Turbo Boost

Turbo-Boost für Ihren Prozessor

Samstag den 08.01.2011 um 08:34 Uhr

von Daniel Behrens

Sie besitzen einen PC mit Intels Core-i5- oder Core-i7-Prozessor? Dann kann es durchaus sein, dass er zu langsam läuft, weil die Turbo-Boost-Technologie nicht aktiviert ist. Hier lesen Sie, wie Sie alles aus Ihrem PC herausholen und was AMD Intels Technik entgegenzusetzen hat.
Prozessor mit Turbo Boost übertakten
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© 2014

Die meisten Intel-Prozessoren der Reihen Core i5 und Core i7 bringen die Technik "Turbo Boost" mit. Turbo Boost beschleunigt Anwendungen, die keine Multicore-Unterstützung bieten, also nur einen der zwei, vier oder sogar sechs CPU-Kerne ansprechen. Turbo Boost macht sich zunutze, dass inaktive Prozessorkerne in einen Energiesparmodus schalten, wenn sie gerade nicht genutzt werden. Dadurch produziert die CPU weniger Abwärme, obwohl die Kühlung für deutlich mehr ausgelegt ist.

Hier setzt Turbo Boost an: Es übertaktet die aktiven Kerne so weit, bis die maximale Hitzespezifikation erreicht ist. Durch den höheren Takt laufen rechenintensive Anwendungen, die nur einen Kern nutzen, schneller. Beispiele hierfür sind ältere 3D-Spiele und Umwandlungs-Programme für Videos.

Intels Prozessor-Datenbank
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Welche Core-i5- und Core-i7-CPUs Turbo Boost unterstützen, erfahren Sie in Intels Prozessordatenbank . Wählen Sie dort eine Baureihe und klicken Sie dann in der Tabelle eine CPU-Bezeichnung an. Wenn der Prozessor Turbo Boost bietet, sehen Sie in der Zeile "Max Turbo Frequency", wie hoch der Takt eines Kerns dank Turbo Boost maximal springen kann, wenn alle anderen nichts zu tun haben. Bei manchen CPUs ist der Geschwindigkeitssprung durch Turbo Boost wenig spektakulär, bei anderen dafür umso mehr. Der Core-i7-920 taktet zum Beispiel von 2,66 GHz nur auf 2,93 GHz hoch, der Core-i7-870S hingegen von ebenfalls 2,66 GHz auf 3,6 GHz. Auch wenn von vier oder sechs Kernen nur zwei inaktiv sind, taktet Turbo Boost die aktiven Kerne hoch - wenn auch nicht immer ganz so stark.

Damit Turbo Boost funktioniert, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Die kritischste davon: Das Energiemanagement des PCs muss inaktive Kerne in einen Tiefschlaf versetzen können - und zwar in den ACPI-Zustand C3, C4, C5 oder C6. Im letzten Jahr sind allerdings einige Hauptplatinen erschienen, die genau das nicht können. Sie wurden auch in manchen Komplett-PCs verbaut, zum Beispiel in Rechnern von Acer und Packard Bell.

Dieses Problem lässt sich glücklicherweise bei den meisten Hauptplatinen mit einem BIOS-Update lösen. Zunächst sollten Sie aber testen, ob Sie überhaupt betroffen sind, oder ob Turbo Boost schon funktioniert.

Samstag den 08.01.2011 um 08:34 Uhr

von Daniel Behrens

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