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Tipps zu VMware Player und Workstation

08.03.2015 | 08:55 Uhr |

Vmware Player und Workstation sind komfortabel und setzen die Messlatte in Sachen Funktionsumfang hoch an. Einige Details verlangen aber auch hier etwas mehr Aufmerksamkeit, bis dann alles wie gewünscht funktioniert.

Vmware Workstation ist für Desktop-Anwender unter Windows und Linux ein starker Virtualisierer mit dem größten Funktionsumfang und der besten Leistung – aber auch mit dem höchsten Preis. Wer einen Einstieg in das Thema Virtualisierung sucht und vornehmlich zu Hause oder auch nur sporadisch eine oder zwei virtuelle Maschinen starten möchte und hin und wieder ein Testsystem benötigt, ist mit den kostenfreien Lösungen besser beraten. Wenn dabei die Leistung von Virtualbox nicht reicht oder es zum einfachen Austausch von kompatiblen, virtuellen Maschinen mit anderen Produkten aus dem Vmware-Kosmos ein Virtualisierer aus dieser Produktreihe sein muss, bietet sich der Vmware Player an. Den gibt es für Privatanwender kostenlos.

Überblick Virtualisierungs-Tools

Programm

Beschreibung

Internet

Sprache

Vmware Workstation 10.0.3

Komplette Virtualisierungsumgebung

www.pcwelt.de/306905

Englisch

Vmware Player 6.0.3

Eingeschränkte Virtualisierungsumgebung

www.pcwelt.de/303939

Englisch

Virtualbox 4.3.14

Komplette Virtualisierungsumgebung

www.pcwelt.de/305969

Deutsch

Parted Magic 2014-02-26

Live-System mit Partitionierer

https://partedmagic.com/downloads

Englisch

Qemu 2.0 (32 Bit)

Inoffizieller Windows-Port von Qemu

http://qemu.weilnetz.de/w32/

Deutsch/Multilingual

Plop Bootmanager 5.0

Startfähige Bios-Boothilfe

www.plop.at/de/bootmanagers.html

Deutsch/Englisch

Für den Hausgebrauch reichen die Fähigkeiten des Players meistens aus, um risikolos Software oder ganze Betriebssysteme zu testen und zu versudeln. Der Typ-2-Hypervisor des eingeschränkten Players entspricht der Version, die auch in Vmware Workstation 9.0 von 2013 enthalten ist, und unterstützt Betriebssysteme bis Windows 8.1. Allerdings hat der Player unabhängig vom Entwicklungszyklus der Workstation Updates erhalten. Die folgenden Tipps und Anleitungen haben meist den kostenlosen Vmware Player im Sinn, der seit Version 3 auch die Erstellung von neuen virtuellen Maschinen ohne inoffizielle Zusatz-Tools beherrscht. Allerdings funktionieren alle gezeigten Techniken so auch mit der Vmware Workstation, die übrigens nach der Registrierung mit einer Mailadresse immerhin 30 Tage kostenlos zum Einsatz bereitsteht.

So funktioniert Virtualisierung

Unity-Modus: Programme in der Taskleiste

Unity-Modus: Laufende Programme im Gastbetriebssystem manifestieren sich in der Taskleiste des Host-Systems, und Vmware selbst ist versteckt. Dies funktioniert bisher allerdings lediglich mit Windows.
Vergrößern Unity-Modus: Laufende Programme im Gastbetriebssystem manifestieren sich in der Taskleiste des Host-Systems, und Vmware selbst ist versteckt. Dies funktioniert bisher allerdings lediglich mit Windows.

Den Einstieg macht eine nützliche, jedoch oft übersehene Darstellungsoption für virtuelle Maschinen in der Vmware Workstation und im Player: Viele Anwender behalten eine ältere Windows-Version oder auch ein anderes Betriebssystem wie Linux, um nur eine bestimmte Anwendung in der virtuellen Maschine zu nutzen, falls diese im Host-Betriebssystem nicht anständig läuft. Um gestartete Anwendungen auf dem regulären Windows-Desktop möglichst nahtlos einzublenden, bieten der Vmware Player und die Workstation den Anzeigemodus „Unity“. Dieser zeigt laufende Programme in der virtuellen Maschine (nur Windows-Gäste) auf der Oberfläche des Host-Systems in der Windows-Taskleiste an. Damit dies über „Player > Unity“ funktioniert, ist jedoch noch die Installation der Vmware-Tools, also des Treiberpakets von Vmware im Gastsystem erforderlich. Dies ist nicht mehr nur ein Merkmal der Vmware Workstation, sondern steht auch im Player über „Player > Manage > Install Vmware Tools“ bereit.

Vmware-Tools: Das installierbare Treiberpaket ist nicht mehr nur in der Workstation enthalten, sondern auch im Vmware Player und ist die Voraussetzung für Anzeigeoptionen wie beispielsweise „Unity“.
Vergrößern Vmware-Tools: Das installierbare Treiberpaket ist nicht mehr nur in der Workstation enthalten, sondern auch im Vmware Player und ist die Voraussetzung für Anzeigeoptionen wie beispielsweise „Unity“.

Festplatten: Images von Virtualbox konvertieren

Wer von Virtualbox auf Vmware umsteigt oder zu Hause die kostenlose Virtualbox und im Büro die teure Vmware nutzt, hat meist auch VMs in verschiedenen Formaten vorliegen. Der Austausch von Vmware nach Virtualbox ist wenig aufwendig: Virtualbox unterstützt bei virtuellen Festplatten das VMDK-Format. Der umgekehrte Weg ist nicht so einfach, denn mit den VDI-Dateien von Virtualbox will Vmware nichts anfangen und kann diese auch nicht ins eigene Format umwandeln.

Mit Virtualbox: Wenn eine Installation von Virtualbox bereitsteht, können virtuelle Festplatten aber mit dem Kommandozeilenwerkzeug VBoxManage.exe (VboxManage bei Linux) nach VMDK konvertiert werden. Unter Windows liegt dieses Tool im Programmverzeichnis, meistens in „C:\Program Files\Oracle\Vir tualBox“. Mithilfe des Befehls

<Pfad>\VBoxManage.exe clonehd <Name>.vdi <Name>.vmdk --format VMDK

konvertiert das Programm dann die angegebene VDI-Datei „<Name>.vdi“ nach VMDK. Die Linux-Version von Virtualbox beherrscht dies genauso, allerdings kann man sich den Programmpfad zu VBoxManage und die EXE-Endung bei diesem Befehl sparen.

Platz schaffen: Eine Funktion zum einfachen Vergrößern von Festplatten-Images im Format VMDK ist bei Vmware Player/Workstation in der grafischen Oberfläche untergebracht.
Vergrößern Platz schaffen: Eine Funktion zum einfachen Vergrößern von Festplatten-Images im Format VMDK ist bei Vmware Player/Workstation in der grafischen Oberfläche untergebracht.

Mit Qemu: Gibt es keine Virtualbox, leistet ganz unverhofft der Open-Source-Virtualisierer Qemu Hilfestellung, da dessen Programmpaket auch in der Windows-Version ein Konverter-Tool für Festplatten-Images enthält, das ebenfalls in der Eingabeaufforderung läuft. Das Tool nennt sich qemu-img.exe und lässt sich über das Setup-Programm von Qemu installieren. Im Setup-Programm kann man dann einfach nur die „Tools“ und die „Libraries (DLLs)“ installieren, den Rest braucht es für den Konverter nicht. Anschließend liegt qemu-img.exe im Programmordner („C:\Program Files (x86)\qemu“ beziehungsweise „C:\Program Files\qemu“) von Qemu. Um eine VMDK-Datei aus VDI zu erzeugen, wird es nach folgendem Schema eingesetzt:

<Pfad>\qemu-img.exe convert -p -O vmdk <Name>.vdi <Name>.vmdk

<Pfad> ist hier ein Platzhalter für den Programmpfad, und <Name> ist der Name der ursprünglichen VDI-Datei.

Im Vmware Player legen Sie zunächst eine neue virtuelle Maschine an und fügen die bestehende VMDK hinterher hinzu. Dann löschen Sie die zuerst angelegte Harddisk. Bei der ersten Verwendung der neuen VMDK-Datei in Vmware werden Sie noch gefragt, ob Sie das Format zur neuesten Version konvertieren wollen, was Sie mit „Convert“ bestätigen. Beim Import von Windows-Systemen bestehen ein paar wichtige Einschränkungen, die es bei Linux-Gästen nicht gibt: Der IDE-Controller muss der gleiche sein wie bei der ursprünglichen Virtualbox-VM, damit das Windows-System überhaupt startet. Wenn Sie eine Windows-Installation von Virtualbox nach Vmware übernehmen, richten Sie die neue Harddisk deshalb als IDE-Festplatte ein und nicht, wie die vorgegebenen Optionen vorschlagen, als SCSI-Laufwerk. Danach ist es im laufenden Gastsystem nur noch erforderlich, die Gasterweiterungen von Virtualbox zu de-installieren und stattdessen die Vmware-Tools zu installieren.

Mehr Platz: Virtuelle Festplatten vergrößern

Festplatten-Image übernehmen: VMDK-Dateien, die von VBoxManage oder mithilfe von Qemu konvertiert wurden, will Vmware erst noch in das neueste Format umwandeln, was aber nur wenige Sekunden dauert.
Vergrößern Festplatten-Image übernehmen: VMDK-Dateien, die von VBoxManage oder mithilfe von Qemu konvertiert wurden, will Vmware erst noch in das neueste Format umwandeln, was aber nur wenige Sekunden dauert.

Für den Fall, dass der Speicherplatz auf einer virtuellen Platte mal knapp wird, ist es mit Vmware Player und Workstation nicht schwer, für eine größere Festplatte zu sorgen. Rufen Sie dazu zu einer VM per Rechtsklick die „Settings“ auf, gehen Sie auf den Festplatteneintrag und dann nach einem weiteren Rechtsklick auf „Utilities > Expand“. Hier tragen Sie die neue Größe ein. Ist als Gastsystem ein Windows ab Vista installiert, lässt sich dort nach einem Start der VM die Datenträgerverwaltung mit „diskmgmt.msc“ im Ausführen-Dialog aufrufen und danach die Partition auf das neue Platzangebot ausdehnen. Bei anderen Systemen kommt wieder Parted Magic als Live-System zum Einsatz, um die Partitionsgröße mithilfe des dort enthaltenen Partitionierers Gparted auf die neue Gesamtgröße auszudehnen.

Vmware Player: Sicherungspunkt erstellen

Snapshots, also Momentaufnahmen von virtuellen Maschinen, die sich per Klick wieder in den vorherigen Zustand zurückversetzen lassen, sind mit dem Vmware Player nicht möglich. Was aber ohne große Umstände funktioniert und bei genügend Festplattenplatz auch kaum ins Gewicht fällt, ist ein manuell angelegtes Backup einer VM. Gehen Sie hierzu in einem fähigen Dateimanager ins Verzeichnis einer virtuellen Maschine, das üblicherweise unter „C:\Users\daver\Documents\Virtual Machines“ liegt. Im Unterverzeichnis mit dem Namen der VM liegen deren Festplattendateien mit der Endung „.VMDK“. Erstellen Sie nun eine Kopie dieser Dateien (bei ausgeschalteter Vmware) in einem Backup-Verzeichnis, und Sie haben damit selbst einen Sicherungspunkt erstellt. Zum Wiederherstellen kopieren Sie die gesicherten VMDK-Dateien zurück in den Ordner der virtuellen Maschine.

Die wichtigsten Virtualisierer im Überblick

Bootbildschirm: Anzeigedauer verlängern

Startbildschirm lang genug zeigen: Mit dem hinzugefügten beziehungsweise angepassten Parameter „bios.bootde lay“ legen Sie fest, wie viel Zeit zum Aufruf der Bios-Einstellungen nach dem Start einer VM bleibt.
Vergrößern Startbildschirm lang genug zeigen: Mit dem hinzugefügten beziehungsweise angepassten Parameter „bios.bootde lay“ legen Sie fest, wie viel Zeit zum Aufruf der Bios-Einstellungen nach dem Start einer VM bleibt.

Vmware liefert für virtuelle Maschinen ein eigenes, emuliertes Bios mit, damit sich Gast-betriebssysteme ganz zu Hause fühlen. Wie auf einem physischen PC können Sie auch die Bios-Einstellungen in einem kleinen Rahmen ändern, etwa um die Bootreihenfolge der Laufwerke in der virtuellen Maschine festzulegen. Es ist aber nicht einfach, ins Bios von Vmware zu kommen oder mal eben schnell ein anderes Laufwerk zum Boot auszuwählen, da die Anzeigedauer des Bootbildschirmes bei Vmware Player/Workstation einfach zu kurz gehalten ist. Eine Änderungsmöglichkeit in der Menüoberfläche gibt es nicht, wohl aber über einen Parameter in der Konfigurationsdatei einer virtuellen Maschine. Den Namen und den Speicherort einer Konfigurationsdatei machen Sie im Vmware Player über „Edit Virtual Machine Settings > Options > General > Working directory“ ausfindig. Die Workstation zeigt den Pfad gleich gut sichtbar auf der Übersichtsseite rechts unten im Feld „Configuration file“ an. Gehen Sie anschließend in einen Dateimanager in dieses Verzeichnis und öffnen Sie mit einem Texteditor die dort liegende VMX-Datei, welche die Konfigurationsparameter einer virtuellen Maschine enthält. Ganz am Ende der Datei fügen Sie jetzt die neue Zeile

bios.bootdelay = “7000“

ein, der die Anzeigedauer des Bootbildschirms auf sieben Sekunden verlängert. Jetzt ist genügend Zeit, um nach dem Einschalten einer VM in deren Fenster zu klicken und danach mit F2 die Bios-Einstellungen aufzurufen oder mit ESC ein anderes Bootlaufwerk auszuwählen.

Ab ins Bios: Mit der Taste F2 kommen Sie zu den Bios-Einstellungen einer virtuellen Maschine. Hier können Sie auch die Reihenfolge der Bootlaufwerke im Untermenü „Boot“ permanent ändern.
Vergrößern Ab ins Bios: Mit der Taste F2 kommen Sie zu den Bios-Einstellungen einer virtuellen Maschine. Hier können Sie auch die Reihenfolge der Bootlaufwerke im Untermenü „Boot“ permanent ändern.

Externe Medien: Boot von USB

Optische Medien wie CDs und DVDs sind zwar noch nicht akut vom Aussterben bedroht, aber deren Ende ist bereits in Sicht. Alle halbwegs aktuellen Rechner booten anstandslos von USB-Medien, und ein USB-Stick ist einfach auch viel leichter in der Hosen- oder Hemdtasche mitzuführen als eine vergleichsweise große Kunststoffscheibe. Installationsmedien und Live-Systeme starten von USB-Sticks schneller, und aktuelle Ultrabooks verzichten gleich ganz auf ein optisches Laufwerk. Was tun, wenn eine virtuelle Maschine in Vmware Player/Workstation das Betriebssystem von USB starten soll?

Zwei Wege bieten sich an: Die von Vmware Player/Workstation unterstützte, jedoch nicht immer erfolgreiche Methode versucht, auf ein externes Medium direkt zuzugreifen. Um die Methode zu nutzen, schließen Sie das bootfähige USB-Laufwerk an, gehen in die Einstellungen einer VM über einen Rechtsklick auf „Settings“ und danach auf „Hardware > Add > Harddisk > IDE“. Im darauffolgenden Dialog „Select a Disk“ gehen Sie unten auf „Use a physical disk (for advanced users)“ und wählen dann im nächsten Fenster den Gerätepfad zum USB-Laufwerk aus, meistens „PhysicalDrive1“, wenn ansonsten nur eine Festplatte/SSD im PC vorhanden ist. Bei zwei Festplatten/SSDs ist der korrekte Gerätepfad „PhysicalDrive2“. Lassen Sie hier die Option „Usage“ auf „Use entire disk“. Im folgenden Schritt erhält die neue, reale Platte noch automatisch eine eigene VMDK-Datei, die jedoch lediglich als Platzhalter dient. Ab dem nächsten Start der VM können Sie im Bootbildschirm mit der ESC-Taste ein Bootmenü aufrufen und dort mit „Harddisk“ vom USB-Laufwerk starten. Wichtig: Das USB-Medium muss dazu mit dem Host verbunden sein und nicht etwa mit der VM.

Der alternative Weg: Für den Fall, dass die beschriebene Methode nicht klappt, was leider bei Linux-Host-Systemen häufiger vorkommt, leistet das Zusatz-Tool Plop Bootmanager beim Start von USB-Laufwerken Hilfe.

Schließen Sie das bootfähige USB-Medium an und machen Sie es in der virtuellen Maschine verfügbar. Im Plop Bootmanager wählen Sie anschließend oben links in der Liste mit den Pfeiltasten den Eintrag „USB“ aus. Der Bootmanager scannt selbstständig die USB-Laufwerke und bootet dann von USB, wenn er einen Bootsektor gefunden hat.

Direkt auf ein physisches Laufwerk zugreifen: Vmware Player/Workstation können auch reale Datenträger über deren Gerätepfad einbinden. Dieser Weg ist beim Booten von USB-Laufwerken nützlich.
Vergrößern Direkt auf ein physisches Laufwerk zugreifen: Vmware Player/Workstation können auch reale Datenträger über deren Gerätepfad einbinden. Dieser Weg ist beim Booten von USB-Laufwerken nützlich.

Vmware Workstation: Uefi statt Bios

Uefi statt Bios: Um Installationen und Live-Systeme im Uefi-Modus in Vmware zu testen, können Sie mit dieser Zeile in einer VMX-Datei Uefi aktivieren. Das virtuelle Betriebssystem muss dazu Uefi unterstützen.
Vergrößern Uefi statt Bios: Um Installationen und Live-Systeme im Uefi-Modus in Vmware zu testen, können Sie mit dieser Zeile in einer VMX-Datei Uefi aktivieren. Das virtuelle Betriebssystem muss dazu Uefi unterstützen.

Zu Testzwecken kann es notwendig sein, ein Betriebssystem im Uefi-Modus zu installieren oder ein Live-System mit Uefi-Unterstützung zu starten. Während in Virtualbox die eingebaute Uefi-Emulation noch nicht brauchbar ist, sind Vmware Player/Workstation hier schon einen Schritt weiter. Beide Produkte bieten für VMs ein funktionierendes Uefi anstatt des herkömmlichen Bios an. Dieses Merkmal ist aber auch bei Vmware bislang ein experimentelles Feature, das sich noch nicht so einfach über die grafischen Menüs einschalten lässt. Stattdessen ist es erforderlich, die Konfigurationsdatei einer virtuellen Maschine mit der Endung „.VMX“ manuell mithilfe eines Texteditors zu bearbeiten. Am Ende der VMX-Datei fügen Sie (bei ausgeschalteter Vmware) ganz am Ende die folgende Zeile ein:

firmware=“efi“

Von nun an bietet eine VM dem Gastsystem das Unified Extensible Firmware Interface statt eines Bios an, was für Neuinstallationen nützlich ist. Das Bootmedium muss dazu natürlich auch den Uefi-Boot unterstützen. Bei Windows 8 ist dies der Fall, jedoch nicht bei alten Windows-Versionen und allen Linux-Installationsmedien. Die großen Linux-Distributionen wie etwa Debian, Ubuntu, Fedora und Open Suse starten aber bereits problemlos mit Uefi.

USB Probleme beim Einbinden von Geräten

USB macht blau: Wenn Sie ein USB-Laufwerk in virtuellen Maschinen nutzen oder davon booten möchten, dann nutzen Sie keinen (blauen) USB-3.0-Port, sondern einen schwarzen USB-2.0-Anschluss.
Vergrößern USB macht blau: Wenn Sie ein USB-Laufwerk in virtuellen Maschinen nutzen oder davon booten möchten, dann nutzen Sie keinen (blauen) USB-3.0-Port, sondern einen schwarzen USB-2.0-Anschluss.

Zwar macht der enthaltene Treiber von Vmware-Produkten für USB-Adapter einen ausgereifteren Eindruck als etwa jener von Virtualbox. Ganz unfehlbar ist USB aber auch unter Vmware nicht. Hier kommt es ebenfalls vor, dass abgeschlossene USB-Geräte nicht auf Anhieb von der Vmware Workstation oder dem Player eingebunden werden können. Der folgende Fehler tritt sogar recht häufig auf: Beim Anschluss von USB-Geräten oder -Laufwerken melden der Player oder die Workstation zwar brav, dass es jetzt Geräte zum Einbinden gibt. Der Versuch, dies dann auch zu tun, schlägt jedoch stets mit der Meldung: „The connection for the USB Device was unsuccessful. Driver error“ fehl.

Das Problem liegt an einer Inkompatibilität der USB-Treiber von Vmware mit USB 3.0 und ist meist schnell behoben: Überprüfen Sie, ob Sie das widerspenstige USB-Gerät an einem Anschluss für USB 3.0 angesteckt haben. USB-3.0-Ports haben innen eine blau gefärbte Kontaktleiste, herkömmliche USB-2.0-Ports sind dagegen schwarz oder dunkelgrau. Schließen Sie die für virtuelle Maschinen in der Vmware gewünschten USB-Geräte stets an USB-2.0-Ports an, da USB 3.0 mit dem Player 6.0.2 und der Workstation 10.0.2 noch zu viele Probleme bereitet und nicht zuverlässig funktioniert.

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