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US-Abgeordneter: Musikstudios sollen Hacken dürfen

26.06.2002 | 14:45 Uhr |

Der Kampf zwischen Peer-to-Peer-Fans und Musikstudios geht in eine neue Runde. Mit dem US-Abgeordneten Howard Berman mischt nun auch die Politik mit. Der Politiker, dessen Wahlkreis pikanterweise auch Nord-Hollywood umfasst, will per Gesetzesvorschlag der Industrie die Möglichkeit zur Selbsthilfe geben, ohne dass diese gegen Gesetze verstoßen.

Der Kampf zwischen Peer-to-Peer-Fans und Musikstudios geht in eine neue Runde. Mit dem US-Abgeordneten Howard Berman mischt nun auch die Politik mit. Der Politiker, dessen Wahlkreis pikanterweise auch Nord-Hollywood umfasst, will per Gesetzesvorschlag der Industrie die Möglichkeit zur Selbsthilfe geben, ohne dass diese gegen Gesetze verstoßen.

Die "Selbsthilfe" reicht Bermans Auffassung zufolge von Umleitung oder Unterbrechung der Übertragungen in P2P-Netzen bis zu File-Blocking und Verteilung von unbrauchbaren Dateien. Allerdings dürfen nach den Vorstellungen von Berman die Urheberrechtsinhaber die beteiligten Computer nicht beschädigen oder einen Virus freisetzen. "Während P2P-Netze ihre Technologie für die Distribution immer weiter entwickeln können, sind Urheberrechtsinhaber in ihren Möglichkeiten, technologische Gegenmaßnahmen zu treffen, begrenzt. Das ist unfair", so Berman.

Als Beispiel nennt Berman die Satellitennetz-Betreiber in den USA, die in regelmäßigen Abständen elektronische Störsignale aussenden, um so Schwarzsehern das Leben schwer zu machen.

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