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US-Gericht: Provider muss Kazaa-Nutzerdaten an RIAA rausrücken

22.01.2003 | 10:57 Uhr |

Ein US-Gericht hat jetzt eine Entscheidung gefällt, die ein erster Schritt hin zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen der Musik-Industrie und Einzelanwendern sein könnte. Im konkreten Fall wollte die RIAA von einem Provider die Nutzerdaten eines besonders aktiven Kazaa-Nutzers bekommen. Das Gericht gab der Klage nun statt.

Ein US-Gericht hat jetzt eine Entscheidung gefällt, die ein erster Schritt hin zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen der Musik-Industrie und Einzelanwendern sein könnte.

Im konkreten Fall wollte die Recording Industry Associaton of America (RIAA) vom Internet Service Provider Verizon die Nutzerdaten eines besonders aktiven Kazaa-Nutzers bekommen. Diesem wurde von Seiten der RIAA vorgeworfen, sich bis zu 600 Musik-Stücke pro Tag über das Peer-to-Peer-Netzwerk besorgt und angeboten zu haben.

Der Provider wehrte sich mit dem Hinweis, dass er lediglich die Leitungen zur Verfügung stelle, mit den illegalen Aktivitäten des Nutzers nichts zu tun habe und die entsprechenden Dateien nicht auf Servern des Providers sondern vielmehr auf dem Rechner des Nutzers gespeichert seien. Somit falle Verizon nicht unter die Auskunftspflicht des Digital Millenium Copyright Acts (DMCA).

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