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11 schnelle Tricks für den Windows-Desktop

21.07.2014 | 10:23 Uhr |

In puncto Bedienung wird ein Betriebssystem niemals allen gerecht. Bei aller Kritik darf Windows aber hohe Anpassungsfähigkeit beanspruchen – oft nur zwei Klicks vom Standard entfernt.

Die folgenden Tipps zu Windows und insbesondere zum Explorer zeigen funktionale und ästhetische Kniffe, die das System nicht so offensichtlich anbietet. Damit sparen Sie sich unnötige Mauswege und optimieren die Oberfläche. In der Sammlung finden Sie unter anderem Lösungen für Windows-8-Eigenheiten, ein empfehlenswertes Tool für einen Mehr-Geräte-Desktop und einen grundlegenden Sicherheitstipp für die Datenweitergabe.

Windows 7, 8: Adresszeile als Starter

Alle Einstellungen, Zielpfade und auch die Bibliotheks-Icons sind in leicht editierbaren XML-Dateien abgelegt.
Vergrößern Alle Einstellungen, Zielpfade und auch die Bibliotheks-Icons sind in leicht editierbaren XML-Dateien abgelegt.

Wenn Sie ein Tool wie Notepad starten wollen, nehmen Sie vermutlich den „Ausführen“-Dialog mit den Tasten Windows-R. Ist ein Explorer-Fenster offen, geht’s aber noch einfacher:

Verwenden Sie die Adresszeile des Windows-Explorers. Die kann alles, was der „Ausführen“-Dialog oder die Symbolleiste „Adresse“ in der Taskleiste können: Sie startet nach der Eingabe notepad das Zubehör-Tool, nach cmd /c dir & pause die Eingabeaufforderung mit Parametern oder nach google.de den Standard-Browser mit Suchmaschine.

Windows 7, 8: Icons für Bibliotheken ändern

Das Erscheinungsbild und die Zielordner der Windows-Bibliotheken sind in einfachen XML-Textdateien mit der Extension .library-ms definiert. Diese Dateien, standardmäßig für “Dokumente”, “Bilder”, “Musik”, “Videos”, befinden sich im Benutzerprofil unter

%AppData%\Microsoft\Windows\Libraries

und lassen sich mit jedem Texteditor verändern. Die Zeilen “url” definieren die Zielpfade einer Bibliothek; das Icon ist in der Zeile “IconReference” abgelegt und kann dort auf ein beliebiges Icon verändert werden. Beim Eintragen eigener Icon-Dateien ist die komplette Pfadangabe ohne Anführungszeichen erforderlich. Dieser Eingriff wird verbreitet als Windows-8-Secret gehandelt, ist allerdings bereits seit Windows 7 gültig.

Achtung: Diese Windows-Tricks sind nur für Profis

Windows 7, 8: Erweitertes „Senden an“

Bei der Benutzung des Kontextmenüs „Senden an“ erhalten Sie bekanntlich ein wesentlich größeres Angebot, wenn Sie vorher die Umschalttaste drücken. Die daraufhin angebotenen Kopierziele sind jedoch nicht alle sinnvoll.

Mit gedrückter Umschalttaste erscheinen zusätzlich zu den Links im Sendto-Ordner auch noch sämtliche Ordner und alle nicht versteckten Dateien aus dem Benutzerprofil (%user profile%). Halbwegs übersichtlich wird dieses Angebot erst, wenn Sie in den Ordneroptionen unter „Ansicht“ die versteckten Dateien und Ordner ausgeblendet haben („Ausgeblendete Dateien […] nicht anzeigen“). Ist dies bei Ihnen der Fall, können Sie das erweiterte „Senden an“ gezielt einrichten: Nicht erwünschten Ordnern geben Sie nach einem Rechtsklick über „Eigenschaften, Allgemein“ das Attribut „Versteckt“. Zusätzlich erwünschte Ordner erstellen Sie einfach neu im Profilordner.

Windows 7, 8: Bild-Cache abschalten

Der Bild-Cache in Form der Datei Thumbs.db ist eine überaus lästige Bremse, wenn Sie Ordner löschen oder verschieben wollen. Bis der Windows-Explorer eine einmal geöffnete Datei Thumbs.db wieder freigibt, erhalten Sie minutenlang Fehlermeldungen.

Die Thumbs.db lässt sich systemweit abschalten, indem Sie unter „Systemsteuerung, Ordneroptionen, Ansicht“ die Einstellung „Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen“ aktivieren. Sie verlieren mit dieser Option den Anzeigekomfort, dass der Windows-Explorer Bilder selbst darstellt. Wer standardmäßig einen Bildbetrachter wie Irfanview nutzt, kann aber in der Regel darauf verzichten: Ist ein Bild geladen, zeigt Irfanview mit der Taste T die Thumbnail-Übersicht aller Bilder des jeweiligen Ordners an. Für zusätzliche Explorer-Integration sorgen Sie, indem Sie per Taste P den Einstellungsdialog starten und „‘Durchsuchen mit Irfanview‘ im Shell-Menü […]“ aktivieren Irfanview. Für diese Einstellung benötigt Irfanview ausnahmsweise Admin-Rechte.

Windows 7, 8: Hoher Kontrast per Hotkey

Per Hotkey wechseln Sie bei ungünstigen Lichtverhältnissen sofort zu einem kontraststarken Windows-Design und wieder zurück.
Vergrößern Per Hotkey wechseln Sie bei ungünstigen Lichtverhältnissen sofort zu einem kontraststarken Windows-Design und wieder zurück.

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen, etwa mit dem Notebook im Freien, ist ein kontraststarkes Design nützlich, das eigentlich für Sehbehinderte vorgesehen ist. Das Wechseln zum „Hohen Kontrast“ gelingt in Sekundenschnelle mittels Tastenkombination:

Nutzen Sie den Hotkey Alt-Umschalt-Druck. Der gilt in beide Richtungen, wechselt also von der Normalansicht zur Kontrastansicht und von dort wieder zurück. Damit Sie bei dieser Aktion nicht immer unnötig durch den Warndialog ausgebremst werden, sollten Sie unter „Systemsteuerung > Center für erleichterte Bedienung > Hohen Kontrast einrichten“ folgende Option deaktivieren: „Warnung beim Aktivieren einer Einstellung anzeigen“.

Windows 7, 8: Taskleiste ausgetrickst

Einen Ordner, eine Excel-Datei oder eine URL können Sie so ohne Weiteres nicht in die Taskleiste ziehen. Windows 7 und 8 werden allenfalls anbieten, das Objekt an eine passende Anwendung anzuheften.

Die Taskleiste akzeptiert auch Benutzerdateien und Ordner, wenn Sie dies vorbereiten: Legen Sie zunächst am Desktop eine Verknüpfung zu dem Programm an, das für Ihr Objekt zuständig ist – für Ordner die Explorer.exe, für eine Excel-Datei Excel.exe et cetera. Dann klicken Sie den neuen Link rechts an, wählen „Eigenschaften“ und erweitern unter „Verknüpfung, Ziel“ die vorgegebene Exe-Datei um die Datei Ihrer Wahl. Dabei brauchen Sie die komplette Pfadangabe der Datei. Zum Schluss ziehen Sie die präparierte Verknüpfung in die Taskleiste.

Im Überblick Nützliche Tools

Programm

Beschreibung

Geeignet für

Internet

Sprache

Classic Shell

Klassisches Startmenü

Windows 8

Download

Englisch

Irfanview 

Bild-Viewer

Vista, 7, 8

Download

Deutsch

Photorec 

Undelete-Tool

Vista, 7, 8

Download

Englisch

Recuva 

Undelete-Tool

Vista, 7, 8

Download

Deutsch

Synergy 

Desktop-Switch

Windows, Linux, Mac OS

Download

Dt./Engl.

Windows 7, 8: Virtueller Ordner für Verwaltungs-Tools

Virtueller Ordner für Verwaltungs-Tools: Ein gespeicherter Suchfilter bietet jederzeit Zugriff auf die wichtigsten Konfigurationsdateien.
Vergrößern Virtueller Ordner für Verwaltungs-Tools: Ein gespeicherter Suchfilter bietet jederzeit Zugriff auf die wichtigsten Konfigurationsdateien.

Erfahrene Anwender sind auf Sammelstellen wie „Systemsteuerung“ oder „Verwaltung“ nicht angewiesen, weil sie die zuständigen MSC- und CPL-Dateien beim Namen kennen. Wer alles versammelt haben will, der baut sich einen virtuellen Ordner mit der Windows-Suche:

Gehen Sie dazu mit dem Explorer zum Ordner \Windows\System32. Danach geben Sie im Suchfeld rechts oben folgenden Suchfilter ein:

(erweiterung:(cpl OR msc) OR name: systemprop*) AND ordnername:system32

Windows-Search sucht nach den Anweisungen innerhalb der Klammerkonstruktion alle Konfigurationsdateien mit den Endungen CPL und MSC zusammen, ferner die Direktstarter für einige Systemsteuerungspunkte. Unnötige Dubletten und Lokalisierungsdateien aus Unterverzeichnissen werden durch „ordnername: system32“ weggefiltert.

Arrangieren Sie das Ergebnis daraufhin nach Wunsch mit den Sortier- und Gruppierungsoptionen. Speichern Sie diesen Filter schließlich mit „Suche speichern“, anschließend ist er in der Navigationsleiste unter „Favoriten“ sowie unter „Suchvorgänge“ jederzeit wie ein echter Ordner erreichbar.

So beseitigen Sie die größten PC-Ärgernisse

Windows 7, 8: Programme unter Favoriten

Die Favoritenleiste des Explorers akzeptiert scheinbar keine Programme. Dass es doch geht, zeigt der bereits enthaltene Chrome-Browser.
Vergrößern Die Favoritenleiste des Explorers akzeptiert scheinbar keine Programme. Dass es doch geht, zeigt der bereits enthaltene Chrome-Browser.

Im Navigationsbereich unter „Favoriten“ akzeptiert der Explorer anscheinend lediglich Links zu Ordnern. Trotzdem können Sie dort alles unterbringen:

Was Windows unter „Favoriten“ anzeigt, liegt im Ordner „%userprofile%\Favoriten“. Dort dürfen Sie ablegen, was Sie wollen – Links zu Programmen ebenso wie Web-URLs. Die Favoritenliste reagiert auch sofort auf neue Verknüpfungen in diesem Ordner und zeigt sie an.

Windows 8: Schnellzugriff im Explorer ausbauen

Über das „Menüband“ (Ribbon) im Explorer kann man geteilter Meinung sein. Die Leiste „Schnellzugriff“ ist aber in jeder Hinsicht praktisch und ausbaufähig. Um mehr Platz zu bieten, sollte sie nach einem Rechtsklick „…unter dem Menüband… “ angezeigt werden. Danach können Sie jede beliebige Funktion im Ribbon wiederum nach Rechtsklick „Zur Symbolleiste für den Schnellzugriff hinzufügen“. Lohnende Kandidaten sind vor allem die Optionen unter „Ansicht“. Dann blenden Sie etwa mit einem Klick versteckte Systemdateien ein und aus. In Vorgängerversionen war dazu immer das Umstellen der „Ordneroptionen“ notwendig.

Beachten Sie, dass sich auch die Funktionen aus dem „Datei“-Menü in den Schnellstart aufnehmen lassen. Eine oft benötigte und ebenso häufig übersehene Möglichkeit ist hier „Datei > Neues Fenster öffnen“: Damit erhalten Sie ein zweites Explorer-Fenster für den aktuell geöffneten Ordner – auch das ist ein lohnender Kandidat für die Schnellzugriffsleiste.

Cipher Legende vom sicheren Löschen

Wenn Sie Datenträger wie USB-Sticks oder SD-Karten an andere weitergeben, ist nie auszuschließen, dass die Empfänger neugierig und kompetent genug sind und sich nicht mit den offensichtlichen Inhalten zufriedengeben, die der Explorer verrät: Kostenlose Undelete-Tools wie Recuva oder Photorec restaurieren zwar oft nicht mehr den ursprünglichen Inhalt, verraten jedoch häufig die Dateinamen der gelöschten Daten, die der Datenträger früher enthielt. Was hilft dagegen?

Solange das Dateisystem erhalten bleibt, können logische Undelete-Tools immer einige Informationen ausgraben. So ist etwa der Kommandozeilenbefehl „cipher /w:[x]“ keineswegs das Allheilmittel, obwohl das häufig zu lesen ist. Das Einzige, was wirklich hilft, ist die Neuformatierung – und zwar unbedingt mit einem anderen Dateisystem: Nutzt also der Datenträger bisher NTFS, formatieren Sie ihn mit dem Windows-Explorer mit FAT32 oder exFAT oder auch mit Ext4 unter einem Linux-System. Bei bisherigem FAT32 stellen Sie das Dateisystem um auf NTFS oder die genannten Alternativen. Wichtig ist, dass mit dem neuen Dateisystem die Dateitabelle des Datenträgers neu geschrieben wird (und dass dessen Empfänger das Dateisystem lesen kann).

Windows 8: Startmenü und Anmeldung zum Desktop

Nachdem der Ordner „Startmenü“ unter Windows 8 weiterexistiert, kann er mühelos in der Taskleiste dargestellt werden.
Vergrößern Nachdem der Ordner „Startmenü“ unter Windows 8 weiterexistiert, kann er mühelos in der Taskleiste dargestellt werden.

Der Wegfall des altgewohnten Startmenüs war ein Kulturschock für die Windows-Menschheit. Die halbherzige Re-Integration in den jüngeren Windows-8-Updates, die nach Rechtsklick auf das Startsymbol immerhin fundamentale Systemfunktionen anzeigt, hat die Kritik kaum gemildert. Auch die Windows-8-Anmeldung zum neuen Startbildschirm scheint viele konservative Benutzer zu stören. So recht nachvollziehbar ist die heftige Reaktion nicht, denn beide Funktionen – Startmenü und Anmeldung zum Desktop – sind leicht zu aktivieren:

Unter Windows 8.1 gibt es eine offizielle, aber gut versteckte Einstellung: Nach Rechtsklick auf die Taskleiste und „Eigenschaften“ finden Sie auf der Registerkarte „Navigation“ die Option „Beim Anmelden […] den Desktop anzeigen“.

Mit dem kostenlosen Programm Classic Shell starten Sie nicht nur auf den Desktop, sondern holen sich auch den Startknopf mit allen bekannten Funktionen auf Windows 8 zurück. Bei der Installation des Tools können Sie alles abwählen außer „Classic Start Menu“.

Die Classic Shell ist jedoch nicht zwingend, da das klassische Startmenü unter der Haube weiterbesteht: Gehen Sie zunächst mit der Windows-Taste zum neuen Startbildschirm. Klicken Sie dann die Kachel eines beliebigen Desktop-Programms wie etwa die des Internet Explorers rechts an. Dadurch blenden Sie die Anpassungsoptionen ein, unter anderem auch „Speicherort öffnen“. Tun Sie das, so öffnet der Windows-Explorer den Pfad des Startmenüs. Markieren und kopieren Sie in der Adresszeile den kompletten Pfad bis einschließlich „Start Menu“ mit den Tasten Strg-C in die Zwischenablage. Im Anschluss daran klicken Sie rechts auf die Taskleiste, wählen „Symbolleisten > Neue Symbolleiste“ und fügen im Dialog „Ordner auswählen“ mit Strg-V den kopierten Pfad ein. Nach Bestätigung mit der Schaltfläche „Ordner auswählen“ erhalten Sie ein klassisches Startmenü in der Taskleiste, das Sie am besten noch ganz nach links ziehen.

Windows 8: Programme standardmäßig mit Admin-Rechten

Am Windows-8-Desktop können Sie, wie von den Vorgängern gewohnt, eine Verknüpfung nach Rechtsklick „Als Administrator ausführen“ und dies auch dauerhaft unter „Eigenschaften > Kompatibilität“ festlegen. Über den Startbildschirm der Modern UI ist die Aktion etwas umständlicher als bei den Vorgängern. Hier gehen Sie so vor:

Mit der Windows-Taste gehen Sie zum neuen Startbildschirm und suchen das betreffende Programm. Besitzt dieses dort keine eigene Kachel, wechseln Sie mit Strg-Tab zur Apps-Ansicht mit allen Programmen. Wenn Sie dort das gesuchte Programm mit Rechtsklick markieren, erscheinen mehrere Optionen, unter anderem auch “Speicherort öffnen”. Damit bringt Sie der Explorer zur Verknüpfung des Programms im Startmenü.

Der Rest funktioniert dann wie gehabt: Nach Rechtsklick auf das Programm und dessen „Eigenschaften“ aktivieren Sie auf der Registerkarte “Kompatibilität” die Option “Programm als Administrator ausführen”.

Ein Tool für Desktop-Profis

Ein Multimonitor-System reicht vielen Spezialisten wie Entwicklern, DTP-Profis, Admins, Brokern und Fachredakteuren längst nicht mehr: Es müssen schon mehrere Rechner sein, eventuell mit verschiedenen Betriebssystemen und klar unterschiedener Aufgabenstellung. Damit man sich in solcher Umgebung nicht ständig von einer Tastatur zur nächsten verbiegen muss, gibt es das kostenlose Microsoft-Tool Mouse Without Borders für Windows 7, 8 und RT. Wer ausschließlich Windows nutzt, ist damit gut bedient. Eine plattformübergreifende Lösung, die wir im Folgenden näher beschreiben, ist das ebenfalls kostenlose Synergy .

Für die Anordnung der PCs zeigt Synergy ein Raster, in dem Sie mit Drag & Drop die Geräte arrangieren.
Vergrößern Für die Anordnung der PCs zeigt Synergy ein Raster, in dem Sie mit Drag & Drop die Geräte arrangieren.

Wenn Synergy auf sämtlichen Rechnern installiert ist, lassen sich alle von einem zentralen Hauptrechner mit dessen Maus und Tastatur bedienen. Ganz besonders praktisch ist die zusätzliche Weitergabe der Zwischenablage. Die Bedienung ist dabei denkbar einfach: Sobald der Mauszeiger den Monitorrand des aktuellen Geräts überschreitet, erhält das angrenzende Gerät den Eingabefokus für Maus und Tastatur. Dies lässt sich unschwer am Mauszeiger erkennen, allerdings gelingt die Übergabe der Tastatur genauso zuverlässig. Wo welche Geräte aneinander angrenzen, können Sie in der Konfiguration komfortabel einstellen und auch jederzeit nachträglich umstellen.

Es gibt unter http://synergy-foss.org/download/?list 32- und 64-Bit-Versionen von Synergy für Windows, Mac OS, iOS und sämtliche wesentliche Linux-Varianten, eine weitere Version für Android richtet sich eher an Bastler.

Synergy-Server einrichten: Als Vorbereitung sollten Sie dem Hauptrechner eine feste IP-Nummer geben. Unter Windows geht das unter „Netzwerk- und Freigabecenter > Adaptereinstellungen ändern“. Nach Rechtsklick auf den Adapter und „Eigenschaften“ lässt sich auf „Internetprotokoll Version 4“ eine konstante IP eintragen. Bei „Standardgateway“ und „Bevorzugter DNS-Server“ tragen Sie die IP des Routers ein, meist „192.168.1.1“.

Starten Sie Synergy nach der Installation am Hauptrechner. Die ersten beiden Dialoge lassen sich mit „Next“ überspringen. Im Dialog „Server or Client?“ wählen Sie „Server (new Setup)“, „Encryption“ können Sie überspringen, und mit „Finish“ kommen Sie zum normalen Programmfenster von Synergy. Unter dem aktivierten Punkt „Server“ wählen Sie für die erste Einrichtung „Configure Server“ und erhalten ein Raster für die gewünschte Rechneranordnung angezeigt. Bevor sich irgendein anderer PC zu Synergy verbinden darf, müssen Sie den oder die Clients hier hinzufügen. Dazu ziehen Sie mit der Maus das Monitorsymbol von rechts oben an die gewünschte Position neben dem Serverbildschirm. Der neue Client bekommt zunächst den Namen „Unbekannt“, den Sie mit Doppelklick in den tatsächlichen Rechnernamen ändern (das ist der NetBIOS-Name, den Windows nach der Tastenkombination Win-Pause als „Computername“ anzeigt).

Synergy-Client konfigurieren: Auch auf den anderen PCs starten Sie Synergy, wählen dort aber „Client (add to setup)“ und landen danach im Anwendungsfenster. Unter „Client“ müssen Sie hier lediglich die feste IP-Nummer des Servers eintragen. Mit der Schaltfläche „Apply“ am Server und an den Clients kann es dann schon losgehen.

Beachten Sie, dass diese Desktop-Lösung die professionelle Bedienung fördert, jedoch keine Peripheriegeräte erspart: So ist etwa für die Systemanmeldung oder für das Reaktivieren eines Ruhezustands weiterhin eine lokale Tastatur notwendig.

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