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Trotz RIAA-Drohungen: Tauschbörsen verzeichnen hohe Zuwachsraten

07.07.2003 | 11:31 Uhr |

Trotz der Warnung der RIAA, künftig auch Einzelpersonen verklagen zu wollen, die Musik illegal per Internet tauschen, können sich die Tauschbörsen nicht über mangelnden Zuspruch beklagen. Im Gegenteil: Grokster meldet einen zehnprozentigen Zuwachs, Morpheus berichtet über ähnliche Werte.

Trotz der Warnung der RIAA, künftig auch Einzelpersonen verklagen zu wollen, die Musik illegal per Internet tauschen, können sich die Tauschbörsen nicht über mangelnden Zuspruch beklagen. Im Gegenteil: Grokster meldet einen zehnprozentigen Zuwachs, Morpheus berichtet über ähnliche Werte, so die "Washington Post" .

Zudem scheint sich in der Nutzergemeinde Unmut über die Vorgehensweise der RIAA breit zu machen. "Die Leute sind empört über die Aktionen der Musikindustrie. Ich habe hier Mitglieder, die sagen, dass sie Gruppen organisieren wollen, um den CD-Verkauf zu boykottieren", zitiert das Blatt Michael Weiss, Chef von Streamcast Networks, der Firma, die Morpheus entwickelt hat.

Um die Verluste der Industrie durch illegale Kopien zu kompensieren, schlagen die Verantwortlichen von Morpheus und Grokster an Stelle von Einzelklagen vielmehr die Erhebung von speziellen Abgaben auf CD-Brenner und Internet-Zugängen vor. Bislang ist die RIAA darauf jedoch nicht eingegangen.

RIAA-Klagewelle gegen User: Schuss könnte nach hinten losgehen (PC-WELT Online, 30.06.2003)

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