anzubieten. Beide Anwendungen würden kostenlos angeboten, um Werbung zu verkaufen und für den Online-Vertrieb von legalen Inhalten.

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