Tipps

DSL-Probleme lösen - Teil 2

Donnerstag, 14.02.2008 | 10:13 von Daniel Behrens
DSL funktioniert nicht immer ohne Tücken. Im zweiten Teil unseres Beitrags behandeln wir Tempo-Drosselungen, geplatzte Techniker-Termine und mehr. Wie immer dabei: Tipps zur Selbsthilfe
Aufmacher Tools Probleme Variante 2
Vergrößern Aufmacher Tools Probleme Variante 2
© 2014

Mit welchen Problemen man teilweise bei der DSL-Bereitstellung zu kämpfen hat, haben wir im ersten Teil dieses Artikels erläutert. Auch instabile Verbindungen und deren Behebung waren Thema. In diesem zweiten Teil lesen Sie, wie es zu plötzlichen Geschwindigkeits-Einbußen kommen und was beim Umzug schief gehen kann.

Ungewollte Tempo-Drosselung

Manch ein Anwender hat jahrelang eine verlässliche und stabile Verbindung, die dann von einen Tag auf den anderen vom Anbieter gedrosselt wird. So schreibt Jens R.: „Am 14.11.2007 plötzlich kompletter Telefonausfall – Leitungsschaden. Seit dem Tag läuft DSL nur noch mit 384 KBit/s. Bei der Störungsstelle heißt es: ‚Bei Ihnen ist nur DSL 384 verfügbar, schon immer, konnte nie schneller sein.‘ Am 19.11.2007 war ich nun im T-Punkt, dort ist laut unserer sämtlichen Verträge auch immer nur DSL 384 abgeschlossen wurden. Mehrmals betonte ich, dass es bis zum 14.11.2007 aber DSL 1000 war. Ich wurde dann damit abserviert, dass, wenn dieser Vorgang weiter geprüft werden soll, ich nachweisen müsse, dass vorher wirklich DSL 1000 bei uns verfügbar war. Wie soll ich das nachweisen?“

Solch eine Tempodrosselung rückgängig zu machen, ist extrem schwierig. Ursache ist meist, dass eine erneute Messung, etwa im Rahmen eines Tarifwechsels, ergeben hat, dass die Leitungsqualität schlechter geworden ist. Vielleicht hat sich dabei aber auch ein Fehler eingeschlichen, oder die Messung wurde unter ungünstigen Bedingungen durchgeführt. Mit viel Überredungskunst gelingt es Ihnen vielleicht, den Anbieter davon zu überzeugen, sich die Sache noch mal genauer anzuschauen. Hilfreich dabei ist die „DSL-Status“-Information in der Fritzbox. Sie zeigt unter „Einstellungen, Internet, DSL-Informationen, DSL, Leitungskapazität“ an, welche theoretisch nutzbare Datenrate die Leitung laut Berechnung der Box hat und auf wie viel KBit/s sie der Provider begrenzt hat. Andere Router, die diese Information ausspucken, sind uns nicht bekannt. Hundertprozentig verlässlich ist die Angabe der Leitungskapazität der Fritzbox zwar nicht, sie vermittelt aber zumindest einen Anhaltspunkt.

Umzug ohne DSL

Manche Kunden müssen nach dem Umzug wochenlang auf den
DSL-Anschlusses warten
Vergrößern Manche Kunden müssen nach dem Umzug wochenlang auf den DSL-Anschlusses warten
© 2014

Geduld ist mitunter auch beim Umzug angesagt. Bei ihren eigenen Kunden zieht die Telekom in der Regel Telefon- und DSL-Anschluss zusammen um – und das recht zuverlässig und auch kurzfristig. Bei Aufträgen von Mitbewerbern liegen die Barrieren dagegen offenbar höher. Im Nachteil sind vor allem Kunden, die ihren Telefonanschluss bei der Telekom haben und nur das DSL-Signal von einem Mitbewerber geliefert bekommen.

T. Groß beschreibt mit seinem Erlebnis den Zustand sehr treffend: „Wir sind September umgezogen, Ummeldung mit Telefon hat alles wunderbar geklappt, nur DSL von 1&1 ließ auf sich warten. Anfangs hieß es, 8 Tage bis 3 Wochen. Am Ende waren es knapp 2 Monate, die ich ohne DSL verbringen musste. Dadurch konnte ich auch die Telefon-Flatrate von 1&1 nicht nutzen, da die ja über VoIP läuft.“
Weitere DSL-Problemfälle lesen Sie auf der folgenden Seite.

DSL Speedtest

Donnerstag, 14.02.2008 | 10:13 von Daniel Behrens
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
16736