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Tipps und Tricks zu Festplatten und SSDs

03.04.2015 | 09:35 Uhr |

Wer S.M.A.R.T.-Werte richtig lesen und Daten für immer löschen kann, ist beim Festplatten-Management klar im Vorteil. So geht's.

Laufwerksgeräusche reduzieren

Ferromagnetische Festplatten arbeiten mit beweglichen Teilen. Die Datenscheiben lässt ein Spindelmotor mit mehreren tausend Umdrehungen pro Minute rotieren, während Schreib-Lese-Köpfe über die Scheiben flitzen. Dies sorgt – je nach Modell – für ein mehr oder weniger störendes Hintergrundgeräusch.

Für den Fall, dass Ihr Laufwerk im Betrieb zu viel Krach machen sollte und Sie bei der Arbeit stört, können Sie dies mit dem Tool HDD Scan ganz leicht ändern.

Die meisten Festplattenhersteller erlauben über die Laufwerks-Firmware den Zugriff auf eine Funktion, mit der sich das Betriebsgeräusch reduzieren lässt: das Automatic Acoustic Management – kurz auch AAM genannt. Eine leisere Festplatte bekommen Sie allerdings nicht umsonst. Denn je mehr Sie das AAM manipulieren, desto stärker wirkt sich das wiederum auf die Zugriffszeit des Laufwerkes aus.

Die meisten Festplatten erlauben eine leisere Einstellung beim Akustik-Management – dies geht dann allerdings auch zu Lasten der Zugriffszeit.
Vergrößern Die meisten Festplatten erlauben eine leisere Einstellung beim Akustik-Management – dies geht dann allerdings auch zu Lasten der Zugriffszeit.

So ändern Sie die AAM-Einstellung: Starten Sie HDD Scan. Wählen Sie danach ganz oben unter „Select Drive“ die Festplatte aus, deren Lärmpegel Sie reduzieren wollen. Öffnen Sie per Rechtsklick auf das runde blaue Symbol rechts neben der Laufwerksauswahl das Funktionsmenü. Rufen Sie dort „Features > IDE Features“ auf. Im sich öffnenden Fenster finden Sie die AAM-Funktion gleich links. Die meisten Festplatten erlauben eine leisere Einstellung beim Akustik-Management – dies geht dann allerdings auch zu Lasten der Zugriffszeit. oben. Erlaubt der Festplattenhersteller die manuelle Einstellung, leuchtet rechts neben dem Automatic Acoustic Management ein grünes Licht und der Status steht auf „On“. Sie können jetzt die Änderungen machen, indem Sie den Schieberegler nach links verschieben. Bestätigen Sie noch mit einem Rechtsklick auf „Set“.

NAS richtig einrichten

Diese S.M.A.R.T.-Daten sind wichtig

Mithilfe der in sämtlichen Festplatten integrierten „Self- Monitoring, Analysis and Reporting Technology“ (S.M.A.R.T.) können Sie die Ausfallsicherheit und Lebensdauer Ihrer Festplatte im Auge behalten. Welche Tools dafür erforderlich sind und wie Sie die S.M.A.R.T.-Daten erheben, auslesen und deuten, verrät dieser Tipp .

Sämtliche Parameter stehen bei einer neuen Festplatte auf Maximum (100 Prozent). Nachfolgend die S.M.A.R.T.-Werte, die wirklich entscheidend für die Sicherheit und Integrität Ihrer Daten sind:

Es gibt gut ein Dutzend S.M.A.R.T-Daten. Entscheidend für den Gesundheitszustand Ihrer Festplatte sind allerdings nur sechs Parameter.
Vergrößern Es gibt gut ein Dutzend S.M.A.R.T-Daten. Entscheidend für den Gesundheitszustand Ihrer Festplatte sind allerdings nur sechs Parameter.

Beschleunigungszeit (Spin Up Time): Der S.M.A.R.T.-Wert gibt die Zeitspanne an, die die Festplatte benötigt, um das maximale Rotationstempo zu erreichen. Ein (drohender) Lager- oder Motorschaden verursachen hier wesentlich niedrigere Werte, als S.M.A.R.T. durchschnittlich über die gesamte Betriebsdauer erhoben hat.

Lesefehlerrate (Raw Read Error Rate): Beziffert die Lesefehler, die der HDD bislang unterlaufen sind. Sinkt der Wert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Laufwerk aufgrund von Defekten auf der Oberfläche einer Magnetscheibe Datenverluste erleidet und im schlimmsten Fall der Schreib-Lese-Kopf zu Schaden kommt.

Suchfehlerrate (Seek Error Rate): Beziffert die Anzahl der Positionierungsfehler der Schreib- Lese-Köpfe aufgrund von Lesefehlern. Niedrige oder sinkende Werte sind ein Indikator für einen nahenden Ausfall der Festplatte.

Temperatur (Drive Temperature): Sie gehört zu den wichtigsten S.M.A.R.T.-Daten. Die Hersteller geben für jedes Modell ein Temperaturspektrum an, für das das Laufwerk ausgelegt ist. Typisch bei Desktop-Modellen ist etwa ein Betriebstemperaturbereich zwischen 0 und 60 Grad. Jede Über- oder Unterschreitung dieses Spektrums erhöht die Ausfallwahrscheinlichkeit massiv.

Unkorrigierbare Sektoren (Scan Error Rate): S.M.A.R.T. überprüft regelmäßig die Oberfläche der Speicherscheiben auf nicht mehr korrigierbare Sektoren. Bei sinkenden Werten erhöht sich die Ausfallwahrscheinlichkeit.

Wiederzugewiesene Sektoren (Reallocated Sector Count): Der S.M.A.R.T.-Wert gibt die Anzahl der Reservesektoren an, die die Festplatte bisher in Anspruch nehmen musste. Bei sinkenden Werten (der noch verfügbaren Ersatzsektoren) steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit an. Der Grund: Hier ist bereits eine große Anzahl von Speicherbereichen defekt gewesen, die das Laufwerk schon ersetzen musste.

Eine superschnelle SSD ins Notebook einbauen und die alte Festplatte weiternutzen – kein Problem mit einem SATA-Laufwerksschacht-Adapter.
Vergrößern Eine superschnelle SSD ins Notebook einbauen und die alte Festplatte weiternutzen – kein Problem mit einem SATA-Laufwerksschacht-Adapter.

Notebook DVD-Laufwerk durch eine schnelle SSD ersetzen

Kein Notebook-Upgrade ist derart effektiv und einfach zu bewerkstelligen wie der Austausch der ferromagnetischen Festplatte durch eine SSD. Doch die wenigsten können sich ein Solid State Drive für 400 Euro und mehr leisten, das auch den großzügig bemessenen Speicherplatz eines mehrere hundert Gigabyte fassenden Laufwerks adäquat ersetzt. Die ideale Lösung wäre, die neue SSD zusätzlich in das Notebook einzubauen und für das Betriebssystem und häufig genutzte Programme zu verwenden, während die alte herkömmliche Festplatte als Massenspeicher für große Datenmengen dient. Dummerweise sind die meisten Standard-Notebooks nur mit einem 2,5-Zoll- Schacht ausgestattet.

Tuning-Tools für Ihre Festplatte

Es gibt allerdings einen eleganten Ausweg aus dieser häufigen Upgrade-Sackgasse. Nämlich dann, wenn Ihr mobiler Rechner ein optisches Laufwerk besitzt und Sie bereit sind, dieses für die ideale Lösung SSD plus HDD zu opfern. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein SATA-Laufwerksschacht-Adapter. Kostenpunkt: ab 20 Euro. Abhängig von Ihrem optischen Laufwerk kaufen Sie sich entweder die Versionen mit einer Bauhöhe von 9,5 oder 12,5 Millimeter.

Dann bauen Sie Ihre neue SSD in den Adapter ein. Tauschen Sie anschließend das optische Laufwerk durch den Adapter aus, können Sie die SSD bei einer Neuinstallation des Betriebssystems als Bootlaufwerk nutzen.

Mit der reinen Installation des Betriebssystems ist es oft nicht getan – ein frisches System benötigt noch die richtigen Treiber, um korrekt zu funktionieren.
Vergrößern Mit der reinen Installation des Betriebssystems ist es oft nicht getan – ein frisches System benötigt noch die richtigen Treiber, um korrekt zu funktionieren.

Notebooks: So geht es nach dem Einbau einer SSD weiter

Es ist nicht damit getan, eine neue SSD in ein Notebook einzubauen – die Arbeit geht nach dem Einbau erst richtig los. Denn auf die Flash-Platte müssen Sie noch das (Windows-) Betriebssystem aufspielen, das gehörig an Geschwindigkeit zulegt, sobald es auf einer SSD installiert ist.

Legen Sie dazu Ihre Windows-DVD oder den Windows-Stick ein und starten Sie die Installation, die sich nicht von der herkömmlichen Routine unterscheidet. Stellen Sie aber auf jeden Fall sicher, dass Sie die SSD als Installationspfad angegeben haben.

Gerätetreiber finden: Für den Fall, dass Sie die Wiederherstellungs-DVD Ihres Notebooks nicht mehr haben, fehlen Ihnen nach dem Setup die erforderlichen Gerätetreiber für die Komponenten Ihres mobilen Rechners. Dann bleibt Ihnen meistens nichts anderes übrig, als sich die Treiber von der Herstellerseite aus dem Internet herunterzuladen.

Dies hat allerdings den Vorteil, dass die Treiber in der Regel aktueller sind, als sie es auf einem mitgelieferten Datenträger gewesen wären. Sobald Sie nun auf der Webseite angekommen sind, navigieren Sie zum Support-, Treiberoder Download-Bereich. Häufig ist die Download-Zentrale auch unter „Service“ versteckt. Wählen Sie dann das korrekte Notebook-Modell aus, um im Anschluss daran die richtigen Treiber zu erhalten. Beim Download sollten Sie noch beachten, dass sich der Treiber auch für Ihre installierte Windows- Version eignet, zum Beispiel für Professional oder für die 32- oder 64-Bit-Systemarchitektur.

Bei vielen Herstellern finden Sie bei den Software-Downloads für Ihr Notebook auch ein Tool, das selbstständig nach aktuellen Treibern forscht, beispielsweise das Programm Samsung S/W Update. Den Chipsatztreibern sollten Sie besonders große Aufmerksamkeit schenken. Diese enthalten häufig die Treiber für den Kartenleser, die USB-Schnittstellen oder die Netzwerkanschlüsse. Installieren Sie am besten zuerst den LAN oder WLAN-Treiber, damit Sie danach direkt an Ihrem Notebook weiterarbeiten können. Vergessen Sie außerdem nicht, möglichst früh einen Antivirenschutz auf Ihrem frischen System zu installieren, damit Sie sich vor Schad-Software schützen können.

Im Windows-Gerätemanager lässt sich überprüfen, für welche Komponente noch ein Treiber fehlt. Das Betriebssystem kennzeichnet einen fehlerhaften oder nicht vorhandenen Treiber mit einem gelben Ausrufe- oder Fragezeichen. So können Sie sicher sein, dass Sie wirklich alle benötigten Treiber installiert haben.

Tipps zu Backup und Datensynchronisation

Wenn Sie Ihre Festplatte unter Windows formatiert haben, bedeutet das nicht unbedingt, dass alle Daten unwiederbringlich gelöscht sind.
Vergrößern Wenn Sie Ihre Festplatte unter Windows formatiert haben, bedeutet das nicht unbedingt, dass alle Daten unwiederbringlich gelöscht sind.

Festplatten richtig und sicher löschen

Wenn Sie einem Bekannten einen alten PC oder eine einzelne Festplatte überlassen oder diese an einen Fremden verkaufen, sollten Sie dabei Folgendes beachten: Es genügt nicht, die Speicherplatten über Windows zu formatieren, um Ihre privaten Daten vom PC zu entfernen – es braucht nicht viel, um die Dateien sauber wiederherzustellen, meist genügt hier bereits einfache Freeware. Sie können die Dateien jedoch sicher löschen, sodass eine Wiederherstellung fast unmöglich ist.

Der Windows-Konsolenbefehl „format c:“ ist kein Garant dafür, dass alle Ihre Daten von der Festplatte verschwunden sind. Zwar zeigt Ihnen das System dann eine vermeintlich leere Partition an, doch in Wahrheit löscht Windows lediglich die Dateizuordnungstabelle für das Laufwerk – beinahe so als würden Sie die Inhaltsangabe eines Buches vernichten, während die Seiten an sich erhalten blieben. Die einzelnen Dateien lassen sich zwar nicht mehr zuordnen, sie sind im Prinzip jedoch immer noch verfügbar.

So geht´s: Um eine Festplatte komplett und unwiederbringlich zu löschen, gibt es Freeware-Programme wie etwa Secure Eraser . Mithilfe von fünf international anerkannten Löschstandards überschreibt das kleine Programm die gelöschten Dateien mehrmals mit Zufallswerten. Eine Wiederherstellung ist dann nicht mehr möglich, auch nicht durch Recovery-Programme, die für die Datenrettung gedacht sind. Das Tool verfügt über eine einfach zu bedienende Oberfläche, die selbst Laien ohne große Einarbeitung verstehen.

Wenn Sie Ihre SSD sicher löschen wollen, bietet sich das Windows-Programm Sdelete dafür an: Daten überschreibt die kleine Anwendung mit dem Standard DOD 5220.22-M, den unter anderem auch das US-amerikanische Verteidigungsministerium im Einsatz hat. Die Bedienung erfolgt zwar über ein DOS-Fenster, das Ihnen aber sämtliche verfügbare Befehle übersichtlich auflistet. Auf diese Weise lassen sich auch andere Flash-Speicher wie beispielsweise SD-Karten oder USB-Sticks sicher löschen. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Sie den richtigen Laufwerksbuchstaben angeben und dass das Dateisystem NTFS ist.

Per Image gesicherte Partitionen stellt Windows auf größeren Festplatten mit der kleineren Originalgröße wieder her. Das Problem lässt sich jedoch nachträglich lösen.
Vergrößern Per Image gesicherte Partitionen stellt Windows auf größeren Festplatten mit der kleineren Originalgröße wieder her. Das Problem lässt sich jedoch nachträglich lösen.

Festplattenpartition unter Windows 7 vergrößern

Wenn Sie ein Image Ihrer Festplattenpartitionen mit den Bordmitteln von Windows 7 erstellt haben und auf einer größeren Platte wiederherstellen möchten, dann zeigt Ihnen das System anschließend nur die Speicherkapazität Ihrer alten Festplatte an, egal, wie viel größer Ihre neue HDD oder SSD in Wirklichkeit ist. Der Grund dafür liegt bei Windows 7, das Images immer in der ursprünglichen Größe wiederherstellt. Die hinterste Partition lässt sich nach der Wiederherstellung aber mit Bordmitteln vergrößern. Hierfür gehen Sie in die „Systemsteuerung“, klicken dort auf „Verwaltung“ und dann auf „Computerverwaltung“. Ein Klick auf die „Datenträgerverwaltung“ im linken Fensterbereich listet Ihnen alle Festplatten sowie Partitionen auf, die an Ihrem System angeschlossen sind, sogar, wenn Sie sie nicht aktiviert haben. Schneller gelangen Sie über das „Ausführen“- Fenster (nach der Tastenkombination Win-R) und Eingabe des Befehls diskmgmt.msc in die Datenträgerverwaltung. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Partition, wählen Sie im Kontextmenü die Option „Volume erweitern“ und stellen Sie die gewünschte Größe ein.

NAS als Laufwerk im Windows-Explorer

Sie haben sich ein NAS zugelegt. Das Datenlager soll einfach aufzurufen sein, um etwa Freigaben zu erteilen oder Verzeichnisse einzurichten. Konfigurieren Sie es dazu am Client-PC im Windows-Explorer als Netzlaufwerk.

So geht’s: Der NAS-Speicher ist am Router angeschlossen. Deswegen finden Sie ihn im Windows-Explorer unter „Netzwerk“. Um das NAS einfacher handzuhaben, lässt es sich als Netzwerklaufwerk einrichten. Meist sind auf Geräten für den Heimbedarf bereits verschiedene Ordner vordefiniert – beispielsweise unter den Bezeichnungen „Familie“ oder „Admin“. Sie lassen sich im Windows-Explorer einbinden. Wählen Sie dazu den gewünschten Ordner aus und gehen Sie mit einem Rechtsklick auf „Netzwerklaufwerk verbinden…“. Im nächsten Fenster vergeben Sie einen Laufwerksbuchstaben und setzen einen Haken bei „Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen“. Damit richtet Windows die Freigabe automatisch bei jedem Start ein. Klicken Sie auf „Fertig“, dann erscheint links unter „Computer“ das Laufwerk mit seinem Buchstaben.

Um auf das Laufwerk zuzugreifen, müssen Sie sich mit Benutzernamen und Passwort anmelden. Wenn Sie die Zugangsdaten sofort speichern, werden sie später nicht mehr abgefragt. Kommt es trotzdem vor, dass Sie nicht zugreifen können, liegt das möglicherweise an den Zugriffsrechten unter Windows. Sie sichern sich den Vollzugriff auf das Laufwerk, indem Sie per Rechtsklick auf „Eigenschaften“ gehen und unter „Sicherheit“ Gruppen und Benutzernamen inklusive der Zugriffsrechte definieren. Achten Sie darauf, dass Ihr PC unter Benutzernamen aufgeführt ist, und setzen Sie den Haken bei „Vollzugriff“.

Mit einem Gehäuse machen Sie aus der alten internen 2,5-Zoll-Festplatte Ihres Notebooks im Handumdrehen einen externen Datenträger.
Vergrößern Mit einem Gehäuse machen Sie aus der alten internen 2,5-Zoll-Festplatte Ihres Notebooks im Handumdrehen einen externen Datenträger.

Notebook-Platte als externes Speichermedium weiternutzen

Das Notebook ist schon einige Jahre im Einsatz. Jetzt macht etwa die Onboard-Grafik schlapp. Immerhin können Sie aber die interne 2,5-Zoll-Festplatte als externes Speichermedium weiterverwenden. Hierzu müssen Sie wissen, welche Platte im mobilen Rechner sitzt. Insbesondere der Schnittstellentyp ist wichtig, denn er entscheidet darüber, welches externe Plattengehäuse Sie brauchen.

Bauen Sie die Festplatte aus: Um an die Infos zu kommen, bauen Sie am besten die Festplatte aus. Drehen Sie das Notebook um. Der Platteneinschub ist meist mit Schrauben fixiert. Nach dem Lösen lässt sich die Platte seitlich aus dem Gehäuse ziehen. Der Plattenaufkleber enthält die genaue Bezeichnung, etwa Toshiba MK2035 GSS HDD2A0D, die Schnittstelle (Serial-ATA) und Informationen zu Geschwindigkeit und Kapazität. Besorgen Sie sich ein passendes, externes Festplattengehäuse. Kostenpunkt: ab 6 Euro für eine USB-2.0-Variante, ab rund 11 Euro für ein Gehäuse mit USB-3.0-Schnittstelle. Öffnen Sie das Gehäuse und setzen Sie die interne Platte so ein, dass sie fest im Anschluss einrastet. Schließen Sie das Gehäuse – eventuell müssen Sie den internen Datenträger mit extra Schrauben fixieren.

Wenn Sie die externe Platte per USB an einen Rechner anschließen, wird sie als Laufwerk – beispielsweise F:\ – erkannt. Um die Platte mit voller Kapazität als externen Datenträger zu nutzen, formatieren Sie sie. Wollen Sie Dateien und Verzeichnisse öffnen, benötigen Sie entsprechende Zugriffsrechte. Diese sind bei Windows- Betriebssystemen und dem NTFS-Dateisystem zumeist genau festgelegt. In der Regel müssen Sie die Rechte neu definieren.

Zugriffsrechte neu festlegen: Dies geht am sichersten in zwei Schritten. Legen Sie sich als Besitzer fest und gewähren Sie sich Vollzugriff. Über die „Eigenschaften“ eines Ordners sowie die Registerkarte „Sicherheit“ ist das jedoch relativ aufwendig. Schneller geht es über die Kommandozeilen-Tools Takeown und Icacls. Deren Befehle sind im PC-WELT-Windows-Tuner-Antinerv-Pack vollständig integriert.

Mit Crystaldiskinfo können Sie ganz leicht die Lebensdauer Ihres Solid State Drive überwachen. Probleme meldet das Programm über einen Farbcode.
Vergrößern Mit Crystaldiskinfo können Sie ganz leicht die Lebensdauer Ihres Solid State Drive überwachen. Probleme meldet das Programm über einen Farbcode.

SSDs testen und überwachen

Der Tempotest Ihrer SSD ist kein Selbstzweck, der nur Ihr gutes Gefühl, eine schnelle Festplatte zu besitzen, befriedigen soll. Bei regelmäßigen Benchmark-Durchläufen kontrollieren Sie ebenfalls die Fitness Ihrer SSD. So können Sie bei einem Leistungsabfall sofort Gegenmaßnahmen einleiten. Noch wichtiger als die Fitness ist die Überwachung der Zuverlässigkeit, die Datenintegrität und die Ausfallsicherheit Ihrer SSD.

Tempo mit AS SSD Benchmark ermitteln: Sie müssen AS SSD Benchmark nicht extra installieren, sondern rufen es einfach über einen Doppelklick auf die ausführende Datei „AS SSD Benchmark.exe“ auf. Wählen Sie dann links oben über das Laufwerksmenü dasjenige Solid State Drive aus, das Sie testen wollen, und beginnen Sie den Test mit einem Klick auf den Button „Start“.

Das Tool führt nun in wenigen Minuten mehrere Tests aus und ermittelt die sequenzielle und zufällige Lese- und Schreibrate der Flash-Speicher-Festplatte sowie die Zugriffszeit. Am Ende gibt AS SSD Benchmark einen „Score“ aus. Notieren Sie sich die Punktzahl. Wiederholen Sie den Test zum Beispiel alle zwei Wochen und vergleichen Sie das Ergebnis. Sinkt die Punktzahl deutlich, liegt ein ernstes Problem vor. Legen Sie dann sofort ein Backup aller wichtigen Daten an und untersuchen Sie die SSD mit einem geeigneten Diagnoseprogramm.

Zuverlässigkeit mit Crystaldiskinfo prüfen: Installieren Sie das Tool und starten Sie es. Wählen Sie die SSD aus. Crystaldiskinfo zeigt allgemeine Informationen wie die Firmware-Version und die unterstützten Funktionen der SSD wie Trim an. Darüber hinaus gibt die Software unter „Host-Schreibvorgänge“ Auskunft über die Lebenszeit der Flash-Speicher-Festplatte, die bei aktuellen Modellen durchschnittlich bei 30 bis 40 TB liegt. Den Gesundheitszustand der SSD sehen Sie im unteren Bereich. Hier sind sämtliche relevante Parameter aufgelistet. Probleme meldet das Programm über einen Farbcode vor dem jeweiligen Parameter: Bei Blau ist alles in Ordnung, Gelb zeigt beginnende, allerdings noch nicht gravierende Probleme an, und bei Rot sind kritische Fehler aufgetreten.

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