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Firewall-Mythen enttarnt

12.02.2010 | 09:03 Uhr |

Eine Firewall schützt Ihren PC vor allen Gefahren? Glauben Sie das nicht! Denn diese Tools können weniger, als man ihnen nachsagt. Wir verraten, wo Ihre Firewall nichts nützt, und geben Tipps, wie Sie wirklich sicher sind.

Mythos 1 Mit einer Firewall bin ich vor Internet-Gefahren sicher
Wer glaubt, mit einer Firewall allein genug für die Sicherheit getan zu haben, der irrt sich. Ganz im Gegenteil: Ein Anwender kann sich dadurch in falscher Sicherheit wiegen und leichtsinnigerweise in Ecken des Internets vorwagen, die er normalerweise nie ansurfen würde.
Tatsächlich filtert die Firewall nur den Netzwerkverkehr. DVD- und USB-Laufwerke bleiben nicht zu unterschätzende Einfallstore. Das beweist der Wurm Conficker, der sich über diese Medien erstaunlich rasant verbreitet hat. Die Firewall ist außerdem machtlos gegen klassische Vireninfektionen: Wenn ein Schädling heruntergeladen und gestartet wurde, kann er sich im Internet Explorer einnisten und mit der Online-Berechtigung des Tools die Firewall austricksen.
Konsequenz: Ergänzen Sie Ihre Firewall unbedingt mit einer Antiviren-Software, etwa dem kostenlosen Antivir Personal Free 9.0 (für Windows XP, Vista und 7). Runden Sie den Schutz des PCs durch regelmäßige Updates aller Programme und durch kritisches Anwenderverhalten ab.

Mythos 2 Der Stealth-Modus macht mich unsichtbar
Der Stealth-Modus, der in manchen Firewalls integriert ist, suggeriert Unsichtbarkeit und damit völligen Schutz vor Angreifern. Die Realität sieht anders aus: Der Stealth-Modus schweigt zwar bei Ping-Anfragen. Aber wenn ein Hacker keine Antwort auf seine Anfrage bekommt, weiß er, dass dort ein Rechner existieren muss, der seine Anfrage verworfen hat. Denn wenn sich kein PC hinter einer bestimmten IP-Adresse befindet, antwortet die entsprechende Netzwerkstelle mit „Destination unreachable“ („Ziel nicht erreichbar“).
Konsequenz: Schalten Sie den Stealth-Modus in der Firewall ab.

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