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So beschleunigen Sie Ihren Arbeitsspeicher

11.02.2009 | 12:45 Uhr |

Speichertakt ändern: Die Geschwindigkeit seines Arbeitsspeichers kann jeder erhöhen. Wir sagen Ihnen wie. Und welche kostenlosen Tools dabei helfen.

Schneller Arbeitsspeicher nützt Ihnen etwa bei Spielen, die Sie mit hoher Auflösung betreiben, oder bei der Bildbearbeitung.
Die Optionen zum Übertakten finden Sie im Bios meist in einem eigenen Menüpunkt. Bei Gigabyte etwa heißt er „M.I.T. (MB Intelligent Tweaker)“, bei Asus „AI Overclocking“ und bei MSI „Cell Menu“. Stellen Sie die Unterpunkte auf „Manual“, um Änderungen vorzunehmen, und gehen Sie dabei nur schrittweise vor. Falls Ihr PC nach einem Eingriff nicht mehr hochfährt, aktivieren Sie im Bios die Werkseinstellungen mit der Option „Load Default Settings“.

Die Timings ändern
Der sicherste Weg zum Speicher-Tuning führt über die Speicher-Timings.
RAS to CAS Delay (tRCD): Dieser Wert gibt vor, wie lange das Zeilensignal (RAS) auf der Leitung gültig bleibt, bis auf das Spaltensignal (CAS) umgeschaltet wird. In unseren Tests erzielten wir mit dem Herabsetzen um zwei Taktzyklen ein Tempoplus um bis zu 4 Prozent – das war der deutlichste Anstieg bei unseren Timing-Tests.
CAS Latency (tCL): Hier brachte das Optimieren um einen Schritt bis zu 3,2 Prozent mehr Tempo. Die CAS Latency bezeichnet die Zahl der Taktzyklen zwischen dem Absenden eines Lesekommandos und dem Erhalt der Daten.
RAS Active Time (tRAS): Der Wert gibt an, wie lange eine Adresszeile aktiv ist, bevor auf die nächste gesprungen wird. Wir setzten den Wert um drei Taktzyklen herab und konnten nur 0,5 Prozent mehr Tempo herauskitzeln.
RAS Precharge Time (tRP): Ähnlich effektiv erwies es sich, diesen Wert zu verringern. Er legt fest, wann eine Zeile in derselben Speicherbank erneut aktiviert werden darf. Diesen Wert sollten Sie nicht ändern, wenn Sie bereits die Einstellungen für den RAS-to-CAS-Delay geändert haben. Testhalber wählten wir zwei Taktzyklen weniger und erzielten damit eine um 0,8 Prozent höhere Datenrate.
Row Cycle Time (tRC): Am wenigsten brachte es, diesen Wert zu verringern. Die Row Cycle Time beschreibt die Zeitdauer, die zwischen zwei aufeinander folgenden Aktivierungen zweier beliebiger Zeilen in derselben Bank verstrichen sein muss. Das Herabsetzen des Werts um einen Schritt brachte uns eine um 0,4 Prozent höhere Datenrate ein.
Command Rate: Der Begriff bezeichnet die Zeit, die der Speichercontroller zur Auswahl der Speicherchips benötigt. Setzen Sie mehr als zwei Module ein, können Sie das Tempo mit dem Wert „1T“ hochdrehen. Allerdings arbeitet der Rechner dann meist instabil. Für absturzfreies Arbeiten ist die Option „2T“ vernünftiger.

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