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Trend zum Cloud-Computing ist nicht mehr zu stoppen

18.10.2010 | 10:55 Uhr |

Die Mails bei Google, die Bilder bei Flickr, die Präsentation bei Slideshare: Bereits heute verwalten externe Rechner unsere Daten. In Zukunft befindet sich lediglich ein Browser auf dem lokalen Computer. Das ist praktisch. Und gefährlich.

Wolke statt lokale Festplatte: Experten prophezeien die totale Datenauslagerung (Foto: quinn.anya / flickr)
Vergrößern Wolke statt lokale Festplatte: Experten prophezeien die totale Datenauslagerung (Foto: quinn.anya / flickr)
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Die meisten E-Mails tun es. Auch private Bilder, Videos oder Kommentare gehen fremd, zunehmend auch Texte, Tabellen und Präsentationen. Zudem Virenscanner, Bildbearbeitungsprogramme, Games. Und bald ein ganzes Betriebssystem. Alle existieren bereits ausschließlich online, fern der lokalen Festplatte. Alle steuert der Nutzer mit einem Programm: dem Browser.
 
Und das ist erst der Anfang des Cloud Computings, der Nutzung von Software über Rechner aus dem Internet. Experten prophezeien dieser Dezentralisierung von Programmen eine atemberaubende Entwicklung: So errechnete eine Studie der Experton Group im Auftrag der Bitkom, dass der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland von heute 1,1 auf 8,2 Milliarden im Jahr 2015 steigen wird-  rasanter wächst aktuell kein Markt für IT-Services. So hat die CeBIT das ferngesteuerte Ausführen von Programmen als Leitthema seiner Ausgabe 2011 erkoren. Und so erscheint wohl Ende dieses Jahres das erste webbasierte Betriebssystem für Computer: Chrome OS von Google.

Trend Cloud Computing: ein Browser für alles

Ein Browser als Betriebssystem: Chrome OS treibt damit eine Entwicklung auf die Spitze. In Zukunft lagern kaum noch Daten auf unseren lokalen Rechnern. Schon heute schreiben und lesen wir E-Mails bei Hotmail, GMX oder Web.de. Kommentieren Statusmeldungen, Partybilder bei Facebook, StudiVZ oder wer-kennt-wen.de. Bearbeiten oder präsentieren berufliche Dokumente bei GoogleDocs, Sliderocket oder Zoho Show.
 
Das Argument von Google OS: Warum sollte sich ein Computer durch einen zähen Bootvorgang quälen, weil zu viele installierte Programme die Festplatte bevölkern? Schließlich schalten Menschen heute Rechner überwiegend ein, um Online zu gehen. Und dafür reicht ein Browser, der schnell mit relevanter Software auf fremden Rechnern verbunden ist. Ein Browser, der in Zukunft dank Webstandard HTML5 unter anderem schlankere Quellcodes sowie simples Einbauen von Videos, Audios und Grafiken ermöglicht. Zunehmend mehr Webseiten sehen dann aus wie die Oberflächen lokaler Programme.

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