Tipps & Tricks

Windows vernetzt

Freitag den 05.10.2007 um 08:44 Uhr

von Hermann Apfelböck, Christian Löbering

Sobald ein Windows-Rechner Kontakt mit anderen bekommt, tauchen neue Probleme auf. Unsere Tipps helfen, im Netz und im Internet mehr Leistung zu erreichen.
XP SP2

Problem: Seit dem Service Pack 2 enthält Windows XP eine Sicherheitsfunktion für sämtliche Dateien aus dem Web. Sofern der Internet Explorer als Browser und Outlook als Mail-Client dienen, erhalten alle Download-Dateien und Mailanhänge eine Zonenkennung. Diese führt dazu, dass der Windows-Explorer eine Warnmeldung zeigt, die erfahrene Anwender lästig finden.

Lösung: Verantwortlich für die Meldung ist der AES-Dienst (Attachment Execution Service). Er basiert auf einem NTFS-Stream mit dem Namen „Zone.Identifier“, der an jeden Download und jedes Attachment angehängt wird. Insgesamt hat die Zonenkennung fünf Stufen (0 bis 4), relevant sind nur die Stufen 3 (für Internet) und 4 (Internet – eingeschränkte Sites).

Steht im Stream als „ZoneID“ die Ziffer „3“, bringt der Explorer die bekannte Warnung, bei Ziffer „4“ sogar die Meldung, dass „Auf das angegebene Gerät [...] nicht zugegriffen werden“ kann. Es handelt sich um eine rein psychologische Maßnahme, weil sich die Blockade jederzeit über das Kontrollfeld „Vor dem Öffnen dieser Datei immer bestätigen“ aufheben lässt (oder über „Eigenschaften, Zulassen“). Technisch gesehen wird bei dieser Aktion einfach der zusätzliche NTFS-Stream der Datei gelöscht und damit deren Markierung als Fremddatei.

Es gibt zwei simple Möglichkeiten, um die Warnfunktion zu umgehen:

1. Benutzen Sie als Download-Ordner standardmäßig ein FAT32-Laufwerk. Der Mechanismus funktioniert dann nicht, weil der Browser dort keinen Stream erstellen kann.

2. Knipsen Sie den AES-Mechanismus mit einer undokumentierten Umgebungsvariablen aus. Tragen Sie unter „Arbeitsplatz, Eigenschaften, Erweitert, Systemvariablen“ bei den Systemvariablen (es gibt dort auch Benutzervariablen) die neue Variable „SEE_MASK_NOZONECHECKS“ ein, und geben Sie ihr den Wert „1“. Dann verzichtet Windows auf die Warnungen. Diese Methode ist besonders bequem, weil sie auf dem gleichen Weg mit dem Wert „0“ leicht rückgängig zu machen ist – und umgekehrt.

Freitag den 05.10.2007 um 08:44 Uhr

von Hermann Apfelböck, Christian Löbering

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