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Tutorial: Synology-NAS einrichten und verwenden

20.10.2016 | 11:12 Uhr |

Bevor Sie von den zahlreichen Funktionen profitieren, die moderne NAS-Systeme von Synology auszeichnen, steht die grundlegende Konfiguration auf dem Programm. Wir zeigen Ihnen, wie es geht und was Sie beachten sollten.

Eigener Musik-Streaming-Server, Film-und TV-Serienzuspieler sowie private Cloud – bevor Sie von allen Vorteilen profitieren, die aktuelle NAS-Systeme auszeichnen, steht zunächst einmal die Grundkonfiguration des Netzwerkspeichers auf dem Programm. Kompliziert ist die erstmalige Einrichtung nicht, da Sie von Assistenten Schritt für Schritt durch den gesamten Vorgang begleitet werden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass auch weniger versierte Anwender schnell – und vor allem erfolgreich – zum Ziel kommen. Anschließend können Sie sich dann an die erweiterten Einstellungen machen und die gerätespezifischen Apps, Funktionen und Dienste Ihres Netzwerkspeichers konfigurieren.

Tipp: NAS-Kaufberatung - Die besten Netzwerkspeicher

Grundkonfiguration Synology-NAS

Sie haben Ihre Synology-NAS mit Festplatten bestückt, in das heimische Netzwerk integriert und eingeschaltet? Dann steht die Konfiguration auf dem Programm. Wir zeigen Ihnen am Beispiel des Modells DS716+ , wie Sie den Netzwerkspeicher einrichten. Sie haben ein älteres Modell? Auf Seite 2 des Artikels richten wir das DS214+ ein.

1. Diskstation im Netzwerk finden

Schritt 1: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 1: Synology-NAS einrichten

Im Webbrowser tippen Sie die URL http://find.synology.com ein und bestätigen mit der Eingabetaste. Der Synology Web Assistant durchsucht nun Ihr LAN und zeigt die NAS an. Klicken Sie auf „Verbinden“ und fahren Sie mit Schritt 2 fort. Sollte der Netzwerkspeicher nicht gefunden werden klicken Sie auf „Synology Assistant“, wählen im Download-Zentrum den Gerätetyp und das Modell aus und laden sowohl die aktuelle Version von Synology Assistant als auch das als DSM (DiskStation Manager) bezeichnete NAS-Betriebssystem herunter. Installieren Sie die Software und starten Sie das Tool, das das Synology-Gerät findet und Sie dazu auffordert, das Betriebssystem einzuspielen. Klicken Sie auf „Durchsuchen“, wechseln Sie zum Ordner, in dem das zuvor geladene Betriebssystem gespeichert ist, markieren Sie die PAT-Datei und bestätigen Sie mit „Öffnen“. Klicken Sie auf „Weiter“ und folgen Sie den Bildschirmanweisungen. Nach Abschluss der Installation rufen Sie den Synology Web Assistant auf und klicken auf „Verbinden“, um mit der Konfiguration fortzufahren.

2. DiskStation Manager einrichten

Schritt 2: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 2: Synology-NAS einrichten

Nach einem Klick auf „Einrichten“ werden Sie aufgefordert, das Synology-Betriebssystem DiskStation Manager (DSM) zu installieren. Per Klick auf „Jetzt installieren“ starten Sie die Einrichtung. Bestätigen Sie den folgenden Warnhinweis. Nun kann es etliche Minuten dauern, bis die DSM-Installation abgeschlossen ist. Schließen Sie anschließend den Willkommensbildschirm und richten Sie Ihr Administratorkonto ein, indem Sie die geforderten Informationen eingeben: „Servername“, „Benutzername“ und „Passwort“. Im Schritt „Aktualisierung und Wartung von DSM“ entscheiden Sie, wie mit Aktualisierungen des DSM zu verfahren ist. Ratsam ist es, Updates automatisch einspielen zu lassen, damit das Betriebssystem stets auf dem aktuellsten Stand ist. Aktivieren Sie die gewünschte Option und bestätigen Sie mit „Weiter“.

3. QuickConnect-Funktion einrichten

Schritt 3: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 3: Synology-NAS einrichten

Haben Sie vor, über das Internet auf Ihre Synology-NAS zuzugreifen, sollten Sie QuickConnect nutzen. Hierbei handelt es sich um einen DynDNS-Service von Synology, der das Problem der dynamischen IP-Adressen löst und zudem die manuelle Portweiterleitung überflüssig macht. Für Sie bedeutet dies, dass Sie von jedem internetfähigen Gerät auf Ihre NAS zugreifen können; und zwar über die URL http://QuickConnect.to/ gefolgt von der QuickConnect-ID Ihrer NAS. Aktivieren Sie die Option „QuickConnect-ID mit einem neuen Synology-Konto erstellen“, geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und legen Sie ein starkes Passwort fest.

Bei „QuickConnect ID“ geben Sie die Bezeichnung ein, unter der Sie Ihre NAS erreichen wollen. Nach einem Klick auf „Weiter“ wird überprüft, ob diese Bezeichnung bereits von einem anderen Nutzer verwendet wird. Beenden Sie die Einrichtung mit „Weiter“ und schließen Sie den Assistenten mit „Los“.

4. Neues Volume anlegen

Schritt 4: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 4: Synology-NAS einrichten

Die Bedienoberfläche wird automatisch geladen. Ihre nächste Aufgabe besteht darin, ein neues Volume anzulegen. Klicken Sie oben links auf das Symbol „Hauptmenü“ und wählen Sie „Speichermanager“. Klicken Sie in der linken Spalte auf „Volume“, wählen Sie „Erstellen“ und entscheiden Sie sich für den gewünschten Modus. Ratsam ist es, „Schnell“ auszuwählen und mit „Weiter“ zu bestätigen, damit automatisch ein SHR-Volume (Synology Hybrid Raid) angelegt wird. Entscheiden Sie sich dann in den folgenden Schritten für die vorgeschlagenen Einstellungen. Mit „Übernehmen“ beenden Sie die Einrichtung. Möchten Sie den RAID-Modus hingegen selbst festlegen, wählen Sie „Benutzerdefiniert“ und folgen den Anweisungen. Abhängig von den gewählten Einstellungen kann die Einrichtung eines neuen Volumes durchaus mehrere Stunden dauern.

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5. Freigegebene Ordner anlegen

Schritt 5: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 5: Synology-NAS einrichten

Damit andere Nutzer auf die Dateien, die auf der NAS gespeichert sind, zugreifen können, müssen Sie Ordner freigeben und neue Benutzerkonten anlegen. Klicken Sie auf das Desktop-Symbol „Systemsteuerung“ und klicken Sie oben rechts auf „Erweiterter Modus“, damit alle vorhandenen Funktionen und Optionen angezeigt werden. Neue Ordner, in denen Sie etwa Ihre Musikdateien speichern und für Ihre Familie freigeben, legen Sie über „Gemeinsamer Ordner“ an.

Klicken Sie auf „Erstellen“ und geben Sie eine Bezeichnung ein. Haben Sie auf Ihrer NAS mehrere Volumes eingerichtet, wählen Sie unter „Ort:“ das gewünschte Volume aus. Alle weiteren Einstellungen, darunter „Papierkorb aktivieren“ und die Ordnerverschlüsselung sind optional. Klicken Sie auf „OK“, um den Ordner anzulegen. Anschließend legen Sie fest, welche Benutzergruppen darauf zugreifen dürfen und über welche Rechte sie verfügen. Falls erforderlich, erstellen Sie weitere Ordner, etwa für freigegebene Videos und Fotos.

6. Weitere Benutzer hinzufügen

Schritt 6: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 6: Synology-NAS einrichten

Neue Benutzerkonten legen Sie in der „Systemsteuerung“ über „Benutzer“ und „Erstellen“ an. Geben Sie zumindest „Name“ und „Passwort“ ein, klicken Sie auf „Weiter“ und legen Sie fest, welcher Gruppe der neue Nutzer angehören soll. Im Normalfall entscheiden Sie sich für „users“, da Mitglieder dieser Gruppe nicht über Administratorrechte verfügen. Bestätigen Sie mit „Weiter“ und geben Sie an, auf welche der bereits eingerichteten Freigabeordner der Nutzer zugreifen kann. Anschließend wählen Sie aus, welche Anwendungen der Benutzer verwenden darf. Zum Abschluss klicken Sie auf „Übernehmen“. Haben Sie alle Konten eingerichtet, können Sie über „Gruppe“ die Zugriffsrechte aller eingerichteten Benutzer in einem Rutsch festlegen. Wollen Sie Benutzern eigene Speicherordner zuweisen, klicken Sie auf das Register „Erweitert“, schalten die Option „Benutzer-Home-Dienst aktivieren“ ein und bestätigen mit „Übernehmen“. Anschließend wird automatisch der Ordner „homes“ angelegt. In diesem Verzeichnis werden wiederum Unterverzeichnisse erstellt, die die Namen der eingerichteten Benutzer tragen. Sehr gut: Abgesehen von Mitgliedern der admin-Gruppe kann kein Nutzer auf die persönlichen Inhalte eines anderen zugreifen.

7. Elementare Dienste aktivieren

Schritt 7: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 7: Synology-NAS einrichten

Alle weiteren Konfigurationsaufgaben erledigen Sie ebenfalls über die „Systemsteuerung“. An erster Stelle stehen die „Dateidienste“. Zur Auswahl stehen Windows-, Mac-und NFS-Dateidienste, FTP, TFTP und rsync. Um im heimischen Netzwerk über den Windows-Explorer oder den Finder auf die NAS-Freigaben zuzugreifen, sollten Sie den „Windows Dateidienst“ respektive den „Mac Dateidienst“ aktivieren. Möchten Sie mit einem FTP-Client auf die freigegebenen Ordner zugreifen, schalten Sie im Register „FTP“ den entsprechenden Dienst ein. Nicht schaden kann es, über „Sicherheit“ und „Firewall“ die im Synology-Betriebssystem integrierte Firewall zu aktivieren.

8. Zusätzliche Apps einspielen

Schritt 8: Synology-NAS einrichten
Vergrößern Schritt 8: Synology-NAS einrichten

Ein Argument, das ganz klar für die Nutzung einer NAS spricht, ist die Möglichkeit, den Funktionsumfang durch Apps zu erweitern. Um sich einen Überblick zu verschaffen, klicken Sie das Desktop-Symbol „Paket-Zentrum“ an, bestätigen die Nutzungsbedingungen und werfen einen Blick auf die Rubrik „Empfohlen“. Die hier angepriesenen Apps stammen allesamt von Synology und ermöglichen es Ihnen, die auf der NAS gespeicherten Fotos, Musikstücke und Videos zu verwalten und im heimischen Netzwerk zu streamen. Um eine dieser Apps, etwa Audio Station, einzuspielen, klicken Sie auf „Installieren“. Anschließend starten Sie die App, indem Sie oben links auf „Hauptmenü“ klicken und dann „Audio Station“ wählen. Auf die gleich Art und Weise spielen Sie alle anderen Apps, die Sie benötigen, ein.

Super: Synology stellt für Android und iOS kostenlose Apps bereit, die es Ihnen ermöglichen, auf der NAS gespeicherte und mit den Synology-eigenen Anwendungen verwaltete Multimediainhalte auf Smartphones und Tablets zu streamen.

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